The Walking Dead Nr. 28: Der sichere Tod [Cross Cult, Oktober 2017]

Yeah, The Walking Dead geht in die 28. Runde und es bleibt ernst. Ich warte nur darauf, dass die Serie beginnt, eintönig und etwas langweilig zu werden, da sich einfach der gesamte Ablauf von Gegnern und Untoten immer und immer wieder zu wiederholen scheint. Vielleicht mag manch einer der Meinung sein, dass die TV-Serie etwas abfällt seit den letzten Staffeln. Manchmal ist es einfach besser genau dann ein Ende zu finden, wenn es am schönsten ist, oder wenn bereits alles gesagt und geschrieben ist. Wie dem auch sei, The Walking Dead geht weiter und dieser Band nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Jemand wird sterben. Ich persönlich habe damit nicht gerechnet und dieser Tod hat die Stimmung dieses Bandes sehr gedrückt.  Nicht nur der Tod ist nah, auch Negan und die Untoten bekämpfen sich auf knallharte Art und Weise. Wer überlebt und wie das alles ausgeht, das erfährt der Leser in diesem Band.

The Walking Dead Nr. 28: Der sichere Tod

Weiterlesen

Advertisements

The Walking Dead Nr. 25: Unter Wölfen [Cross Cult, April 2016]

Dominik_AVAUnter Wölfen fängt genau dort an, wo Band 24 aufhört.
Nach einer niederschmetternden barbarischen Tat der Flüsterer muss Rick seiner Gruppe einen neuen Weg in Richtung Zukunft weisen. Als dann auch noch seine Autorität infrage gestellt wird, scheint die ganze Gruppe auseinanderzubrechen.
Jeder neue Band von The Walking Dead zeigt mir, dass es sich einfach lohnt, diese Serie zu lesen!

The Walking Dead Nr. 25: Unter Wölfen

Weiterlesen

The Walking Dead Nr. 23: Dem Flüstern folgt der Schrei [Cross Cult, Juli 2015]

Band 23 macht thematisch genau dort weiter, wo Band 22 aufgehört hat.

Dominik_AVAKlappentext:

 Auf der Suche nach Nathaniel werden Jesus und seine Männer angegriffen: von flüsternden Untoten, die im Kampf Messer einsetzen. Nur wenige können entkommen, dennoch schaffen sie es, einen ihrer Angreifer gefangen zu nehmen.
Auf der Anhöhe wird Maggie als Anführerin vor ganz andere Probleme gestellt, denn Sophia und Carl werden hinterhältig von zwei Jungen überfallen, die sich für die Prügel, die Sophia ihnen beschert hatte, zu rächen. Bei Sophias Rettung verliert Carl die Beherrschung und die Jungs müssen um ihr Leben bangen. Es liegt an Maggie zu entscheiden, wie die Kinder bestraft werden sollen. Doch nicht alle sind mit ihrer Entscheidung einverstanden.
Während Carl seine Strafe absitzt, macht er Bekanntschaft mit dem neuen Häftling und stellt fest, dass der gar nicht so übel ist, wie angenommen.

The Walking Dead Nr. 23: Dem Flüstern folgt der Schrei.The Walking Dead Nr. 23: Dem Flüstern folgt der Schrei

Weiterlesen

The Walking Dead bald auch als deutsche Softcover-Ausgaben

Seit 2003 schreibt Robert Kirkmans Zombie-Drama eine bis dato unaufhörliche Erfolgsgeschichte. 21 deutsche Hardcoverbände, ein Sonderband mit den Covermotiven und zwei Kompendium-Ausgaben sprechen da schon eine deutliche Sprache. Doch wenn man jetzt noch erwähnt, dass Band 1 bereits in die 13. Auflage gegangen ist und auch die TV-Serie dem noch zusätzlichen Schub verleiht, verwundert es nicht, dass man sich zusätzlich zu den Hardcovern und den Kompendiumbänden jetzt für eine kostengünstige Softcoverausgabe entschieden hat, um die originale Comicvorlage möglichst vielen Lesern zugänglich zu machen.

TWD Cover

Weiterlesen

The Walking Dead Pinball Table kommt für ZEN Pinball 2

Nach Star Wars gibt es nun endlich wieder neues Futter für ZEN Pinball 2. Diesmal ist das Franchise The Walking Dead an der Reihe. In Zusammenarbeit mit Skybound und Telltale Games entwickelten die ZEN Studios gemeinsam mit Robert Kirkman einen neuen Flippertisch. Als Basis soll die erste Staffel der preisgekrönten Videospielserie dienen und somit tauchen auch viele der Handlungsorte, wie Clementines Baumhaus oder die Everett Apotheke in Macon wieder auf. Der Tisch erscheint zum Ende dieses Sommers und wird erstmals auf der E3 präsentiert werden. Wie auch schon bei den bisherigen Tischen dürfen sich Playstationbesitzer über Crossbuy freuen. Wer den Tisch für eines der drei aktiven Systeme (PS Vita, PS3 und PS4) erwirbt, kann die Tische auch auf den anderen beiden Systemen verwenden. Der Tisch wird für Konsolen, PC und Mobile Plattforms (Android, iOS) erscheinen. Weiterlesen

The Walking Dead – Staffel 1 + 400 Days [Telltale Games, August 2013]

Die Comicserie „The Walking Dead“ gehört nach wie vor zu den Erfolgsserien von Image. Sie begeistert Leser und Kritiker gleichfalls und auch die TV-Serie bricht Quotenrekorde. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch ein Game erscheinen würde, welches das Franchise ausnutzen würde. Doch wie ist es geworden?

TWD VitaThe Walking Dead – Staffel 1 + 400 Days

Ihr spielt den ehemaligen Lehrer Lee Everett, der den Liebhaber seiner Frau im Affekt getötet hat, und seid nun in einem Polizeiwagen auf dem Weg ins Gefängnis. Plötzlich kommt es zum Unfall. Als ihr wenig später wieder zu euch kommt, ist der Polizist, der euch ins Gefängnis überführen sollte, tot und ihr müsst euch alleine gegen eine Horde heranströmender Zombies wehren. Aber ihr habt Glück und schon bald findet ihr neue Freunde, aber auch viele Feinde und Gegner. Ihr werdet Menschen lieb gewinnen und verlieren und genauso oft Entscheidungen treffen müssen, die nicht einfach sind. Aber das ist The Walking Dead, wo jeder Tag ein Kampf um das Überleben ist …

TWD EP1

Eines gleich vorweg. Wer jetzt erwartet, dass die Comicstory einfach nur nachgespielt wird, den kann ich beruhigen. Die Geschichte spielt zwar in der Welt von Walking Dead, aber es sind gänzlich andere Schicksale, welche ihr als Spieler steuert. Genaugenommen steuert ihr fast ausschließlich Lee, die Hauptfigur in diesem Game. Sein Schicksal beginnt in der ersten von insgesamt 5 Episoden. Das Spiel ist dabei aber kein Shooter- oder Actiongame, sondern ein fast schon klassisches Adventure. Telltale ist ja für Adventuregames bekannt und diese Erfahrung lassen sie auch in dieses Spiel einfließen. Doch es hat auch mit den bekannte Problemen zu kämpfen. So steuert ihr die Figuren wahlweise per Stick oder Touchscreen durch die Landschaft und bleibt nicht selten an irgendwelchen Ecken oder Kanten hängen. Auch die Bewegung an sich wirkt sehr unharmonisch und erzeugt so des öfteren eine unfreiwillige Komik.

TWD EP2

Die Handlung und die Rätsel sind aber wohl durchdacht und fesseln von der ersten Spielminute an. Immer wieder habe ich mich selbst dabei erwischt, wie ich eigentlich das Spiel beenden wollte, weil die Uhr mir drohte, dass es bereits zu spät ist, und ich morgen ja wieder abreiten müsse. Und trotzdem sagte ich mir „Nur noch 5 Minuten“ und es wurde eine halbe Stunde und mehr daraus. Man wird als Spieler so stark in die Ereignisse mitgezogen, dass es einem sehr schwer fällt, die Konsole aus der Hand zu legen. Doch auch wenn man die 5 Episoden durchgespielt hat, ist noch kein Ende in Sicht. Denn auf der Vita gehört zur kompletten Staffel, auch der DLC 400 Days dazu. Hier kann man zusätzlich 5 kurze Episoden spielen, welche am Rande dieser Staffel spielen und einige Nebencharaktere noch einmal ins Rampenlicht rücken.

TWD EP3

Nicht nur inhaltlich ist The Walking Dead gelungen. Auch grafisch weiß das Spiel zu überzeugen. Hier wird weder versucht einen besonders realistischen Look zu imitieren, noch den der Comics nachzustellen. Vielmehr wurde mit einem sketchy Cel-Shade-Look ein vollkommen neues Design für das Franchise kreiert. Die Figuren und auch die Hintergründe wirken gezeichnet, mit dominanten Outlines. Manchmal ein wenig wie eine rohe Vorzeichnung. Dazu kommen gedeckte Farben, welche das Gesamtbild abrunden. Egal ob mitten in der Nacht in der Stadt, oder am sonnigen Mittag auf dem Land, grelle Farben sucht man in diesem Spiel vergebens. Wirklich auffällig sind nur die Kommandos, wenn es im Spiel richtig zur Sache geht, damit man diese auch gut sieht.

TWD EP4

Denn eines muss man durchaus anmerken. Wenn es im Gewusel so richtig rundgeht, kann es schon mal unübersichtlich werden. Ebenfalls etwas störend sind einige Animationen. Während manche richtig schön und butterweich sind, wirken andere wiederum sehr abgehakt. Was bei einem Zombiegame schon ein merkwürdiges Wortspiel ist. 😀 Nichtsdestotrotz geht genau hierdurch ein wenig der Stimmung verloren. Davon aber einmal abgesehen erhält man auf dem kleinen Vita-Bildschirm, im Vergleich zum großen auf der PS3, wenn man es nicht an einem 28-cm-LCD spielt, ein wirklich gutes Bild, welches den Vergleich mit dem großen Bruder nicht scheuen braucht.

TWD EP5

FAZIT:

Die erste Staffel von Walking Dead macht nicht nur Spaß, sondern süchtig. Wenn man die Comics liebt, macht man mit dem Game absolut nichts falsch. Aber auch diejenigen, welche das Spiel durch die TV-Serie ins Auge gefasst haben, werden nicht enttäuscht sein. Im Gegenteil. In meinen Augen fängt das Spiel die Stimmung der Comicserie sogar noch besser ein, als die TV-Serie. Wichtig ist jedoch, dass man sich auf ein Adventure-Game einlässt und keinen Actionshooter erwartet. Taktieren ist wichtiger als der zielgenaue Umgang mit Schusswaffen. Davon gibt es im Spiel sowieso nicht so viele. Vielmehr werden andere Hilfsmittel zur Verteidigung eingesetzt, und auch diese sind nicht unbegrenzt haltbar. Kluges Vorgehen ist also das A und O in diesem Spiel. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt, den erwartet für knappe 20 Euro ein grandioses Game mit atemberaubender Atmosphäre und sehr guter Grafik.

TWD EP6

Zum Abschluss habe ich noch ein kurzes Video gemacht, in dem ich euch die ersten 10 Minuten des Games zeigen möchte. Das Spiel verfügt über eine Touch- oder Stick-Steuerung, wobei ich für das Video auf die Touchsteuerung zurückgegriffen habe.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Telltale Games

The Walking Dead #3: Die Zuflucht [Cross Cult, November 2006]

Nach etwas längerer Zeit begebe ich mich wieder in eine Zombieverseuchte Welt mit dem dritten Band von „The Walking Dead“…

The Walking Dead #3: Die Zuflucht

Die Gruppe von Flüchtlingen rund um Rick Grimes findet sich nach den Ereignissen der letzten Wochen vor ihrem möglichen Paradies wieder. Ein offenbar verlassenes Gefängnis soll der Gruppe neuen Schutz bieten. Doch es gibt auch noch ein paar Probleme. Denn neben einigen Zombies die sich dort niedergelassen haben finden Rick und Tyreese noch vier Häftlinge die sich in einen Zellenblock eingeschlossen haben und dort gar nicht mal so schlecht überlebt.
In den nächsten Tagen versuchen Rick und Tyreese das Gelände so einigermaßen von Zombies zu befreien und schnell haben sie es geschafft einige der Zellen bewohnbar zu machen als ein neuer Rückschlag die Gruppe erschüttert. Tyreese Tochter stirbt durch einen Selbstmordpakt mit ihren neuen Freund, was Tyreese natürlich sehr zusetzt. Doch die beiden sind nicht die einzigen Toten. Nachdem Rick es schafft Hershel, den Farmer aus dem zweiten Band, wo die Gruppe eine Zeit lang lebte, auch in das Gefängnisparadies zu holen muss der erneut zwei Familienmitglieder begraben. Hershels jüngste Töchter werden enthauptet vorgefunden und der Täter ist unter den vier Häftlingen offenbar schnell gefunden. Doch war er es auch wirklich und welches Geheimnis hat Rick noch zu erledigen weshalb er die Gruppe für ein paar Tage verlässt…?
FAZIT:
Von „The Walking Dead“ kann man wirklich denken was man will, aber Robert Kirkman schafft es einfach ein Drama zu kreieren das einen nicht mehr loslässt. Die Gruppe schafft es trotz der ständigen Bedrohung noch immer nicht wirklich eine Einheit zu Bilden. Diese diversen Einzelgänge und kleinen Grüppchenbildungen mitsamt den kleinen Intrigen machen die Serie dadurch besonders spannend. Auch wenn die Zombies hier ständig präsent sind, so sind sie doch nicht, wie in den vielen anderen Zombieserien, die Hauptakteure und die Überlebenden einfach nur deren Futter das möglichst kunstvoll abgeschlachtet wird.
Kirkmann präsentiert viel mehr ein soziales Drama darüber wie Menschen unter gewissen Situationen reagieren und dies macht er zusammen mit seinen Kollegen Charlie Adlard, der wundervoll zeichnet und Cliff Rathburn, der für die Grautöne zuständig ist, einfach perfekt.
Walking Dead ist und bleibt bisher eine Ausnahmeserie und wer bisher nur die TV-Serie kennt und jetzt denkt das er mitreden kann, den muss ich enttäuschen. Denn auch wenn es sich in beiden Fällen um die gleiche Serie handelt, so gibt es doch gravierende Unterschiede zur TV-Adaption, und die sind nicht gerade unerheblich.

“The Walking Dead #3: Die Zuflucht” bei Cross Cult kaufen
“The Walking Dead #3: Die Zuflucht” bei Amazon kaufen.

Ähnliche Artikel:
„The Walking Dead #1: Gute alte Zeit“ [Cross Cult, Januar 2006]
„The Walking Dead #2: Ein langer Weg“ [Cross Cult, Juni 2006]

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 5) – Die Comics von TheNextArt und Cross Cult

Mit dem heutigen fünften Teil der Gratis Comic Tag-Reviews nähern wir uns langsam der Halbzeit. Für den heutigen Artikel habe ich mich für The Walking Dead von Cross Cult und Blue Evolution Vol. 3 von TheNextArt entschieden…

The Walking Dead (Gratis Comic Tag 2012)

Als Polizist Rick Grimes durch einer Schusswunde nach langer Zeit endlich wieder im Krankenhaus zu sich kommt, ist nichts mehr so wie er es kennt. Er ist vollkommen alleine und auf seiner „Flucht“ durch die verlassenen Flure trifft er nur auf eine Art Zombies. Menschen die nicht mehr leben, sich aber dennoch bewegen und ihn sogar angreifen. Auch in seinem Haus, wo er eigentlich seine Frau und seinen Sohn vermutet hat, ist nur Stille und Leere. Doch im Garten trifft er endlich auf anderes Leben, auch wenn dies zuerst in Form einer Schaufel auf seinen Kopf ist, die ihm ein kleiner Junge aus Furcht dort platziert…
Als kleinen Bonus gibt es noch eine Kurzgschichte aus „Steam Noir“ in der eine Dame auf der Suche nach der Ursache für ein paar unerklärliche Phänomene in einem kleinen Dorf ist…
FAZIT:
Wie schon bereits auf meinem Blog vorgestellt ist The Walking Dead einfach eine faszinierende Comicreihe die sich relativ einfacher Mittel bedient um dennoch zu faszinieren. In einem postapokalyptischen Endzeitdrama geht es nicht hauptsächlich um die Zombies, sondern eher um das zwischenmenschliche Miteinander und das allgemeine Überleben in dieser rauhen und lebensfeindlichen Umwelt.
Zeichnerisch wird sehr gute Qualität geboten. Zwar wird auf Farben gänzlich verzichtet, aber dies verleiht der Geschichte noch weitaus mehr Charme und unterstreicht das eigentliche Konzept weniger auf brutalen Horror, Gore und Splatter zu setzen, und dies mit möglichst viel rotem Blut und Gedärmen zu untermalen und stattdessen den Blick auf das Wesentliche zu lenken.
The Walking Dead erhält eine uneingeschränkte Leseempfehlung, ausser man kann mit Zombies nun so wirklich überhaupt nichts anfangen.
Steam Noir hingegen ist da weitaus weniger uneingeschränk zu empfehlen. Zwar sind Story und Zeichnungen nicht schlecht, aber irgendwie fehlt dem Ganzen das gewisse Etwas, das einen dazu bringen würde die Reihe unbedingt weiterverfolgen zu wollen.

Blue Evolution Volume 3 (Gratis Comic Tag 2012)

Als Malik durch eine Unfall seine Freundin Sahra verliert scheint erstmal alles vorbei zu sein. Zwar hat er überlebt, aber sein Leben scheint sinnlos geworden zu sein. Doch auf der Trauerfeier lernt Malik Diko kennen. Diko ist Sahras Cousine und die beiden helfen sich gegenseitig über die Trauerzeit hinweg. Schnell entwickelt sich mehr als nur Freundschaft und die beiden verlieben sich.
Doch lange dauert dieses Glück nicht an. Eine seltsame Macht greift in das gemeinsame Leben der beiden ein und säht Zwietracht nur damit Mailk seiner Bestimmung nachkommt die Zwillingswelt der Erde, DO-NAHRLOGIMOPPIG-FYL, vor dem nahenden Unheil zu retten…
FAZIT:
Anfangs scheint das Ganze noch wie eine tragische Liebesgeschichte und entwickelt sich dann aber zu einer fast typischen Fantasystory. Leider werde ich mit diesem Wechsel nicht wirklich warm. Die Geschichte ist sehr sprunghaft erzählt und wirkt auf mich auch sehr wirr. Eventuell mag es daran liegen, dass ich die Vorgeschichte auf die regelmäßig verwiesen wird nicht kenne. In diesem Fall ist die Wahl als Gratis Comic Tag-Beitrag, und somit als Anheizer, leider gründlich misslungen.
Einzig die Zeichnungen wissen zu überzeugen, wenngleich auch es manchmal etwas schwierig ist die Charaktere wieder zuerkennen, da die Proportionen sich sehr oft verschieben und dadurch eine fast schon skurrile Komik entsteht. Als kleine Entschädigung gibt es aber auch immer wieder Panels und Seiten die einfach nur atemberaubend schön sind.
Unterm Strich bleibt leider nur ein schön anzusehendes Heft, dessen tieferer Inhalt mir leider verborgen geblieben ist.

Und auch heute danke ich wieder meinem Stammcomicshop Comic Attack in Erfurt für die Bereitstellung der vorgestellten Exemplare.

The Walking Dead #2: Ein langer Weg [Cross Cult, Juni 2006]

Heute gibt es den zweiten Band von Images/Cross Cults Zombie-Überlebensdrama. Und auch dieses mal passiert wieder einiges…

The Walking Dead #2: Ein langer Weg

Shane ist tot und die Stimmung in der Gruppe ist zwiegespalten. Doch die Stimmung ist nicht das einzige Problem. Die Nahrung geht aus und das Camp ist nun auch nicht mehr sicher, nachdem sich die ersten Zombies dorthin „verlaufen“ haben. Also bleibt Rick und den anderen nichts anderes übrig als das Wohnmobil fertig zu machen und sich gemeinsam auf die Suche nach einem neuen Platz zu machen. Doch unterwegs gibt es auch andere Gefahren als nur die Zombies. Viele Strassen sind von Autowracks versperrt, und als die Männer der Gruppe gerade einmal wieder den Weg freiräumen müssen erhalten sie Besuch…
Aber ausser einem riesengroßen Schreck passiert der Gruppe nicht viel. Den die Besucher entpuppen sich als eine kleine Gruppe Überlebender die ebenfalls eine neue Zuflucht sucht. Rick freundet sich sehr schnell mit Tyreese an. Nur Lori findet es nicht so gut noch ein paar Menschen mehr mit sich herumschleppen zu müssen. Aber den wahren Grund für ihren Missmut äussert sie Rick gegenüber erst später, als sie ihm gesteht schwanger zu sein. Es dauert auch nicht lange bis eine neue offenbar verlassene Wohnsiedlung der neue Unterschlupf der Flüchtlinge wird. Was jedoch keiner ahnt ist das diese Siedlung deshalb verlassen ist, weil sie von Zombies bevölkert wird. Als die Gruppe dies entdeckt ist es fast schon zu spät und Allens Frau Donna wird ein Opfer dieses Angriffs. Schneller als gedacht ist der Rest der Gruppe aus dieser Todeshölle entkommen, jedoch haben sie keinerlei Verpflegung mehr mitnehmen können, so das sie kurze Zeit später wieder beginnen müssen zu jagen, damit sie überleben können.
Ein Waldgrundstück soll die Chance bieten mit gejagtem Wild das Überleben zu sichern. Rick und sein Sohn Carl, sowie Tyreese machen sich auf die Suche und schneller als erwartet kommt es zum Schusswaffengebrauch. Doch ist kein Tier das Opfer dieses Angriffs, sondern Ricks Sohn Carl, der versehentlich von einem anderen Überlebenden auf der Jagd angeschossen wird. Während Tyreese zu den anderen zurückeilt, ist Rick mit dem Schützen und seinem verletzten Sohn auf dem Weg zu einer Farm, wo jemand leben soll, der seinen Sohn vielleicht noch retten kann…
FAZIT:
Auch der zweite Band dieses Dramas weiß wieder vollends zu überzeugen. Nicht nur das Geheimnisse ans Licht kommen, die noch einiges an Problemen mit sich bringt und das sogar auf lange Sicht. Auch die Verluste die einige der Flüchtlinge hinnehmen müssen werden immer dramatischer. Anfangs sind es noch Freunde die sterben, später dann schon die Ehefrauen und Mütter und sogar die Kinder könnten bald das Ziel der Autoren werden. Diese Ungewissheit die die Gruppe erlebt überträgt sich auch direkt auf den Leser, und dies auch durch die gelungenen Zeichnungen von Charles Adlard, der ab sofort den Zeichenstift von Tony Moore überreicht bekommt. Anfangs noch ein wenig ungewohnt stellt sich sehr schnell die passende Stimmung ein. Doch neben all dem Drama welches Robert Kirkman, Charles Adlard und Cliff Rathburn hier präsentieren gibt es auch erfreuliches. Neue Liebe zum Beispiel. Auch durch solche Ereignisse kann man die Gruppe dezimieren. Es muss nicht immer der Tod sein.
Und in genau solchen Momenten schwingt auch immer etwas Hoffnung mit die für die Zukunft der Flüchtlingsgruppe ein Ziel darstellt. Immerhin gilt es noch immer einen Ort zu finden an dem sich die Gruppe niederlassen kann und sicher ist vor den Angriffen der Zombies.

„The Walking Dead #2: Ein langer Weg“ bei Cross Cult kaufen
„The Walking Dead #2: Ein langer Weg“ bei Amazon kaufen

The Walking Dead #1: Gute alte Zeit [CrossCult, Januar 2006]

Es gibt Comicserien die ziehen einen sofort in den Bann und dann gibt es Serien die jahrelang an einem vorbeiziehen. Bei mir ist dies mit The Walking Dead so passiert. Zwar habe ich die Serie schon ab Band 1 wahrgenommen, aber immer irgendwie verschoben. „Kann man ja später mal antesten.“ oder „Vielleicht beim nächsten Mal.“ waren dabei solche Gedanken. Wenn man dann aber auch noch wie in meinem Fall keinen Comicshop mehr im Wohnort hat und der nächste erst in der nächsten Großstadt anzufinden ist, dann hat man auch nur selten die Möglichkeit in so etwas hineinzuschnuppern und durchzublättern.
Lange Rede kurzer Sinn. Nachdem ich nun im Paniniforum durch die Rezensionen von anderen Lesern angestachelt war, habe ich mir durch einen User dort gleich die ersten 5 Bände zu einem guten Preis erstanden.

Und was ist das Ergebnis?

Ich bin begeistert. Darum hier nun meine Erfahrungen und mein Ergebnis zum ersten Band dieser wirklich aussergewöhnlichen Reihe:


The Walking Dead #1: Gute alte Zeit

Officer Rick Grimes wird bei einem Einsatz angeschossen und schwer verletzt. Wochen später erwacht er im Krankenhaus und findet sich zuerst ganz alleine in den verlassenen Fluren wieder. Kein Arzt, keine Krankenschwester, keine anderen Patienten. Niemand. Erst als er sich ein wenig durch das Krankenhaus manövriert findet er Leichen. Doch etwas stimmt mit diesen Leichen nicht. Sie sind seltsam ausgemergelt und einige davon bewegen sich noch. Sie sind nicht tot, sondern leben. Oder es sind einfach lebende Tote. ZOMBIES!
Schnelle flüchtet Rick aus dem Krankenhaus um nach Hause zu kommen und nach seiner Familie zu sehen. Dort angekommen findet er aber nur ein leeres Haus vor. Verzweifelt setzt er sich auf den Bordstein vor seinem Haus, als ihn ein kleiner Junge mit einer Schaufel bewusstlos schlägt. Der Junge gehört zu Morgan Jones, der sich im Nachbarhaus einquartiert hat. Zusammen begeben sie die beiden nach ein paar Tagen ins Polizeiquartier um sich dort mit Waffen und Fahrzeugen einzudecken, bevor sich deren Wege wieder trennen und Rick sich auf den Weg nach Atlanta macht, weil im Morgan sagte, das in Atlanta eine Sicherheitszone eingerichtet worden wäre.
Doch in Atlanta angekommen muss Rick feststellen, das die Stadt von Zombies übervölkert ist und offenbar niemand mehr dort lebt. In einem unbeachteten Moment wird Rick von den Zombies angegriffen und nur mit Hilfe eines jungen Mannes gerettet, der Rick ausserhalb von Atlanta in ein Camp bringt, in dem er Personen wiederfindet, die er fast schon abgeschrieben hatte…
FAZIT:
The Walking Dead beginnt wie eine typische Zombieserie, entwickelt sich dann aber mehr in ein Drama als in eine Horrorgeschichte. Diese Gratwanderung gelingt bisher ganz gut, und dies liegt unter anderem auch an den gelungen und stimmungsvollen Zeichnungen und der Wahl als Schwarz/Weiß-Comic anstatt Farbe. Die „fehlende“ Farbe erweist sich sogar als sehr hilfreich um selber in die Geschichte einzutauchen und sich von der Stimmung gefangen nehmen zu lassen.
Auch sehr gelungen finde ich persönlich die Tatsache das die Zombies weniger als Schockmomente dienen, als vielmehr als gesamte und immerwährende Bedrohung die jederzeit präsent ist und zuschlagen könnte. Dadurch baut sich eine besonders dramatische, fast thrillerartige Spannung auf, in die die Zwischenmenschlichen Geschicke erfolgreich verknüpft werden.
Neue Freundschaften werden geknüpft, alte Liebe wiederentdeckt und frühere Freunde können plötzlich die ärgsten Feinde werden.
The Walking Dead bietet einfach alles was eine erfolgreiche und spannende Comicserie haben muss, und ist daher eine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung für alle die gerne mal abseits des typischen Superheldenmainstreams etwas konstant Gutes finden möchten.

CrossCult veröffentlicht die Serie hier in Deutschland nicht im üblichen Heft oder Tradeformat, sondern greift dafür lieber auf das verlagstypische Hardcover-Kleinformat von 21,4 x 14,4 x 1,8 cm zurück. Darin werden die US-Sammeltrades veröffentlicht und auch wenn man dies anfangs denken mag, so wirkt sich die Verkleinerung der Seiten nicht negativ aus und die Seiten, deren „Kolorierung“ (wenn man denn überhaupt davon sprechen kann bei diversen Grautönen) als auch der Seitenaufbau und die Panelaufteilung funktionieren immer noch perfekt.
Des weiteren gewinnt die Serie dadurch auch an einer „äusseren“ Aufwertung durch die edle Aufmachung mit reichlich Bonusmaterial und Hintergrundinformationen. Als kleiner Gag ergibt sich beim aneinanderreihen der Cover der Bände ein fortlaufendes Motiv, aber dies nur als kleines unnützes Wissen am Rande.

„The Walking Dead #1 – Gute alte Zeit“ bei Amazon kaufen
„The Walking Dead #1 – Gute alte Zeit“ bei CrossCult kaufen