Ma-Co-Re-Mix (Vol. 70) [Rocket Raccoon Nr. 3 & The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 5]

Wie ihr seht, versuche ich mein Versprechen zu halten und regelmäßig wieder ein paar Reviews hier auf dem Blog zu veröffentlichen. Natürlich bedeutet das eine Menge Arbeit und ich weiß auch, dass ich bei Weitem nicht so gut bin, wie andere Blogger, oder so erfolgreich, aber dafür fehlt mir auch einfach die Zeit und mein Blog soll eben vorrangig ein Hobby und etwas Persönliches sein. Ich verdiene hiermit kein Geld und auch sonst fliege ich eher unter dem Radar der Verlage und Leser. Aber das macht nichts. So werden wenigstens kleinere Fehler auch nicht so dramatisch aufgebauscht und ich kann hier mein Ding machen und auch experimentieren. So ähnlich geht es eigentlich auch Rocket Raccoon, der heute das Finale seiner ersten deutschen Sonderbandserie erlebt, nur um mal wieder den Bogen zurückzuschlagen zum eigentlichen heutigen Thema …

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 69) [Rocket Raccoon Nr. 2 & The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 4]

Nach einer Woche Pause, in der es das Asterix Review Special gab, geht es im heutigen Review mit dem zweiten Rocket Raccon Band und der vierten Ausgabe der The Stand-Comicadaption weiter. Langsam aber sicher schaffe ich es dann doch, meinen Lesestapel etwas zu verkleinern. Vielleicht bin ich ja auch irgendwann so aktuell, dass ich mit Re-Reads beginnen kann, von Ausgaben, die ich vor meiner Blogzeit gelesen habe. Aber das steht noch in den Sternen, wie so vieles andere auch …

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 68) [Rocket Raccoon Nr. 1 & Stephen Kings – The Stand Nr. 3]

Korrekterweise wäre heute das neueste Asterix Review Special an der Reihe. Doch um das zu komplettieren, benötige ich noch etwas, das hoffentlich noch diese Woche bei mir eintrifft. Daher werde ich das Review um eine Woche verschieben. Aber wenn alles klappt, geht es am nächsten Sonntag ganz gewohnt online. Doch nun zum heutigen Ausweichreview. Wie bereits im letzten Ma-Co-Re-Mix angegeben gibt es heute die erste Ausgabe der Rocket Raccoon-Sonderbandserie, sowie den dritten Band von Stephen Kings – The Stand-Adaption. Das werde ich dann auch die nächsten vier Wochen versuchen fortzuführen, damit ich meinen Lesestapel langsam aber sicher abbauen kann.

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Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 2: Ein amerikanischer Albtraum [Panini, Oktober 2012]

Der erste Band liegt ja schon eine Weile zurück, aber der Zweite wird deshalb nicht ausgelassen oder heimlich verschwiegen. Was lange währt, wird somit endlich gut …
… hoffe ich zumindest. 😉

Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 2:
Ein amerikanischer Albtraum

Stu Redman ist endlich wieder frei.

Stu Redman ist endlich wieder frei.

Die ganze Welt liegt in Trümmern. Captain Trips hat einen Großteil der Menschheit ausgelöscht. Nick Andros entlässt den letzten Überlebenden der Schlägerbande, welche ihn übel zugerichtet hatten, aus dessen Zelle. Zwei weitere, der Schlägergruppe, haben die Supergrippe nicht überlebt. Frances Goldsmith muss ihren Vater bestatten und Harold Lauder, der heimlich in Frances verliebt ist, will seine Heimatstadt verlassen. Zusammen machen sie sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft. Ebenfalls ungewiss ist auch, wie es mit Larry Underwood weitergeht. Obwohl er es schafft, zusammen mit Rita Blakemoore New York zu verlassen, ist Larry wenig später wieder alleine. Rita hat zwar den beschwerlichen Marsch durch den Lincoln Tunnel überstanden, erstickt dann aber in der Nacht an ihrem Erbrochenen. Alle diese Schicksale sind nicht nur durch die Epidemie miteinander verbunden, sondern auch durch den mysteriösen Randall Flagg. Der rekrutiert als Erstes Lloyd Henreid aus dem Hochsicherheitstrakt, wo er als einziger überlebt hat. Und auch Stu Redman, der als Erster mit Captain Trips an Bill Hapscombs Texaco Tankstelle in Berührung kam, schafft es, aus dem Seuchenzentrum in Vermont zu entkommen, wo er als eine Art Versuchskaninchen festgehalten wurde.

Larry Underwood erkennt die Tragweite der Epidemie.

Larry Underwood erkennt die Tragweite der Epidemie.

Roberto Aguirre-Sacasa schafft es erneut, die Vorlage von Stephen King spannend zu adaptieren. Dabei stellt er, wie auch King, die Einzelschicksale verschiedener Personen in den Vordergrund, welche die Geschichte tragen sollen. Ob nun der taubstumme Nick Andros, der, obwohl ihn fast die gesamte Welt in den Arsch tritt, sich nicht unterkriegen lässt, oder der selbstsüchtige Larry Underwood, der alles tut, um zu überleben. Sacasa schafft es ausgezeichnet, die vielschichtigen Figuren ohne Verlust in den Comic zu übernehmen. Und das, obwohl die ausführlichen Charakterbeschreibungen aus der Vorlage so nicht in der Adaption existieren. Auch der regelmäßige Wechsel zwischen den Protagonisten ist gelungen, sodass es dennoch leicht fällt, den Geschehnissen zu folgen.

Harold Lauder und Frances Goldsmith machen sich auf den Weg.

Harold Lauder und Frances Goldsmith machen sich auf den Weg.

Die Zeichnungen stammen erneut von Mike Perkins, der von der Koloristin Laura Martin unterstützt wird. Seine eindringlichen Bilder vermitteln gekonnt die postapokalyptische Atmosphäre, welche aus Stephen Kings Vorlage bekannt ist. Genaugenommen schafft es Perkins sogar so weit, dass seine Bilder genau dem entsprechen, was ich mir immer vor meinem geistigen Auge vorgestellt habe. Zwar nicht immer so detailliert grausam und ekelerregend, aber die Stimmung wurde perfekt getroffen. Zusammen mit den Farben von Laura Martin ergibt sich ein Gefühl, welches von der Wut, über die Angst, zur Furcht bis schlussendlich zur Hoffnung schwingt und dies alleine durch die Farbgebung bewerkstelligt.

Donald Elbert lebt endlich seine Neigung zum Feuer unkontrolliert aus.

Donald Elbert lebt endlich seine Neigung zum Feuer unkontrolliert aus.

FAZIT:

Das letzte Gefecht geht spannend weiter. Der amerikanische Albtraum breitet sich über die ganze Welt aus, und die Hoffnung ist das Einzige, was den Menschen geblieben ist. Sacasa und Perkins adaptierten Kings Geschichte sehr gelungen und ohne Verluste in das Medium Comic. Sehr schnell schafft man, Zuneigungen oder Abneigungen zu gewissen Personen aufzubauen. Mit Einigen leidet man mit und Andere möchte man auf der Stelle umbringen. Unschlüssig ist noch immer die Figur des Randall Flagg. Denn seine Motivation liegt noch immer im Dunkeln, wenngleich eine grobe Richtung zu erkennen ist. Das Zusatzmaterial in Form von Covermotiven und Skizzen ist schön anzusehen, aber insgesamt zu knapp. Die kurzen Erklärungen und Bilder zur detailgenauen Umsetzung der Stadt New York hätten gerne etwas umfangreicher ausfallen können. Wenn man aber von diesem sehr kleinen Manko absieht, erwartet den Leser spannende Unterhaltung.

Nick Andros genießt trotz des Chaos den trügerischen, friedvollen Abend.

Nick Andros genießt trotz des Chaos den trügerischen, friedvollen Abend.

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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2010-2013 Marvel & Subs. / Panini

Stephen Kings – The Stand #1: Captain Trips [Panini, März 2010]

In meinem heutigen Artikel widme ich mich dem ersten Band der Comicadaption von Stephen Kings – The Stand. Mit Captain Trips legt beginnt das Grauen…

The Stand – Das letzte Gefecht #1: Captain Trips

Das Schicksal der gesamten Menschheit beginnt als ein junger Familienvater zusammen mit seiner Frau und seinem Baby vor einer unbekannten Bedrohung flüchtet. Auch das er offenbar erkältet zu sein scheint, bringt ihn nicht von seinem Vorhaben ab durch halb Amerika zu reisen. Schließlich rast er in die Tankstelle von Bill Hapscomb, doch für seine Frau und sein Baby kommt jede Hilfe zu spät. Stattdessen setzt er unbewusst etwas frei was sich bald „Captain Trips“ nennt. Eine Krankheit oder auch Seuche die fast jeden Menschen tötet der sich mit ihr infiziert.

Ein kleiner Unfall setzt das Massensterben in Gang...

Ein kleiner Unfall setzt das Massensterben in Gang...

Doch es gibt offenbar auch Menschen die immun zu sein scheinen. Aber auch diese haben ein Schicksal welches fast noch schlimmer als der Tod ist. Dies muss zumindest Stu Redman erkennen, der ebenfalls an Hapscombs Texaco Tankstelle war als jener unbekannte seine tödliche Fracht freigesetzt hat.

Bei Mama ist es doch immer noch am schönsten. Auch wenn man ein erfolgreicher Musiker ist...

Derweil findet der gerade erfolgreich gewordene Larry Underwood seinen Weg nach Hause zurück. Vor wenigen Monaten hat er erst geschafft was sich viele wünschen. Er landete einen amerikaweiten Hit und wurde binnen kürzester Zeit zum Superstar. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten und so sieht er die einzige Möglichkeit des Rückzuges in der Rückkehr zu seiner Mutter, die immer eine Konstante in seinem Leben darstellte als er noch der junge Mann von nebenan war.

Ein Mensch der einem Halt gibt bei allem was einem das Leben entgegenbietet...

Auch die junge Frannie Goldsmith die vor kurzem erst von ihrem Freund schwanger wurde sucht das heimische Nest wieder auf. Doch ihre Mutter ist alles andere als erfreut. Einzig ihr Vater steht seiner Tochter bei, hat aber leider nicht viel in dieser Partnerschaft zu sagen. So schafft si es zwar ihrem Vater direkt und unverfänglich ihre Situation zu schildern, doch bei ihrer Mutter fehlt ihr der Mut.

Auch in seinen Träumen erlebt der taubstumme Nick Andros den Horror der ihm bevorsteht...

Zwischenzeitlich muss sich unterdessen auf der Route 27 der taubstumme Nick Andros um sein Leben kämpfen als er von einer Gruppe Rowdys angegriffen wird. Er weiß sich zwar tapfer zu wehren, aber muss sich letztendlich dennoch geschlagen geben und wacht erst am nächsten Tag im örtlichen Gefängnis wieder auf, wo er sich dem Sheriff gegenüber zu erklären versucht.

Der Mann der unter vielen Namen bekannt ist. In diesem Fall...
...Randall Flagg.

Immer weiter greift das Chaos und der Tod um sich und ruft einen unbekannten aber dafür sehr gefährlichen und mysteriösen Mann auf den Plan der unter vielen Namen bekannt ist, aber in diesem Fall nennt er sich einfach nur Randall Flagg…
FAZIT:
Der erste Band der Umsetzung von Stephen Kings „The Stand“ bringt alles mit was auch schon das große und umfassende Vorbild auszeichnete. Bis ins Detail ausgefeilte Charaktere die binnen kürzester Zeit eine emotionale Bindung zum Leser aufbauen, eine nervenzerfetzende Spannung und dramatische Ereignisse die einen nicht mehr loslassen wollen. Roberto Aguirre-Sacasa schafft es den Roman gekonnt zu adaptieren ohne das Langeweile aufkommen könnte oder aber wichtige Details verloren gehen. Unterstützt wird er dabei vom Zeichner Mike Perkins, der die Dramatik und den Horror gekonnt in Szene zu setzen weiß und sich nicht davor scheut all den Ekel und die Gewalt in schonungslosen Bildern zu zeigen, ohne dabei in allzu bekannte Nischen und Probleme abzudriften. Die Zeichnungen wirken immer als wäre es nur ein Abbild des realen Lebens und nicht als wäre es die kranke Fantasie eines Verrückten. Auch die Farbgebung von Laura Martin trägt ihren Teil dazu bei. Es wechselt von fröhlichem und lebensbejahendem hellen grün, gelb und blau zu melancholischen gedeckten braun, grau und dunkelrot.
Ein Punkt der ebenfalls ganz bewusst und massiv auffällt ist das Spiel mit schwarzen und weißen Panelumrandungen. Je nach Situation und Storywendung werden hier auch ausserhalb der Bilder Emotionen vermittelt, die man als Leser so direkt aber überhaupt nicht realisiert. Erst im Nachhinein merkt man das die vergangenen Seiten einen besonders erfreut hat oder emotional mitgenommen haben, und erst dann fällt einem der Wechsel der Panelumrandung wirklich auf.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser erste Band ein gelungener Start für Stephen Kings – The Stand ist und schon Lust auf mehr macht. Selbst wenn man, wie ich als King-Fan sowieso, das Vorbild schon kenne, sowohl den Roman als auch die filmische Umsetzung, so werden einem dennoch neue Blickwinkel und Einzelheiten präsentiert, die man so vielleicht noch überhaupt nicht kennt oder aber bisher nicht wahrgenommen hat. King-Fans sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren und alle anderen die dramatischen Psycho-Endzeithorror nicht abgeneigt sind, werden auch bestens bedient.

Hardcoverausgabe

Limitiertes Hardcover inkl. Druck

„The Stand #1: Captain Trips“ erschien im März 2010 bei Panini in drei verschiedenen Versionen. Die günstigste Variante war das Softcover für 16,95€ welches auch noch immer von Verlagsseiten lieferbar ist. Die nächste Version war das Hardcover für 24,95€. Diese Ausgabe ist genau wie das limitierte Hardcover mit beigefügtem Druck für 34,95€ aber bereits Verlagsvergriffen. Die beiden Hardcover sind leider nur noch über Comicmarktplätze, Ebay oder Amazon zu beziehen.

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