Spider-Man & The Avengers (48) [Spider-Man Nr. 33 bis Spider-Man Nr. 35]

Diesmal ist das „Spider-Man & Die Avengers“-Review ein wenig umfangreicher, was daran liegt, dass ich drei der regulären Monatshefte in diese „Ausgabe“ gepackt habe, da es sonst nicht ganz aufgeht. Im nächsten „Spider-Man & Die Avengers“-Review gibt es dann die letzte Ausgabe der Spider-Man-Heftserie sowie das Paperback mit der „Secret Wars: Civil War“-Miniserie, die damals in der Avengers-Heftserie abgedruckt wurde, die ich aber aus meinem Abo gekickt hatte …

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Spider-Man & The Avengers (47) [Spider-Man Nr. 32 & Secret Wars-Sonderband Nr. 1]

Das heutige Review präsentiert neben dem ersten Tie-In innerhalb der Spider-Man Heftserie, welches Bezug auf Dan Slotts „Spider-Island“-Storybogen nimmt, auch den ersten Secret Wars-Sonderband, der das erst kürzlich zurückliegende Spider-Verse-Event als Grundlage hat. Weiter geht es dann nächsten Freitag im Ma-Co-Re-Mix mit der dritten Secret Wars-Ausgabe der Hauptserie und dem Einzelband „Ultimate End“ …

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Spider-Island Reviewserie (10): Spider-Man Nr. 103 [Panini, November 2012]

Mit der heutigen Review endet Spider-Island. Ein Event das für Spider-Man und auch einen seiner Mitstreiter massive Veränderungen mit sich bringt.

Spider-Man  Nr. 103

Endlich hat auch MJ die Spinnenfähigkeiten und kann Seite an Seite mit ihrem Ex-Mann durch die Stadt schwingen. Das einzige Problem an der Sache ist nur, das da noch eine ganze Menge an ekelhaften Spinnenmutanten ist, die von einer noch ekelhafteren und vor allem riesengroßen Spinnenqueen angeführt wird. Das bringt auch die gesamte Heldenriege von Marvel aus dem Gleichgewicht. Auch deshalb, weil einige der Epidemie zum Opfer gefallen sind. Doch dann findet ausgerechnet derjenige, der die geringsten Chancen hat, weil er eben nur einer von vielen ist, die Lösung für das gesamte Problem. Aber reicht es auch um die Spinnenkönigin endlich zu bezwingen, und wie soll es danach weitergehen …?

Peter Parker und Spider-Man? Wie geht das? ;)

Peter Parker und Spider-Man? Wie geht das? 😉

Zum Finale trumpft Dan Slott noch einmal so richtig auf. Volle Action, emotionsgeladene Dramatik. Nur die Spannung bleibt ein wenig auf der Strecke, da man als nicht vollkommen verblödeter Leser schon nach knapp 10 Seiten weiß, wohin die Reise geht. Aber das ist nicht schlimm, denn Slott macht den Weg zum Ziel und nicht das große Finale. Dafür zieht er einige Register, modifiziert Geschehnisse, die noch aus der Zeit des Brand New Day und One More Day übrig sind, und schafft nicht nur eine neue mögliche Zukunft für Peter Parker, sondern gleich eine ganze Hand voll. Und was besonders gefällt, ist, dass Slott keinerlei ausgelutschte Klischees bedient. Kein Held muss einen tragischen Tod sterben, aber Verluste gibt es dennoch, und diese sind durchaus lesenswert.

Pete und MJ wieder vereint?

Pete und MJ wieder vereint?

Um Spider-Island auch grafisch zu einem würdigen Ende zu bringen, hat sich Humberto Ramos ebenfalls noch einmal mächtig ins Zeug gelegt. Die erste Hälfte des Heftes mit all der Action und dem Chaos darf Ramos noch einmal bebildern, während der zweite Teil, das Aufräumen und Nachwehen, auf das Konto von Stefano Caselli geht. Und Casellis Zeichnungen sehen wieder wunderschön aus. Vor allem hat er die Möglichkeit so viele nackte Menschen auf einem Haufen zu zeichnen wie sonst nirgendwo außerhalb eines Erotikcomics. Ganz besonders gefällt mir hier auch wieder einmal die Darstellung von Spideys Kostüm in der Interpretation von Caselli. Denn während dieses bei anderen Zeichnern einfach nur so aussieht, als hätten man den Körper von Peter Parker bunt angemalt, wirft es bei Caselli Falten. Nicht etwa weil es zu groß wäre und schlabbert, sondern weil es anatomisch gewisse Körperstellen gibt, an denen auch ein hautenges Kostüm nicht perfekt anliegt, wie zum Beispiel am Hals und im Nacken.

Nach der Rückverwandlung sind manche mehr und manche weniger bekleidet...

Nach der Rückverwandlung sind Manche mehr und Manche weniger bekleidet…

FAZIT:

Das Finale von Spider-Island ist genau das was ich mir erhofft habe. Es ist dramatisch, erzählerisch und grafisch überwältigend und es zeigt neue Wege für die Zukunft von Peter und ein paar alten Bekannten auf. Slott schafft eine neue Richtung für Spider-Mans Zukunft, ohne einen neuen Status Quo zu setzen. Klar gibt es einige Änderungen, auch Dinge die mir persönlich sehr leid tun, aber dadurch ergeben sich wieder neue und hoffentlich spannende Möglichkeiten für Spider-Mans nächste Abenteuer.
Wer ein Event sucht, das nicht nur kurzweilig ist, sondern auch mit Anspielungen aus der Vergangenheit aufwarten kann, und von den ganzen Großevents der letzten Jahre nur noch genervt ist, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen.

Endlich geschafft und die Stadt bedankt sich.

Endlich geschafft und die Stadt bedankt sich.

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Spider-Island Reviewserie (9): Spider-Man: Spider- Island Sonderband [Panini, Oktober 2012]

Weiter geht es mit Spider-Island mit dem Sonderband zum Event. Das Finale steht vor der Tür und deshalb haben ein paar besondere Miniserien und Oneshots die Chance sich hervorzuheben …

Spider-Man: Spider- Island Sonderband

Spider-Island ist die Insel der Spinnen. Also ist es nicht weiter verwunderlich, wenn ausgerechnet Spider-Woman von Reed losgeschickt wird, um Alicia Masters zu Horizon zu eskortieren. Denn Mister Fantastic vermutet, dass Alicia wegen eines Vorfalles in London, wo sie zu einer Art Spinnenmonster mutierte, einen Immunstoff gegen diese Epidemie entwickelt haben könnte.
Ein ganz anderes Problem hat dagegen Spider-Girl. Denn diese hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, als sie sich gegen das Wespenvolk nur mit der Hilfe des Kingpin stellen kann und darf. Als ihr dann auch noch die neue Madame Web rät sich mit einem Feind zu verbünden, um Manhattan zu retten, ist die Sache für Anya klar. Aber ist die Lage wirklich so offensichtlich, wie es scheint?
Währenddessen bekommt ein kleines Gaunerpaar so richtig Ärger, als es bei einem Einbruch an einen ziemlich energischen Spider-Man gerät. Doch wie kann dieser so schnell am Ort des Geschehens sein?

Ben erkennt Spider-Woman nicht.

Ben erkennt Spider-Woman nicht.

Es ist wirklich schade, dass es sich bei diesem Sonderband um die einzige Publikation außerhalb der existierenden Comicserien handelt. Spider-Woman ist stark und dennoch innerlich zerrissen. Fred Van Lente präsentiert seine Heldin nicht triumphal und heldenhaft, sondern eher tragisch und ein wenig verbittert. Dennoch gibt Jessica niemals auf. Spider-Girl dagegen ist frech und frisch wie Peter in seinen Anfangsjahren, inklusive der dummen Sprüche. Für diese leider nur 3-teilige Miniserie rund um die junge Anya Sofia Corazon zeichnet sich Paul Tobin als Autor verantwortlich. Dieser bringt die junge Heldin auch gleich so richtig in Bedrängnis, indem sie nicht nur gegen die Feinde ihres Spinnenkultes kämpfen muss, sondern auch noch Entscheidungen treffen soll, für die sie eigentlich rein entwicklungstechnisch, noch nicht bereit scheint. Dennoch gelingt es Tobin, dies glaubwürdig zu inszenieren. Das letzte Abenteuer in diesem Band stammt aus der Feder von Joe Caramagna. Diese fällt leider weder positiv noch negativ großartig auf, und ist einfach nur witzig und kurzweilig. Mehr aber leider auch nicht.

Das Wespenvolk versucht Unschuldige einzuschüchtern.

Das Wespenvolk versucht Unschuldige einzuschüchtern.

Was die grafische Umsetzung betrifft, ist auch dieser Band, wie schon der Venom Sonderband zu diesem Event, wieder bunt gemischt. Während Spider-Woman von Giuseppe Camuncoli umgesetzt wird, der leider wieder in meinen Augen sehr unpassend von Klaus Janson geinkt wird, und somit viel Flair des dynamischen Italieners verloren geht, darf bei Spider-Girl Pepe Larraz an den Zeichenstift. Larraz durfte in seiner kurzen Laufbahn bei Marvel bereits Größen wie Captain America und auch Thor in Szene setzen und auch bei Spider-Girl macht er alles richtig. Egal ob die akrobatischen Kampfszenen, als auch die etwas ruhigeren Passagen in denen Anya mit ihrer Freundin unterwegs ist oder mit dem Kingpin Pläne schmiedet. Alles ergibt ein stimmiges Gesamtbild, das rundum gefällt, wenngleich sein Stil insgesamt aber auch zu auswechselbar ist.
Für die Abschlussgeschichte ist abermals Max Fiumara verantwortlich, der bereits die Spider-Island Story aus dem ersten Punisher Sonderband umgesetzt hat. Sein kantiger und etwas verschrobener Stil ist zwar unterhaltsam und passend zu Geschichte, aber insgesamt wirkt es hier doch etwas unrund, was vor allem an den Gesichtern der Protagonisten liegt. Denn obwohl nur die Gauner Masken in Form von Otto Octavius und der Black Cat tragen, wirken auch die restlichen Menschen, alles andere als menschlich.

Little Spider-Girl heizt den Gaunern ganz schön ein.

Little Spider-Girl heizt den Gaunern ganz schön ein.

FAZIT:

Dieser Band ist vor allem wegen der erzählerischen Tiefe und den gut ausgebauten Charakteren eine wirkliche Bereicherung. Beide Solistinnen, und das gefällt besonders, da sonst eher die Männer im Mittelpunkt stehen, überzeugen mit ihren glaubwürdigen Handlungen. Visuell bleibt die Ausgabe leider ein wenig auf der Strecke. Es sind zwar keine grafischen Totalausfälle, aber auch kein Highlight. Positiv fällt dafür wieder die redaktionelle Betreuung seitens Panini und insbesondere des betreffenden Mitarbeiters Christian Endres auf. Dieser gewährt mit kurzen Inhaltsangaben einen Einblick in die in Deutschland ausgefallen Spider-Island-Ausgaben. So erhält man auch als reiner Deutschleser wenigstens eine kleine Übersicht, über das, was einem sonst entgangen wäre.

Spider-Girl schwingt davon.

Spider-Girl schwingt davon.

„Spider-Man: Spider-Island Sonderband“ bei Panini Comics bestellen.
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Spider-Island Reviewserie (8): Spider-Man Nr. 102 [Panini, Oktober 2012]

Zwei Reviews meines neuen Kollegens haben Euch die letzten Tage unterhalten und heute geht es mit Spider-Island weiter. Langsam, aber sicher bewegen wir uns auf der Zielgeraden Richtung Finale …

Spider-Man Nr. 102

So langsam wird es für Peter Parker, alias Spider-Man, wirklich gefährlich in Manhattan. Denn nicht nur J. Jonah Jameson ist inzwischen in die heiße Phase der Mutation eingetreten, sondern auch Petes Freundin Carlie. Aber bei Horizon sind Reed Richards und Peters Chef Max Modell eifrig dabei, die Situation zu entschärfen. Und dabei kommt ihnen Eddie Brock, der Anti-Venom, sehr gelegen. Doch das ist nicht die einzige Hilfe aus Peters neuer Wirkungsstätte. Und die andere hat es, zumindest für Spider-Man, wirklich in sich …

Unterstützung von geheimnisvollen Kräften.

Unterstützung von geheimnisvollen Kräften.

Die Lage spitzt sich zu und Slott schafft es perfekt, diese Angst umzusetzen. Das und die vielen kleinen Infos, welche an jeder Ecke lauern, sind ein Leckerbissen für echte Marvelianer. Aber die, welche mit diesem Story-Arc erst neu in die Welt des Netzschwingers eingetaucht sind, kommen sich nicht verloren vor, denn Slott schafft es, auch Neulesern den Einstieg wirklich leicht zu machen. Das und die ideale Mischung aus Spannung und Humor machen Spider-Island bisher zu einem der besten Events des Netzschwingers, der letzten Jahre.

Spider-Man im Team Up mit Spider-Jonah.

Spider-Man im Team Up mit Spider-Jonah.

Noch immer zieht Ramos eine Spur der Dynamik und des Chaos durch Manhattan mit seinen grandiosen Zeichnungen. Besonders jetzt, wenn die Mutationen einsetzen, passt sein Stil, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ebenfalls ein echter Hingucker ist Mary Jane. Nur wenige Künstler schaffen es Peters ehemalige Frau, sexy und dennoch natürlich in Szene zu setzen. Und so heiß wie bei Ramos, war MJ schon lange nicht mehr innerhalb eines Comics zu sehen. Klar gab es wirklich gelungene Covermotive, aber in den Heften selber war MJ leider nur Eine von Vielen.

MJ ab sofort mit Spinnenkräften.

MJ ab sofort mit Spinnenkräften.

FAZIT:

Nur noch ganze zwei deutsche Ausgaben und dann ist Spider-Island schon wieder beendet. Das ist wirklich Schade, wenn man die Menge an US-Material mit dem vergleicht, was schlussendlich auch in Deutschland zum Abdruck kommt. Klar kenne ich die Qualität der ausgelassenen Ausgaben leider nicht komplett, aber gerade die Kurzgeschichten aus Spider-Island: I Love New York City, wären eines Abdruckes auch jeden Fall würdig gewesen. Und dass es aus diesem Band auch leider nur die zwei schwächsten Storys nach Deutschland geschafft haben, nämlich im Punisher Band Nummer 1 und im Spider-Island Sonderband, der in der nächsten Review folgt, ist deshalb aus meiner Sicht um so bedauerlicher. Dies legt leider die Mutmaßung offen, dass es bei den ausgelassenen Storys der anderen Serien, genauso sein könnte. Aber vielleicht gibt es ja von Seiten Paninis noch eine Aussage dazu.

Alte Freunde und neue Abenteuer.

Alte Freunde und neue Abenteuer.

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Spider-Island Reviewserie (7): Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island [Panini, August 2012]

Viele Tage war es, abgesehen vom Simpsons-Gag und der JL8, ziemlich ruhig geworden auf Mueli77s Feine Welt. Aber heute geht es mit der Spider-Island Reviewserie wieder weiter. Und morgen kann ich Euch dann eine Neuigkeit verkünden.

Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island

Die Auswirkungen der Epidemie machen auch vor den Rächern nicht halt. Zumindest die Rächer, welche von Natur aus nicht mit Superkräften gesegnet sind. Und so kommt es, dass nicht nur Lukes und Jessicas Tochter plötzlich durch das Kinderzimmer schwingt und Squirrel Girl in den Wahnsinn treibt, sondern auch Hawkeye hat so seine Probleme mit den neu erworbenen Fähigkeiten, mit denen er überhaupt nicht umzugehen weiß.
Anders ist es da mit Flash Thompson. Der weiß genau, was er tun muss. Aber das bedeutet nicht, dass es für ihn einfacher ist. Denn nachdem ein wütendes Spinnenmonster auf der Brooklyn Bridge ausrastet und von Venom in die Basis von Operation Wiedergeburt 2.0 gebracht wurde, verändert sich die Situation drastisch …

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Dieser Band steht ganz im Zeichen von Spider-Island. Deshalb gibt es auch nur drei reguläre Venom-Stories. Der Rest der Ausgabe wurde mit zwei relevanten Spider-Island Geschichten aufgefüllt, um so weitere Einblicke in das Event und der betroffenen Figuren zu präsentieren. Während der Avengers One Shot von Autor Chris Yost eher humorvoll herüberkommt und sich selbst nicht so wirklich ernst nimmt, ist die kurze Reise durch die Aufgaben der neuen Madame Web, für die Jim McCann verantwortlich zeichnet, schon wesentlich tiefgründiger und nachdenklicher.
Dem gegenüber schickt Rick Remender seinen Titelhelden wieder in actionreiche und kurzweilige Schlachten, lässt aber Flashs Privatleben nicht außen vor, sondern schafft es, dass dieses die ganze Zeit, wie ein Damoklesschwert über dem Helden hängt und so seine Handlungen maßgeblich beeinflusst.

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen ...

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen …

Wenn schon drei verschiedene Autoren und drei verschiedene Grundemotionen in einem Band vorkommen, dann ist es auch nur angemessen drei verschiedene Zeichner auf den Plan treten zu lassen, um die jeweiligen Geschichten passend umzusetzen. Da wäre zum einen Mike McKone, der das Abenteuer mit den Avengers und dem sehr genervten Hawkeye routiniert in Szene setzt. Die Bilder sind detailliert, wirken aber leider etwas statisch. Das geht eigentlich besser, wenngleich ich sagen muss, dass McKone Frogman sehr gut und humorvoll auf das Papier gebracht hat. Wiederum anders ist es mit den Zeichnungen der Kurzgeschichte rund um Julia Carpenter, die neue Madame Web. Hier war ein alter Bekannter aus Zeiten der Klonsaga am Werk. Patrick Scherberger hat Mitte der Neunziger Jahre die Abenteuer der New Warriors „verbrochen“ zu denen auch kurzzeitig der damals aktuelle Ben Reilly als Scarlet Spider gehörte. Schon damals war sein Zeichenstil sehr Imagehaft und austauschbar. Aber seit damals ist einiges an Zeit vergangen und Scherberger hat sich weiterentwickelt. Zum Glück zum Positiven, denn seine aktuellen Zeichnungen gefallen sehr wohl. Venom wurde diesmal nicht mehr von Tony Moore visualisiert, sondern von Tom Fowler, der bereits im letzten Band das letzte Abenteuer umsetzen durfte. Dies macht Fowler auch diesmal gewohnt souverän ohne sich irgendwelche Patzer zu leisten.

Die neue Madame Web.

Die neue Madame Web.

FAZIT:

Dass das Mega-Spider-Event um seinen besten Freund und zugleich ärgsten Widersacher keinen Bogen macht, war abzusehen. Wenn das Ganze dann auch noch so abwechslungsreich, spannend und humorvoll präsentiert wird, dann kann schon fast nichts mehr schiefgehen. Negativ ist einzig nur, dass durch die Veröffentlichung als eigener Seriensonderband, und daher nicht ganz chronologisch, einige Ereignisse vorweggenommen werden. Zwar könnte man hier nach jeder enthaltenen US-Ausgabe wechseln, aber wer macht sich schon diese Arbeit. Dennoch finde ich es sehr gut, dass Christian Endres, der redaktionelle Betreuer seitens Panini, eine genaue Auflistung der Lesereihenfolge nach US-Heften mitliefert. Das ist kein Standard und sollte daher auf jeden Fall lobend erwähnt werden. Grundsätzlich muss man die redaktionelle Betreuung von Panini loben. Denn was einem hier zusätzlich an Wissen mitgegeben wird, schürt schon ein wenig die Bindung zwischen Leser und Macher der Comics.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

„Venom Sonderband #2: Spider-Island“ bei Panini Comics bestellen.
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Spider-Island Reviewserie (6): Spider-Man (Vol. 2) #101 [Panini, August 2012]

Nach einer etwas kleineren Pause mit „Animal Man #1“ und „100% Marvel #62“ geht es heute mit der Spider-Island Reviewserie weiter …

Spider-Man (Vol. 2) #101

Als wenn es nicht schon genug wäre, das halb Manhattan plötzlich über Spinnenkräfte verfügt, nun wird Spidey auch noch von seinen Teamkollegen aus dem Ring geworfen. Dadurch, dass Spider-Man nun leider nur noch einer unter vielen ist, und die Rächer, den echten kaum von den Fälschungen unterscheiden können, muss der „Freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft“® seinen Dienst kurzzeitig quittieren. Doch Peter lässt sich nicht unterkriegen und tut nun so, als wäre er ebenfalls ein „Opfer“ der Epidemie geworden und erst seit Neuestem mit Spinnenkräften ausgestattet. So kann er immerhin die ehrbaren New Yorker motivieren, mit ihm in den Kampf gegen die Ganoven zu ziehen. In der Zwischenzeit findet Reed die Ursache für die Veränderungen und der Bürgermeister J. Jonah Jameson riegelt Manhattan vollständig ab. Auch Anti-Venom trägt seinen Teil zum Chaos bei. Er streift durch die Stadt und schafft es doch tatsächlich einige von der Plage zu heilen, aber ist gemessen an der Masse dennoch machtlos …

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Es überrascht kein bisschen, wie ein Großteil der New Yorker reagiert. Kaum jemand hat wohl nicht schon davon geträumt, Superkräfte zu besitzen. Jedes comiclesende Kind und jeder bilderheftchenverrückte Teenager hat sich irgendwann einmal insgeheim gewünscht mit solchen Fähigkeiten, wie Spider-Man sie besitzt, gesegnet zu sein. So ähnlich muss es wohl auch Slott gegangen sein. Denn diese Story wirkt ein wenig, wie die Verwirklichung eines Kindheitstraumes. Und diese Energie spürt man förmlich. Man merkt regelrecht, welch einen Spaß Slott gehabt haben muss, diese Geschichte zu schreiben. Plus die Tatsache, dass er offenbar ein großer Fan der Klonsaga zu sein scheint, denn das der Schakal und Kaine wieder auftauchen ist ein gelungener Schachzug, um an die Ereignisse gegen Ende der neunziger Jahre wieder anzuknüpfen.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Roll in diesem Drama.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Rolle in diesem Drama.

Für die grafische Umsetzung ist wieder einmal Humberto Ramos verantwortlich. Dieser spaltet wie kaum jemand anderes die Fangemeinde. Während ich persönlich ein großer Fan seines Manga-artigen und extrem dynamischen Zeichenstils bin, so gibt es aber genauso viele Fans wie Gegner. Denn gerade die Mangaanleihen sind nicht jedermanns Sache. Auch mit den Mimiken an Ramos ein kleines Problem. Denn diese schwanken nur von wütend zu gelangweilt und verschmitzt frechem Grinsen. Aber Trauer, Verzweiflung, Angst, Freude ohne ein Lächeln und andere feinfühlige Emotionen ist Ramos nicht in der Lage umzusetzen. Das gleiche Problem scheint Ramos auch mit der Anatomie zu haben. Die schmerzhaften aber coolen Posen sind fast schon ein Markenzeichen geworden. Wenn man von diesen Punkten absieht, sind Ramos Zeichnungen mit den Inks von Victor Olazaba und Carlos Cuevas und der Farbgebung von Edgar Delgado, sehr gelungen.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

FAZIT:

Es ist schon faszinierend, wie sich die Situationen rund um Spider-Man weiterentwickeln und vor allem, wie sich die Pläne des Schakals, der offenbar nicht alleine arbeitet, verwirklichen lassen. Auch das sich Jonah nun einer Entwicklung gegenübersieht, die für ihn kaum schlimmer sein könnte, ist sehr humorvoll umgesetzt. Schade ist allerdings, dass Peters Intelligenz hier keine so große Rolle spielt. Denn immerhin ist Peter, genau wie Reed, vom Intellekt nicht zu unterschätzen. Doch das ist ein Punkt den Slott, entweder ganz bewusst, oder versehentlich, außen vor lässt. Nichtsdestotrotz entwickelt sich Spider-Island hervorragend und macht von der ersten bis zur letzten Seite rundum gute Laune und sehr viel Spaß, wenn man denn mit dem Stil von Ramos warm wird.

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Schocker ist der Erste, der die zweite Phase der Mutation betritt.

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Spider-Island Reviewserie (5): Spider-Man (Vol.2) #100 [Panini, Juli 2012]

Mit der großen Jubiläumsausgabe starte endlich auch das neue Spinnen-Event, Spider-Island!!!

Spider-Man (Vol. 2) #100

Spider-Island beginnt mit einem Riesenknall. Aber nicht etwa weil fast ganz New York plötzlich mit Spinnenkräften ausgestattet ist, sondern weil es ausgerechnet Peter Parkers Freundin, Carlie Cooper, die forensische Ermittlerin erwischt. Und diese freut sich auch noch riesig darüber und präsentiert ihre neue Fähigkeiten ihrem Partner ganz stolz. Peter sieht das naturgemäß mit gemischten Gefühlen, allen voran, weil eine Stadt voller Spider-Men nur Ärger bedeuten kann. Denn es wurden ja nicht nur gute Bewohner von New York mit diesen Kräften ausgestattet, sondern auch so ziemlich jeder Kleinkriminelle. Daher ergibt es sich auch, dass kaum das die Fähigkeiten sich offenbaren, die Stadt im Chaos versinkt. Das ändert sich auch nicht, als die Rächer eintreffen und versehentlich auch auf den echten Spider-Man einschlagen …

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke ...

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke …

Genaugenommen hat es sich ja schon seit geraumer Zeit abgezeichnet. Der Schakal ist wieder da, und erneut beginnt er, seine Intrigen zu spinnen. Doch es gibt Rätsel im Hintergrund. Das, Wie, Warum und vor allem mit Wessen Hilfe hat, der Schakal all dies bewerkstelligt. Da hat sich Slott wieder eine ganze Menge einfallen lassen und verknüpft erneut Spider-Mans Vergangenheit mit der Gegenwart. Allen voran Peters Gedanken darüber, wie er seine Spinnenkräfte eventuell an Carly übertragen haben könnte, als er noch nicht wusste, dass ganz New York betroffen ist. Das sind ganz besondere Handkniffe von Slott und diese Art der Erzählung beherrscht er perfekt.
Aber nicht nur Slott darf zeigen, was er kann. Zusammen mit Christos Gage zeigt er, wie sich Phil Urich in seiner Rolle als neuer Hobgoblin weiterentwickelt und Fred van Lente blickt in den Hintergrund, und fördert nicht nur bekannte Gesichter zutage, sondern auch eine ganze Menge an Geheimnissen. Und dies macht er wie gewohnt, sehr gut und vor allem spannend.

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So bunt wie die Autorenriege ist auch das Zeichnerquartett. Die beiden Hauptstories werden hierbei von Stefano Caselli und Humberto Ramos getragen. Caselli hat einen sehr coolen, leicht Manga-artigen aber dennoch anatomisch korrekten dynamischen Zeichenstil. Dem ein wenig entgegen steht Ramos‘ Stil, der wesentlich energiegeladener, dafür aber anatomisch etwas problematischer ist. Da passiert es schon einmal, das die Protagonisten Posen einnehmen, die zu ernsthaften Körperschäden führen würden, dafür aber extrem stylisch aussehen. Wieder anders ist es mit den Bildern von Giuseppe Camuncoli. Seine Bilder sind von dominanten Outlines geprägt und die Details werden hauptsächlich durch die Koloration erzeugt. Minck Oosterveer, der leider viel zu früh verstarb, hat sich der Umsetzung des letzten Kapitels in dieser Ausgabe angenommen und zeigt den düstersten Stil in diesem 100 Seiten Jubiläumsheft. Die Zeichnungen wirken stellenweise fast wie aus einem Horrorcomic entnommen und unterstreichen die beklemmende Atmosphäre, welche Autor Van Lente hier erzeugt.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

FAZIT:

100 Ausgaben Spider-Man, 100 Seiten Spannung und der Start des neuen Spinnen-Mega-Events. Was will man als Spider-Man-Fan mehr. Vor allem wenn es sich Panini nicht nehmen lässt und von dieser Ausgabe auch noch einen ganzen Batzen an Comicshop-Variantcovern anfertigen lässt. Da hat man dann die Chance noch ein Heft zu ergattern, auf dem der eigene Comicshop, von Spidey gerettet wird. Doch schon alleine der Inhalt ist es wert, das Heft zu besitzen. Spannung, Action, Humor. Einfach alles ist vertreten und so vergehen die vielen Seiten fast wie in Sekunden. Nicht etwa weil kaum Inhalt vorhanden ist und nur schöne Bilder darin platz finden, sondern weil man von der ersten Seite in die Geschehnisse eintaucht und erst auf der letzten Seite wieder in die Wirklichkeit entlassen wird.
So kann es gerne mit Spider-Island weitergehen, vor allem dann, wenn sich weitere Geheimnisse rund um die Pläne des Schakal offenbaren und diese auch glaubwürdig präsentiert werden. Doch nach dieser Ausgabe sehe ich dem mit gutem Gefühl entgegen.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

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Spider-Island Reviewserie (4): Spider-Man (Vol.2) #99 [Panini, Juni 2012]

Heute ist es wieder an der Reihe, für die nächste Spider-Island Ausgabe, und wir nähern uns langsam aber sicher dem Ende des Prologs und dem Start der Hauptgeschichte …

Spider-Man (Vol.2) #99

Jeden ersten Freitag im Monat ist der Filmfreitag für Betty und ihren besten Freund Peter Parker. Doch seitdem Peter bei Horizon arbeitet, als Spider-Man für zwei Rächerteams und die Future Foundation unterwegs ist und selber noch sein Privatleben mit Carly hat, gibt es immer wieder Situationen, die diesen Filmfreitag gefährden. Als Peter wieder einmal absagen muss und auch Bettys Freund Eddie nicht vor Ort ist, geht Betty alleine ins Kino. Auf dem Heimweg wird sie das Opfer eines Überfalls und wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Sofort sind alle ihre Freunde zur Stelle. May und ihr Mann Jay. Glory, Mary Jane und auch Bettys Freund Eddie kommt kurzerhand zurück. Sogar Robbie und J. Jonah Jameson tauchen auf, nur Peter fehlt. Dieser ist unterwegs um Bettys Peiniger ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen …

Betty hat keine Chance ...

Betty hat keine Chance …

Neben der Hauptstory sind außerdem vier Kurzgeschichten enthalten, von denen sich zwei dem bevorstehenden Spider-Island-Event widmen. Zum einen wird auf die weitergehende Ausbreitung der Testobjekte eingegangen und zum anderen holt sich Spider-Man bei Shang Chi ein paar Hilfestellungen um seinen seit geraumer Zeit ausgefallenen Spinnensinn zu überbrücken. Außerdem gibt es einen Blick in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart, als May und Jay sich entschließen New York zu verlassen und nach Boston zu ziehen, sowie einen ganz normalen Tag im Leben von Spider-Man. Während die beiden Spider-Island-Geschichten die Spannung zum direkt bevorstehenden Abenteuer noch ein wenig anheizen, sind die anderen beiden Storys nur unterhaltsames Beiwerk. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich relevant, wenn man von der Entscheidung des jungvermählten Paares einmal absieht, die bekannte Heimat zu verlassen.
In der Hauptgeschichte wird nach etwas längerer Zeit wieder das Privatleben von Peter thematisiert, allen voran seine Freundschaft mit Betty Brant. Dies wird sehr glaubhaft und emotional geschildert und sticht vor allem durch die sehr vielen persönlichen Momente heraus.

Peter kennt keine Gnade!

Peter kennt keine Gnade!

Visuell ist diese Ausgabe eine bunte Mischung an Zeichnern und Stilen. Während Ryan Stegman in der Hauptstory noch mit filigranen und sehr detaillierten Zeichnungen überzeugt, zeigen die weiteren Geschichten mit kräftigeren Strichen und dominanteren Outlines ein ganz anderes visuelles Konzept. Zwar kommt es innerhalb dieser Ausgabe zu keinem all zu großen Stilbruch mit den anderen Geschichten, aber dennoch sind die verschiedenen Zeichner ganz klar voneinander abgrenzbar. Besonders positiv hervorzuheben ist hierbei erneut Emma Rios, deren dunkles Gesamtkonzept hervorragend in die Spider-Island-Kurzgeschichte passt. Ebenso die Zeichnungen von Max Fiumara und dessen Kampf von Spider-Man mit Shang Chi. Wesentlich bunter und fröhlicher sind die Bilder von Giuseppe Camuncoli und Javier Pulido und stehen damit schon fast in krassem Gegensatz zum restlichen Inhalt, passen aber dennoch, auch im Sinne der Auflockerung, sehr gut.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

FAZIT:

Eine kurzweilige und emotionale Ausgabe, welche die Beziehungen unter den Nebencharakteren aus neuen und interessanten Blickwinkeln zeigt. Kurze Infos und Neuausrichtungen einiger Protagonisten werden bekannt gegeben und die Spannung zum im nächsten Heft startenden Spider-Island weiter geschürt. Zusammen mit den wechselnden Zeichnungen ergibt sich eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Mischung an Abenteuern.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

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Spider-Island Reviewserie (3): Spider-Man (Vol. 2) #98 [Panini, Mai 2012]

Diesmal gab es nur eine kurze Pause, bis es mit der nächsten Review zu Spider-Island weitergeht. Aber so richtig scheint das diesmal nicht dazu zu gehören …

Spider-Man (Vol. 2) #98

Anti-Venom ist zurück. Und diesmal hat er es auf Martin Li oder besser gesagt sein Alter Ego Mr. Negative abgesehen. Aber Eddie Brock ist nicht der Einzige. Eine weitere, vom Namen her nicht so Unbekannte, macht ebenfalls Jagd auf Mr. Negative. Doch viel unglaublicher ist die Tatsache, dass sich hinter dieser Wraith, niemand anderes verbirgt, als die bereits verstorbene Jean DeWolff. Als dann auch noch Tante May in Ohnmacht fällt und Peter als Spider-Man am Ort des Geschehens auf Anti-Venom trifft, eskaliert die Situation …

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Jean DeWolff lebt?

Team Ups zwischen Peter Parker und Eddie Brock gab es schon des öfteren. Zwar waren dies meist auch Team Ups zwischen Spider-Man und Venom, aber in seiner neuen Inkarnation als Anti-Venom kam dies noch nicht so oft vor. Trotz aller Ernshaftigkeit in der Handlung nimmt sich diese Geschichte aber, vor allem was den Team Up-Charakter angeht, selbst nicht so ernst. Dies kommt dem Gesamtbild sehr zugute und lockert die Geschichte gelungen auf.
Leider kommt Spider-Island in dieser Ausgabe viel zu kurz. Das ist wohl auch der Grund, weshalb der Spider-Island-Schriftzug diesmal keine Verwendung auf dem Cover fand.

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May erinnert sich …

Grafisch kann mich der Band vollends überzeugen. Giuseppe Camuncoli leistet wirklich sehr gute Arbeit. Sein Stil erinnert stellenweise ein wenig an Romita Jr., was aber auch ein wenig dem Inker Klaus Janson geschuldet ist. Dieser hat schon sehr oft mit Künstlern zusammengearbeitet, die einen etwas kantigeren Zeichenstil aufweisen, wie eben John Romita Jr. oder Frank Miller. Und dann gibt es immer wieder Panels, die vom Stil her ganz anders sind und einen leicht italienischen Fun-Comic-Charakter einbringen. Diese wirken dann, wie die typischen italienischen Disneycomics und ein wenig Joe „MAD“ Madureira fließt auch noch mit ein. Also eine insgesamt stimmige Mischung, die visuell einfach nur begeistert.

Spider-Man im Stress!

Spider-Man im Stress!

FAZIT:

Ein unterhaltsames und kurzweiliges Zwischenspiel, das die Storyline rund um Martin Li und May Parker Jameson ein Stück weiter voranbringt. Gepaart mit den sehr schönen Zeichnungen von Camuncoli ergibt sich ein interessanter Leckerbissen. Mehr als ein einfaches Team Up kommt dabei zwar nicht herum, aber Slott zeigt erneut, dass er sich im Marvel Universum gut auskennt und es immer wieder schafft, die Vergangenheit von Spider-Man erfolgreich mit der Gegenwart und der Zukunft des Netzschwingers zu verknüpfen.

Spannung und Action, Seite an Seite.

Spannung und Action, Seite an Seite.

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