Der Tag, an dem ein Teil von Asterix starb – In Gedenken an René Goscinny zum 40. Todestag

Es mag ein wenig dramatisch klingen, doch es ist nicht von der Hand zu weisen. Als am 5. November 1977 René Goscinny an den Folgen eines Herzinfarktes verstarb, traf dies nicht nur seine Familie und Freunde, sondern auch sein kreatives Kind Asterix. Auch wenn sein bester Freund und langjähriger Wegbegleiter Albert Uderzo das gemeinsame Erbe versuchte weiterzuführen, war es nie mehr dasselbe, wie zuvor. In diesem kleinen Special möchte ich ein wenig auf diesen Ausnahmekünstler eingehen, der die europäische Comiclandschaft, allen voran den Bereich der frankobelgischen Comics, massiv geprägt hat, wie nur wenige andere.

Auf seiner alten Maschine, die Goscinny aus den USA mitbrachte und von der er sich nie trennte, tippte er die Skripte im Zweifinger-System

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Asterix Review Special (34): Asterix & Obelix feiern Geburtstag

Mit diesem 34. offiziellen Band erreichen die Review Specials auch schon ihr Ende, der Ära Goscinny/Uderzo. Ab Band 35 übernahmen dann bekanntlich Didier Conrad und Jean-Yves Ferri das Ruder. Aber dies bedeutet nicht das Ende der Asterix Review Specials. Auch werde ich hier jetzt noch nicht die Bände 35 und 36 vorstellen, da es noch nicht allzu lange her ist, dass ich diese vorgestellt habe. Stattdessen werde ich ab nächsten Monat die Asterix Review Specials abwechslungsreicher gestalten. Neben offiziell lizenzierten Sonderausgaben werden auch die Animationsfilme und Videospiele berücksichtigt werden. Ob ich die Realfilme mit hineinnehme, muss ich mich aufgrund der eher durchwachsenen Qualität noch ehrlich überlegen. Aber da könnt ihr, wenn ihr wollt, gerne auch ein Wort mitsprechen. Immerhin mache ich diese Specials nicht nur für mich, sondern irgendwie ja auch für euch. Doch nun folgt erst einmal die große Geburtstagsfeier:

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Asterix Review Special (33): Gallien in Gefahr

Weihnachten steht kurz vor der Tür und da befasst man sich gewöhnlich mit den schönen Dingen im Leben. Manchmal gibt es aber auch Dinge, an denen sich die Geister scheiden. Manchen gefällt es, anderen wieder nicht. Geschmäcker sind eben verschieden und genau wie an Weihnachten bekommt man manchmal nicht das, was man sich wünscht, oder wird so richtig schön überrascht. Was ich mit dieser Einleitung sagen will?
Mit diesem Asterix-Band verhält es sich ebenso. Und was er noch mit Weihnachten gemein hat, ist die große Vorfreude, die der Band schürte, genauso wie es an Weihnachten für die Kinder ist. Weiterlesen

Asterix Review Special (32): Asterix plaudert aus der Schule

Der heutige Band ist eigentlich nicht Teil der Kontinuität, wurde allerdings im Nachhinein zu Band 32 der Reihe erklärt. Denn wenn man es genau nimmt, hat der Band an sich keine eigene Handlung, sondern beinhaltet „lediglich“ 15 Kurzgeschichten (in den ersten beiden Auflagen sogar nur 14 Kurzgeschichten), welche aus mehr als 40 Jahren zusammengesammelt wurden. In Deutschland erschien „Asterix plaudert aus der Schule“ zuerst im Oktober 2003 als Sonderband. Um nicht mit der französischen Nummerierung durcheinanderzukommen, denn dort erschien „Astérix et la rentree“, wie er im Original heißt, als 32. Band, wurde dieser Band mit der dritten Auflage (die am 8. September 2006 erschien) um die Kurzgeschichte „ABC-Schütze Obelix“ erweitert und auch auf dem Cover prangte nun die Aufschrift „Band 32“.

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Asterix Review Special (31): Asterix und Latraviata

Wie schon die letzten Asterix Review Specials, beginne ich auch dieses mit einer Zahl. 8 Millionen Exemplare beträgt nämlich die europaweite Startauflage des 31. Asterix-Abenteuers, welches am 14. März 2001 veröffentlicht wird. Davon entfallen alleine auf die französische Fassung 3 Millionen Exemplare, während Deutschland „nur“ mit 2,6 Millionen startet, wovon 200.000 als kartonierte Ausgabe für den Buchhandel bestimmt sind. Aber bereits vor dem offiziellen Verkaufsdatum wird der Band nachgedruckt, da die Nachfrage die geplante Menge übersteigt. Weiterlesen

Asterix Review Special (30): Obelix auf Kreuzfahrt

Auf die Plätze, fertig los …“

Mit diesen Worten wurde der neueste Asterix-Band, der in Deutschland unter dem Titel „Obelix auf Kreuzfahrt“ mit einer Startauflage von unbeschreiblichen 2,8 Millionen Exemplaren erschien, beworben. Schon kurz zuvor rührte der Ehapa Verlag kräftig die Werbetrommel. Ganzseitige Anzeigen mit Texten wie: „Bald kommt er… Der neue Asterix Band 30… Am 10. Oktober 1996 ist es soweit“, sollen die Fans auf das Comic-Spektakel des Jahres einstimmen. Wie schon bei den vorangegangenen Bänden erscheint Band 30 europaweit gleichzeitig in den jeweiligen Sprachfassungen, wobei die Gesamtauflage für Europa 6 Millionen Exemplare umfasst. Dass alleine der deutsche Sprachraum mit 2,8 Millionen, also knapp der Hälfte der Gesamtauflage und somit erneut mit großem Vorsprung vor der französischen Originalfassung bedacht wird, zeigt, wie groß die Fangemeinde in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz inzwischen ist. Weiterlesen

Asterix Review Special (29): Asterix und Maestria

6 Millionen, davon 2,3 Millionen in Deutschland. Mit dieser Startauflage erschien „Asterix – La rose et le glaive“ oder „Asterix und Maestria“, wie der Band in Deutschland aufgrund eines bestehenden Titelschutzes genannt werden musste, am 18. Oktober 1991 europaweit und in 13 Sprachen übersetzt. Der genaue Titel des Bandes würde korrekt übersetzt „Die Rose und das Schwert“ heißen. Dieses „literarische Großereignis“ animierte sogar die allgemeine Presse zu allerlei Berichterstattungen. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch der Plot rund um die weiblichen Gallier, welche sich gegen die männliche Übermacht auflehnen und somit auch den Zeitgeist der weiter steigenden Emanzipation widerspiegelt. Weiterlesen

Asterix Review Special (28): Asterix im Morgenland

Aim singin in se rejnnn, dschast singin in se rejnnn …“

Kaum ein Satz aus einem anderen Asterix-Album fängt so schön die Stimmung und den Humor des jeweiligen Bandes ein, wie dieses, zugegebenermaßen ein wenig missglückte Zitat des musikalischen Klassikers aus dem verfilmten Musical „Singin‘ in the rain (Du sollst mein Glücksstern sein)“ aus dem Jahr 1952, hervorragend dargeboten vom meisterhaften Gene Kelly. Denn im Juni 1987 beendete Albert Uderzo die Arbeit am 28. Asterix-Abenteuer, welches auch gleichzeitig sein viertes im Alleingang darstellt. Bereist am 21. Oktober gelangte „Astérix chez Rahàzade“, wie der Band im Original heißt europaweit in den Handel und stellt alle bis dahin aufgestellten Rekorde in den Schatten. 1991 zeigte man dies in einer Pressemitteilung und einer übersichtlichen Grafik. Mit fast 2,8 Millionen Ausgaben in der Startauflage rangiert die deutsche Fassung sogar noch vor der französischen Ausgabe mit 2 Millionen Exemplaren. Wesentlich geringer fallen die Versionen für Benelux (550.000 Exemplare), Skandinavien (435.000 Exemplare), Großbritannien (130.000 Exemplare), Spanien (100.000 Exemplare), Italien (90.000 Exemplare) und Portugal (50.000 Exemplare) aus. Weiterlesen

Asterix Review Special (27): Der Sohn des Asterix

2,5 Millionen ist eine sehr stolze Zahl, auch für Asterix. Doch genau diese Menge an verkauften Exemplaren erreichte „Le Fils d’Astérix“ drei Monate nach dessen Erscheinen in Frankreich. In Deutschland waren es sogar unglaubliche 2,7 Millionen Exemplare, und weltweit sogar 7 Millionen. Dies bedeutet eine Steigerung von satten 20 Prozent gegenüber dem letzten Bestseller „Die Odyssee“. Dies kommt aber neben der faszinierenden Handlung, auch von der massiven Werbekampagne, die alleine in Frankreich mit mehr als 2 Millionen französischen Franc zu buche schlug. Weiterlesen

Asterix Review Special (26): Die Odyssee

So traurig, wie es klingen mag, aber unter René Goscinny hätte es niemals ein Asterix-Abenteuer im Gelobten Land gegeben. Der Grund hierfür liegt in Goscinnys Vergangenheit. Renés Vater Stanislas wurde in Polen geboren und seine Mutter Anna in Beresniak in Russland. Beide lernten sich jedoch 1919 in Paris kennen und heirateten kurz darauf. Einige Jahre später, genaugenommen am 14. August 1926 kam dann ihr zweiter Sohn René auf die Welt. Doch Goscinny selbst hatte Probleme mit seiner jüdischen Herkunft sagte später über sich selbst: „Meine Vorfahren sind die Gallier, eindeutig, ich habe keine anderen!“ Weiterlesen