Horrorschocker Nr. 49 [Weissblech Verlag, März 2018]

Habe ich bereits Ausgabe 48 sehr stark gelobt, so geht es mit der nächsten Ausgabe der Horrorschocker Reihe genauso weiter. Im Grunde macht der Leser für 3,90 Euro nie einen Fehlkauf. Natürlich gibt es mal die eine oder die andere Geschichte, welche dem Leser nicht so zusagt, oder welche einfach heraussticht und alle weiteren Geschichten eines Heftes in den Schatten stellen. Seit Jahren jedoch bleibt eines gleich, eine Qualität, die  zeichnerisch und erzählerisch den Leser auf hervorragendem Niveau zu unterhalten weiß! Das macht Horrorschocker aus, man kann sich einfach darauf verlassen, keinen Fehlkauf zu machen! 3,90 Euro sind im Comicbereich nicht die Welt und diese Ausgabe bringt dem Leser das Studentenleben, eine Schafherde und eine Blutnymphe auf unterhaltsame und gruselige Art näher …
Viel Spaß mit Horrorschocker 49.

Horrorschocker Nr. 49

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XXX Comics Nr. 6 [Weissblech Verlag, Januar 2007]

Dominik_AVAEin neuer Höhepunkt erotischer Unterhaltung! Schmutzige Comics nur für Erwachsene, ab 18 Jahren 😉
Aus der unanständigen Urzeit kommt das potenteste Wesen aller Zeiten, der Homo Habilis Penetrator …
Nicht nur die Menschen der Urzeit gehen steil, nein auch der Hausmeister hat volles Rohr zu tun …
Professor Hilde Hirschfinger und ihre lustvollen Studentinnen arbeiten ebenfalls am Limit ihrer Belastungsgrenze.
Als wäre das noch nicht genug, hat auch Rapunzel, äh ich meine Rafunzel allerhand zu tun und zuguterletzt hält Pinky im Kongo die Stellung 😉
Viel Spaß mit diesem kruden Zeugs aus dem Hause der Weissblech Schmiede.

Falls es Leser gibt, die bisher noch nicht in Berührung mit XXX Comics gekommen sind, so sei gesagt:

Der Inhalt dieses Heftes ist Porno!

XXX Comics Nr. 6

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Dominiks Private Session (12): Comic Salon Erlangen 2016

Dominik_AVAYeah, ich war dort dieses Jahr. Der Besuch hat sich wie immer sehr gelohnt, auch wenn ich leider nur den Donnerstag vor Ort sein konnte.
Um 3.00 Uhr mitten in der Nacht habe ich mich mit dem Flixbus von Dortmund aufgemacht. Um 6.00 Uhr eine Stunde Wartezeit in Frankfurt am Bahnhof verbracht (umsteigen), ehe es nach Nürnberg und dann nach Erlangen weiter ging. Pünktlich zur feierlichen Eröffnung des diesjährigen Comic Salon war ich dann auch vor Ort und habe den Tag bis zum Abend dort verbracht. Mein finanzielles Budget, welches schon recht hoch kalkuliert gewesen ist, habe ich natürlich bei Weitem überschritten. Nach der Comic Messe bin ich weiter nach Nürnberg gefahren, habe den Tag dort mit meinen Freunden auf dem Bierfest im Burggraben ausklingen lassen und bin am nächsten Tag dann wieder zurück mit dem Flixbus nach Dortmund gefahren. Am Anfang schleppen sich der Rucksack und die Tasche noch sehr einfach. Auf dem Rückweg sind die Taschen und der Rucksack prall gefüllt, schwer wie Blei (Comics). Gutes Papier ist schwerer als man denkt ;).
Insgesamt ein sehr gelungener kurzer Ausflug. Es hat sich sehr gelohnt, auch wenn es durchaus etwas anstrengend gewesen ist. An zwei Tagen habe ich ungefähr 16 Stunden im Bus und in der Bahn verbracht ;).

Meine signierten Comics in Erlangen 2016

Meine signierten Comics in Erlangen 2016

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Bella Star: Bella Star trifft Kala [Weissblech Comics Verlag, Juni 2014]

Dominik_AVAHolla die Waldfee, endlich treffen Bella und Kala, die zwei berüchtigten jungen Bräute eigener Heftserien aufeinander. Ein aufregendes Abenteuer erwartet den Leser im schicken handlichen Hardcover Format. Auf bestgedrucktem alt-nostalgischen holzigem Papier entwickeln 112 gut gefüllte Seiten, Spaß, Spannung und attraktive Bräute eine Geschichte, die durchaus mehr Hand und Fuß aufzuweisen hat, als der Leser vielleicht auf den ersten Blick vermuten mag.
Für runde 20 Euro also eine klare Kaufempfehlung meinerseits!

Bella Star: Bella Star trifft Kala

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Welten des Schreckens Nr. 7 [Weissblech Verlag, August 2014]

Dominik_AVAPuh, die letzte Ausgabe von Welten des Schreckens (#6) ist im Dezember 2012 erschienen. Treue Leser mussten sich bis zur aktuellen Ausgabe über ein Jahr lang gedulden.
Laut Angaben des Weissblech Verlegers ist aber eine Ausgabe pro Jahr im Rahmen des Möglichen.
Welten des Schreckens #7 enthält auf 68 Seiten vier unterschiedliche Geschichten, die jeweils ganz eigene Themen der finsteren Science – Fiction und Fantasy dem Leser näher bringen.

Welten des Schreckens Nr. 7

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Hammerharte Horrorschocker #37: Der Vampir mit den eisernen Zähnen [Weissblech Verlag, Oktober 2014]

Dominik_AVADie Horrorschocker – Ausgaben gehen in die 37. Runde.
Im Grunde genommen ist es für 3.90 Euro schier unmöglich, einen Fehlkauf zu machen.
Diese Ausgabe enthält drei in sich abgeschlossene Kurzgeschichten. Die Qualität der Hefte sowie der einzelnen Geschichten bleibt wie gewohnt auf hohem Niveau.
Zwei von drei Geschichten konnten mich beinah hundertprozentig überzeugen. Diese enthalten für den Leser unerwartete, aber in sich stimmige Pointen am Ende der jeweiligen Geschichten.
Die zweite Geschichte schafft es leider nicht, ihr volles Potenzial auf nur fünf Seiten zu entfalten. Somit bleibt diese kurze Geschichte zwar für den Leser im Ansatz interessant, jedoch schafft sie es nicht, den Leser für sich, im Sinne einer gelungenen Pointe, am Schluss zu überzeugen.

Horrorschocker #37

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XXX Comics – Extra Sammler Spezial #1 [Weissblech Verlag, April 2013]

 NUR FÜR ERWACHSENE LESER!

XXX Comics Sammler Spezial Nr. 1

Yeah, in dieser Ausgabe findet der geneigte Leser auf 52 verdorbenen Seiten kühnsten Pornoquatsch aus den XXX – Comics #1 und #2. Die beiden ersten Ausgaben sind bereits schon seit langer Zeit vergriffen und nicht mehr regulär zu beziehen. Vielleicht wird der ein oder andere sich fragen, wieso denn nicht alle Geschichten aus den Bänden #1 und #2 hier nachgedruckt wurden. Dies erklärt uns der Verleger im Vorwort: Die Kala Abenteuer wurden bereits in dem Band „Die Hardcore – Abenteuer von Kala“ neu aufgelegt und die Geschichten, die es nicht in diese Ausgabe geschafft haben (eine Geschichte und ein paar Pin-Ups), sind für den Verlag nicht mehr ohne Weiteres verfügbar. Dennoch habe ich mich sehr darüber gefreut, endlich die längst vergriffenen Geschichten der ersten beiden Ausgaben genießen zu dürfen.

Der Leser wird wahrhaftig im Vorwort an die Hand genommen. Wie nicht anders zu erwarten liest sich das Vorwort äußerst sympathisch. Der Verleger berichtet kurz und bündig von den Anfängen der ersten XXX – Comics bis zur aktuellen Ausgabe #14.
Alle Geschichten dieses Heftes sind in Schwarz/Weiß gezeichnet.

Im Folgenden möchte ich kurz auf jede Geschichte eingehen.

Ajax im Bann der Medusa:

Ajax im Bann der Medusa

Diese Geschichte handelt von einem Helden, der niemals wirklich ein wahrer Held sein wird so wie wir es kennen. Sein Talent steckt in der Hose …
Im damaligen Griechenland spielt diese Geschichte: der Held wird gebeten, den Dorfbewohnern zu helfen und sie aus den Fängen der bösen Medusa zu befreien. Diese hat sich in einer der nahegelegenen Höhlen versteckt. Kurz entschlossen nimmt unser Held diesen Auftrag bereitwillig an.

Diese erste Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Pointe am Ende ist mehr als gelungen.
Der Pornoanteil steht nicht im Mittelpunkt, er kommt zwar vor aber es dreht sich hier nicht durchgehend um das eine. Diese Mischung mit dem genialen Ende ist genau richtig. Zeichnerisch ist alles im grünen Bereich. Der Leser erkennt alles auf den ersten Blick, die Zeichnungen sind dementsprechend klar und deutlich. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, die Hintergründe nicht so sehr im Detail. Diese Geschichte enthält sehr viel Text, was ich persönlich absolut nicht störend finde, ganz im Gegenteil, Text und Zeichnungen ergänzen sich hervorragend.

Der Nerd und die Nymphe:

Anspielungen auf Comic Fans finde ich immer amüsant. So ist es auch hier ein Comic Fan, dessen Schicksal sich abrupt ändert. In einem Comic Laden hat sich unser Freund seine Comics gekauft und nebenbei noch den Original Ring von „Herr der Ringe“ (ist es wirklich der Original Ring?). Ein wenig später im abgelegenen Stadtpark macht der Comic Nerd eine interessante Bekanntschaft mit einer Nymphe.

Ähnlich wie in der ersten Geschichte ist auch hier die Pointe absolut gelungen.
Wieder zeichnerisch alles im grünen Bereich. Ebenso klare Zeichnungen und detailliert ausgearbeitete Charaktere. Die Nymphe ist sehr schön anzusehen. Der Pornoanteil ist auch hier nicht ausschlaggebend, sondern passend in die Geschichte integriert. Text und Zeichnungen ergänzen sich auch hier gekonnt. Von meiner Seite gibt es hier nichts auszusetzen.

Die Braut des Schneebiestes:

Die Braut des Schneebiests

Man ahnt es schon, hier geht es auf die Piste. Drei Jungs und vier Mädels sind auf der Piste unterwegs. Immer dem Kick einen Schritt voraus jagen sie die Berge hinunter. Doch es kommt, wie es kommen muss, eines der Mädels verunglückt und landet in einer Gletscherspalte tief unter der Erde. Die Zeit vergeht und das Mädchen wird bereits für tot gehalten. Was niemand weiß, in der Gletscherspalte wohnt ein Schneebiest.

Interessant zu lesen ist diese Geschichte allemal. Bei Schnee und Wintergeschichten brauche ich immer ein wenig, um damit warm zu werden, ganz anders jedoch bei dieser hier. Ebenso wie bei den anderen beiden Geschichten auch ist hier das Ende wieder einmal gelungen. Der sexuelle Part ist wieder einmal angenehm in die Geschichte integriert. Zeichnerisch immer noch alles bestens. Von meiner Seite gibt es auch hier nichts zu kritisieren. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Auch hier sind die Charaktere wieder gut ausgearbeitet. Allem voran das Schneebiest und die junge Dame in der Gletscherspalte. Beinahe wirkt einem das Schneebiest schon sympathisch.

Sexuelle Devolution:

Wer bereits einige Ausgaben XXX Comics gelesen hat, kennt Frau Professorin Hilde Hirschfinger.
In späteren Ausgaben trifft man immer wieder mal auf sie und ihre fleißigen Studentinnen.

Bereits zu Beginn wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Magazin keinesfalls hirnloser Pornoquatsch ist. Eben wie vom Weissblech Verlag nicht anders zu erwarten. Allein diese Anspielung ist genial. Hier merkt man direkt, dass man diese ganze Reihe einfach nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach lesen schmunzeln und genießen.

Es gibt eine Theorie, die besagt, dass die früheren Männer der Vergangenheit eine bessere Manneskraft haben als wir heutzutage. Um diese Theorie zu bestätigen, schickt Frau Professorin Hilde Hirschfinger zwei ihrer fleißigen Studentinnen mithilfe eines Zeitreisegerätes zu den damaligen Wikingern. Und dort werden die beiden Damen fleißig ran genommen. Letztendlich gelingt es ihnen sogar, ein staatliches Exemplar in unsere heutige Zeit mitzubringen.

Wie man vielleicht schon erahnt, steigert sich der Porno-Anteil ein wenig.
Dieses wird jedoch so amüsant in Szene gesetzt, dass man es einfach nicht ernst nehmen kann. Allein der Name Harald Hoden ist schon rekordverdächtig. Ja es geht heftig zur Sache, klar es ist ja in gewisser Weise auch wirklich nur für Erwachsene, aber wer hat den noch nie einen Porno gesehen. Zeichnerisch ist diese Geschichte detaillierter als die anderen. Die Charaktere ebenso, wie die Hintergründe sind schön ausgearbeitet. Hier ist die Pointe am Ende anders als bisher aber der Handlung entsprechend gut umgesetzt. Allein dass versucht wird das Thema Sex auf fast wissenschaftliche Art und Weise anzugehen, macht diese Geschichte schon zum Hit. In weiteren Ausgaben dieser Reihe haben mir die Geschichten von Prof. Hilde Hirschfinger immer mit am besten gefallen, bitte mehr davon.

Pinky und das Handwerk:

Die gute alte Pinky

Ja auch die gute alte Pinky kommt immer mal wieder in einigen Ausgaben von XXX Comics vor.
Ihr Papa muss zur Arbeit und Pinky bekommt Besuch von zwei Handwerken.

Sehr amüsant erzählt hat der Leser durchgehend ein kleines schmunzeln im Gesicht. Der Porno-Anteil ist vorhanden, teilweise auch explizit aber stets beinahe lustig in Bezug auf die Rahmenhandlung in Szene gesetzt. Der Strich ist klar und deutlich, Detailverliebtheit findet man hier aber weniger. Eine richtige Pointe gibt es nicht zum Schluss, dafür aber eher eine Erkenntnis für Pinky und die beiden Handwerker.

Die letzte Geschichte ist einfach Porno:

Außer Start und Stop gibt es keinen Text in dieser kleinen Geschichte. Die Bilder sind nicht direkt auf den ersten Blick gut zu erkennen, hier muss man teilweise schon etwas genauer hinschauen. Ja auch in dieser Geschichte gibt es eine Pointe, dennoch hat mir diese Geschichte am wenigsten von allen gefallen. Hier gibt es wahrhaftig Porno und das war es.

Dominik_AVAFAZIT:

Ja also was soll ich sagen, wer sich solche Hefte kauft, der weiß eigentlich bereits, worauf er sich einlässt. Klar wird hier gerammelt, was das Zeug hält, aber nicht umsonst sind diese Hefte auch erst ab 18 Jahren erhältlich! Es ist sicherlich Geschmacksache, dem einen gefällt es, dem anderem ist es bereits zu viel Porno. Aber genau hier finde ich wird gekonnt eine Brücke geschlagen. Die Story kommt bis auf die letzte Geschichte überhaupt nicht zu kurz, Witz Humor und Porno immer mit einem genialen Ende versehen machen dieses Heft zu einem sehr gelungenem Extra Sammler Spezial. Ich war selbst sehr überrascht, dass bereits die Frühwerke von dieser Reihe eine solch enorme Qualität aufweisen können, die den Leser so dermaßen zu unterhalten Wissen. Absolut kein Nullachtfünfzehn Porno Quatsch. Und wenn man sich mal mit den Künstlern und Verleger unterhalten hat, weiß man, dass man diese Reihe sowieso nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach nur mit Freude und einem leichten Schmunzeln im Gesicht genießen sollte.

Dieses Heft lässt sich in jedem gut sortierten Comic laden oder direkt beim Verlag bestellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013  Weissblech Comics

Gratis Comic Tag 2013 Review (24): Welten des Schreckens [Weissblech, Mai 2013]

GCT 2013Weissblech Comics ist einer der Verlage, die seit dem Start des Gratis Comic Tages 2010 jedes Jahr dabei sind. Und auch dieses Jahr lies es sich Verleger Levin Kurio nicht nehmen, sein Verlagsprogramm in Form von einigen außergewöhnlichen Geschichten zu präsentieren …

Welten des Schreckens
(Gratis Comic Tag 2013)

Eine rauhe Wirklichkeit. Eine Welt in der Menschen, menschenähnliche Wesen und Dinosaurier existieren. Dies ist die Welt von Kala. Ihr Kampf gegen die kräftigen aber wesentlich dümmeren Menschenaffen des Stammes der „Glu“ sind nur eines ihrer täglichen Probleme. Denn da gibt es auch noch hungrige Dinos. Es wird nicht einfach, aber sie hat nicht nur die Waffen einer Frau, sondern auch andere Argumente, die für ihre Spezies sprechen …
Es sollte ein friedlicher Rückzugsort sein. Doch die Bewohner dieser kleinen Stadt, welche von Tulpenfeldern umsäumt wird, werden von mysteriösen Männern heimgesucht. Lautlos tauchen sie überall auf und verbreiten Angst und Schrecken. Was wollen sie hier und wieso sind sie überhaupt gekommen? Der ehemalige Polizist Henk geht der Sache auf den Grund …
Die Menschheit hat sich selbst dem Untergang geweiht und findest sich am Ende dort wieder, wo vor Urzeiten alles begonnen hat. Keine Technologie, nur noch vereinzelte Stämme und kaum Waffen, um den Kampf gegen die monströsen Geschöpfe aufzunehmen. Das Wissen wird von Ältesten weitergegeben und die Errungenschaften der Menschheit sind nur noch Geschichte. Doch es gibt auch noch Menschen wie Krogan, der versucht die Vergangenheit zu entschlüsseln und zu verstehen. Er ist auf der Suche nach Büchern, die das frühere Leben offenbaren könnten …

Wie immer sind die Weissblech Gratis Comics ein buntes Sammelsurium an Geschichten. Und wie auch schon die letzten Jahre kann mich auch dieses Jahr nur der Horrorbeitrag wirklich überzeugen. Für Urzeit-Action und Erotik bin ich einfach nicht zu haben. Dafür aber für mysteriöse und geheimnisvolle Horrorgeschichten. Dennoch sind alle drei Beiträge nicht schlecht. Kala ist dabei nur leidlich spannend, kann aber mit tollen Zeichnungen der Dinosaurier und Landschaften aufwarten. Dem gegenüber ist bei Krogans Buch die Geschichte wirklich interessant, wenngleich es alles nichts Neues ist. Dafür gefallen mir hier die Zeichnungen nicht ganz so gut, und das, obwohl sie in beiden Fällen von Levin Kurio sind. Bei Krogan wirkt es einfach noch ein wenig kantiger und ungeschliffener. Und passt dadurch nicht so ganz zur Geschichte. Die zweite und in meinen Augen gelungenste Geschichte stammt aus der Feder und dem Bleistift von Kolja Schäfer und ist eine klassische Horrorstory. Das Artwork ist dazu sehr passend und auch die Farbgebung überzeugt mich. Alles ist sehr kontrastreich und in gedeckten Farben gehalten. Hinzu kommt ein Filtereffekt, der das Gesamtbild noch einmal aufwertet.

So langsam sollte ich wirklich beginnen und mir ein paar der Horrorschocker-Ausgaben des Verlages zulegen. So sehr, wie mich die Geschichten bei den letzten Gratis Comic Tagen überzeugt haben, muss ich da einfach mal tiefer reinschnuppern.

Weiter Reviews zu diesem Heft gibt es auch bei Crayton und ElTofu.

Hammerharte Horrorschocker # 31: Phantome im Paradies und andere Horrorgeschichten. [Weissblech, Februar 2013]

Immer wieder gerne lese ich die Horrorschocker Hefte aus dem Weissblech Verlag.
Wie gewohnt findet Fährmann Charon seine Zeit, um uns geneigten Lesern mit drei neuen Geschichten des Horrors zu unterhalten.

Hammerharte Horrorschocker #31

Das Heft enthält auf 36 Seiten in Farbe folgende drei Geschichten:

  • Oh, Prinzessin!
  • Phantome im Paradies
  • Der Thron der Erdmutter

Oh, Prinzessin!:

Die Geschichte spielt in einer vergangenen Zeit. Isabella wächst zu einer gnadenlosen Herrscherin heran. Viele von ihrem Volk werden unter ihrer Herrschaft leiden müssen. Der Hofmagier Magus versucht sie vor einem Aufbegehren des Volkes zu warnen, doch als Dank dafür lässt Isabella ihn in einen Käfig sperren und als Futter für die Vögel bis zum Tode verrotten. Die Geschichte ist damit jedoch noch lange nicht zu Ende.

Das Storytelling dieser Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Quasi als eine Art Rückschau wird die komplette Geschichte mit einem sehr interessantem Ende dem Leser näher gebracht. Die Pointe am Schluss dieser ersten Geschichte, ist mehr als gelungen. Zeichnerisch ist wie immer bei Levin Kurio (Text, Zeichnungen, Farbe) alles in bester Ordnung. Zeichnungen und Farben harmonieren gekonnt mit der interessanten Darstellungsweise der Geschichte. Sehr gut haben mir die Anordnungen der  Texte gefallen. Sprechblasen in Weiß, Begleittext in Cremefarben.

Gefangen im Käfig.

Gefangen im Käfig.

Phantome im Paradies:

Man hat den Eindruck, diese Geschichte spiele in einem idyllischen Vorort irgendwo entfernt von Amsterdam. „Die große Stadt mit ihren belebten Grachten und den breiten Kanälen ist weit weg…“
Die Landschaft ist ruhig und idyllisch, doch der Schein trügt. Eine fremde Gruppe dunkel gekleideter Männer mit Masken auf macht die Gegend unsicher und sorgt bei den Bewohnern für Unwohlsein. Henk, pensionierter Polizist, nimmt sich dieser Sache an.

Diese Geschichte wirkt wie aus einem Guss, nur das Ende hat mit, auch wenn es irgendwie passt, irritiert. Das ist auch der einzige Kritikpunkt (falls es überhaupt ein Kritikpunkt ist) an dieser Geschichte, wusste ich doch beim ersten Lesen das Ende nicht so Recht einzuordnen. Es dauerte irgendwie ein wenig, biss sich mir das Ende in Bezug auf die gesamte Story  vollkommen erschlossen hat. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass dieser Storytwist am Ende überhaupt nicht vorherzusehen ist.

Zeichnerisch absolut Klasse umgesetzt. Die schwarz gekleideten Männer mit den Masken entfachen durchgehend eine bedrohliche Stimmung. Die geniale Erzählweise trägt der unheimlichen Stimmung gekonnt bei.  Diese Geschichte hätte meinem Empfinden nach durchaus 1 bis 2 Seiten länger ausfallen können.

In der Nähe von Amsterdam?

In der Nähe von Amsterdam?

Der Thron der Erdmutter:

Wolfgangs Psychotherapeutin gibt ihm den Tipp sich auf der Insel Moja Moja eine großzügige Auszeit zu gönnen und sein Leben zu verändern. Auf dieser Insel gibt es eine exklusive Kommune, dieser tritt Wolfgang bei.  Anfangs noch schockiert über die einfache Lebensweise der Kommune, rückt das Fest der Erdmutter immer näher. Was hat es mit diesem  Fest bloß auf sich?

Die Story fängt sehr interessant an.  Eine Insel in den tiefblauen weiten des Ozeans, das ist Moja Moja.  Die Zeichnungen von The Lep wirken etwas statisch, was aber nicht weiter störend wirkt.  Etwas schade ist, dass mich die Erdmutter nicht richtig überzeugen konnte, irgendwie habe ich von ihr  mehr erwartet. Alles in allem gefällt mir diese Geschichte dennoch sehr gut, ist die Story an sich sehr interessant, flüssig erzählt und in sich stimmig.

Diese Ausgabe  ist wie gewohnt auf dem bekannten und beliebtem matten Papier gedruckt. Aufmerksame Leser haben eventuell mitverfolgt, dass einige Weissblechausgaben (#28,#29 und auch WWC 21) auf leicht matterem Papier gedruckt wurden und die Ausgabe #30 dann letztendlich versuchsweise auf glänzendem Papier.

Auf nach Moja Moja

Auf nach Moja Moja

Dominik_AVAWie dem auch sei, Papier ist Papier.  Alle drei Geschichten  wissen den  Leser zu Unterhalten, und das  in gekonnt guter Weissblech Qulität. Das Heft enthält  meines Erachtens nach keinen Lückenfüller und ist somit uneingeschränkt für den genialen Preis von 3,90 Euro zu empfehlen.

Dieses Heft könnt ihr bei jedem gut sortierten Comicshop oder direkt beim Verlag erwerben.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Weissblech Comics.

Welten des Schreckens #6 [Weissblech, Dezember 2012]

Dominik_AVAEndlich mal wieder habe ich mir die Zeit für ein frisches Weissblech Heft genommen. Diesmal ist es die aktuelle Welten des Schreckens Ausgabe Nummer sechs.

Viel Spaß beim lesen.

Welten des Schreckens #6

Geschichten:
Welten des Schreckens 6

Wenn Toltemeki träumt
Autor: Levin Kurio
Zeichner: Kolja Schäfer

Tag X
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Sie kommen in Frieden!
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio
Reinzeichnung: Roman Turowski

Von Menschen und Göttern
Autor, Zeichner, Colorist: Levin Kurio

Widerstand ist zwecklos!
Autor, Zeichner: Levin Kurio
Colorist: Marte Kurio-Deiterding, Levin Kurio

…Ungeziefer!
Zeichner: Lep
Autor, Colorist: Levin Kurio

Diese Ausgabe ist im Dezember 2012 erschienen, kurz vor dem 21.12.2012.
Aus aktuellem Weltuntergansanlass befasst sich diese Ausgabe explizit mit Aliens. Was, wenn SIE kommen? Erfahrt das und mehr in diesem apokalyptischen Alien – Invasions – Extra!

Wenn Totemeki träumt, in dieser Geschichte geht es um ein primitives Volk, welches eine seltsame Entdeckung macht. Kukulcan, ein außerirdischer (oder Gott?!) ist mit seinem Raumschiff abgestürzt. Er macht sich das primitive Volk zu seinen Untertanen, so dass diese ihn verehren und vergöttern. Durch Opfergaben ergeben sich für Kukulcan Möglichkeiten den Menschen zu studieren.  Das Volk wächst, bis Kukulcan seine Arbeit auf der Erde erledigt hat und wieder ins All verschwindet.

Als ich diese erste Geschichte (alleinstehend für sich?!) gelesen habe,  wirkte ich zuerst etwas enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet, irgendeine Pointe oder etwas was mich fasziniert. Nun ich habe weitergelesen und wurde eines besseren belehrt.

Tag X hat mich anfangs ein wenig an Tomb Raider oder Indiana Jones erinnert. Zumindest  strömte zu Beginn dieser Geschichte dieses typische Indiana Jones/ Tomb Raider Feeling auf mich aus. Das empfand ich als ziemlich cool. Und schon ein paar Seiten weiter wurde mir klar, dass die erste Geschichte mit dieser hier zusammenhängt. Das wiederum machte es umso interessanter und auch spannender.

In Tag X und Sie kommen in Frieden!, strömen die Aliens auf die Erde. Und schon bald wird einem klar, dass Kukulcan wieder aufgetaucht ist. Kukulcan gehört zu dem Volk der Hunab. Aber schon lange bevor das Volk Hunab die Erde betreten hat, wussten die Faal bereits Bescheid.

In von Menschen und Göttern geht es um genau diesen Konflikt der zu beginnen droht.
Die Aliens (Götter?!) und die Menschen fangen an sich zu bekriegen. Was genau hat es mit den Faal auf sich? Aliens und Menschen verbünden sich, doch kämpfen die Menschen auf der richtigen Seite?

In Widerstand ist zwecklos! wird alles zunichte gemacht. Diese Story ist absolute Kriegsstory. Schlachten, Explosionen und Aliens. Zu guter Letzt sollen die Menschen die Erde auch noch aufgeben!

Als mir klaIMG_0001r wurde, dass alle Geschichten  miteinander verknüpft sind, empfand ich große Freude beim lesen.

Am besten hat mir der Schluss der letzten Geschichte … Ungeziefer! gefallen.
Hier wird einmal mehr deutlich, wie sehr die Sichtweise der Dinge die Situation verändern kann. Absolut klasse. Genau das habe ich mir anfangs bei der ersten Geschichte gewünscht. Genau dieses Erlebnis von „Aha, so ist das, oder Wow, krass, hätt ich nicht gedacht…“
Mit diesem genialem Abschluss, der alle Geschichten miteinander verbindet, schafft es das Heft einen nachhaltigen Eindruck auf den Leser zu bewirken.  Und somit bin ich vollends mit der aktuellen Weissblech Ausgabe Welten des Schreckens #6 zufrieden.

Zeichnerisch ist alles wie gehabt. Wer Horror Schocker Ausgaben kennt, oder auch andere Welten des Schreckens Ausgaben, der weiß was einen hier in zeichnerischer Hinsicht und Qualität erwartet. Dennoch wirken die Zeichnungen stellenweise etwas plump, verbreiten jedoch diesen typischen coolen und vor allem zur Geschichte passenden Trash Charme. In dieser Ausgabe gibt es genügend Action, Dramatik und Sozialkritik, ja gar Satire ist vorhanden.

Alle Weltuntergansfreunde dürften an diesem Comic Heft  freudig erregt mit den Aliens kommunizieren und weitere Welten des Schreckens Ausgaben bei der nächsten Comic Bestellung ordern.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Weissblech Comics.