Gedanken… (4)

Es gab eine Zeit, da wäre ich für dich gestorben. Ich hätte alles getan, damit du glücklich bist. Ich hätte mein Leben riskiert, um deines zu beschützen. Nun, viele Monate später, bin ich gestorben. Ich bin gestorben für dich und für alles, woran ich einmal geglaubt habe.

Doch wie Phönix aus der Asche, bin ich wieder auferstanden, stärker und selbstbewusster als jemals zuvor. Ich bin nicht mehr der Mann, den du einmal kanntest und in den du dich vielleicht verliebt hast. Ich bin ein neuer Mensch geworden. Ich habe mich verändert und ich werde niemals so sein, wie ich einmal war. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt über dich, über mich, über unsere gemeinsame Vergangenheit und über unsere jetzt getrennte Zukunft. Nun weiß ich, dass ich so wie ich jetzt bin, vieles alleine schaffen kann. An meiner Seite muss kein Mensch mehr sein der mich vielleicht unglücklich macht, der mich belügt und ausnutzt. Ich weiß genau, dass wenn ich jetzt noch einmal einen Menschen in mein Leben lasse, dies nur deshalb passiert, weil ich es möchte und nicht mehr weil ich es vielleicht brauche. Mein Leben, so wie es jetzt ist, ist nicht perfekt aber es ist schön und ich habe gelernt, die kleinen Dinge des Lebens mehr zu schätzen und lieben zu lernen.

Das alles hätte ich vielleicht nie erfahren, wenn du mich nicht verletzt hättest. Jetzt weiß ich, dass alles im Leben seinen Sinn hat, wenn man nur die richtigen Erfahrungen daraus zieht und ich danke dir dafür, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Ich kann jetzt guten Gewissens sagen, dass ich frei bin. Frei von Ängsten und Furcht, frei von Zwängen und vor allem frei von dir. Ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute, so wie ich mir für meine Zukunft nur das Beste wünsche. Denn ich weiß das auch mir das Leben so manchen Stein in den Weg gerollt hat, über den ich jetzt sicher und leichtfüßig hinweg springen kann.

Meine Zukunft, egal wie sie aussehen mag, ist mein Weg und irgendwann treffe ich auf diesem Weg einen Menschen, der mein Leben wieder neu bereichern wird, der mich zum Lachen bringt, wo du mich zum Weinen gebracht hast. Doch bis dahin werde ich einfach leben.

© Copyright (Text & Bild) Thomas „Mueli77“ Mülbradt

Gedanken… (2)

Manchmal gibt es Zeiten und Situationen, in denen man nachdenklich wird. Dann kreisen bei mir Gedanken und Gedichte durch den Kopf, und gelegentlich bringe ich diese sogar zu Papier und es formen sich richtige Ideen daraus. Das heutige Gedicht hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ist mir aber in den letzten Tagen wieder vermehrt durch den Kopf gegangen und bewusst geworden. Der Grund liegt in meinem Beruf und ein paar sehr emotionalen Ereignissen, aber das soll jetzt hier nicht wirklich etwas zu Sache tun. Stattdessen wollte ich es endlich einmal würdig präsentieren.

Ewigkeit Weiterlesen

Noerden’sche Gedanken (2)

Das letzte Gedicht ist schon eine ganze Weile her, aber ich habe versprochen, sie in unregelmäßigen Abständen zu präsentieren. Hier ist jetzt ein weiteres Gedicht meines Großonkels, welches bereits vor mehr als 35 Jahren schon einmal in einer Berliner Zeitschrift veröffentlicht wurde. Doch Gedanken sind unsterblich, wie auch dieses schöne Gedicht beweist. Weiterlesen

Noerden’sche Gedanken (1)

Ab heute präsentiere ich euch in unregelmäßigen Abständen ein paar Gedichte. Diese stammen von meinem Großonkel, der seinerzeit Schauspieler, Regisseur und Autor war. Einige seiner Gedichte wurden auch schon veröffentlicht. Sowohl in einer Zeitung, als auch in Buchform. Inzwischen weilt er nicht mehr unter den Lebenden, aber seine Gedichte leben weiter. Und hier auf dem Blog erfahren sie, zusammen mit ein paar Bildern von mir, erneut eine Veröffentlichung.

(für eine größere Ansicht auf das Bild klicken)

Copyright des Textes © 1978-2013 Joseph Noerden und Angehörige
Copyright des Fotos © 2013 Thomas Mülbradt

Gedanken…

© 2005-2012 Marcus Köhler

© 2005-2012 Marcus Köhler

Liebe

Die Liebe ist wie eine zarte Pflanze
in der rauen Wildnis.
Wenn sie nicht regelmäßig mit
Zuneigung,
wie die Mineralien aus der Erde,
Vertrauen,
wie der Feuchtigkeit spendende Regen
und
Ehrlichkeit,
wie die Kraft spendende Sonne,
gepflegt und gedüngt wird,
ist sie zum Sterben verurteilt.

Text: © 2012 Mueli77
Bild: © 2005 Marcus Köhler, Bildquelle