Tank Nr. 4 [SD Comics, Dezember 2017]

Es ist wirklich unglaublich, wie die Zeit vergeht. Nun ist es schon die vierte Woche, in der ich euch Sebastian Drewnioks „Tank“-Comicserie vorstelle. Bereits vier Ausgaben sind es, die er seit Juni 2014 in Eigenregie veröffentlicht. Er schreibt die Geschichten, textet, zeichnet, tuscht, koloriert, layoutet, lettert, usw. und das stellt schon eine ganze Menge Arbeit dar. Daher ist es auch verständlich, dass er für die vierte Ausgabe wenigstens eine der Aufgaben an seine Fans und Unterstützer übertragen hat. Dadurch, dass er die Finanzierung diesmal über Kickstarter geregelt hat, musste er sich wenigstens nicht darum kümmern, ob der Druck nun klappt, was aber auch nicht unbedingt bedeutet, dass es viel weniger Arbeit kostet. Immerhin muss auch eine Kickstarter-Kampagne geplant und betreut werden. Und damit man auch die Unterstützer zufriedenstellt, braucht es noch gewisse Anreize. All das hat Sebastian Drewniok richtig gemacht, sodass seine erste Kickstarter-Kampagne ein voller Erfolg war. Aber bevor ich euch nun den Kopf mit Kickstarter vollsülze, möchte ich mich doch dem bis dato aktuellsten Heft von „Tank“ widmen …

Tank Nr. 4

Um gewisse Fragen beantwortet zu bekommen, begeben sich Tank und Jerome zu einem alten Freund von Jerome. Dieser wird jedoch gerade von einer Gruppe stark gepanzerter und bewaffneter Männer angegriffen, die die Beiden erst einmal aus dem Weg räumen müssen. Und selbst dann ist der Empfang alles andere als herzlich. Dennoch kommen die Drei ins Gespräch und Jerome erfährt viel Interessantes über seine geheimnisvolle Begleiterin …

Mit dieser Ausgabe greift Sebastian Drewniok ganz tief in die Vergangenheitskiste seiner Protagonistin Tank mit dem geheimnisvollen Tattoo 208 und liefert dem Leser somit gleich eine Basis für die Figur. Somit haben solche Ausgaben immer einen Vorteil und einen Nachteil, der auch hier nicht von der Hand zu weisen ist. Man erfährt viel über die Vergangenheit der Hauptfigur, aber die Hintergrundgeschichte der Gegenwart tritt dadurch größtenteils auf der Stelle. Sicher man erfährt, wer die Hauptdarstellerin einmal war und auch weshalb sie nun durch die unwirklichen Landschaften streift. Auch, dass es ein Unglück gegeben haben muss, wird bestätigt. Doch was genau passiert ist, bleibt im Unklaren, genauso wenig wie die tatsächlichen Zeitabschnitte, die diese Ereignisse umfassen. Allerdings muss ich sagen, dass es ja auch noch genug Material geben muss, für zukünftige Ausgaben.

Vegleicht man nun die erste Ausgabe mit der aktuell vorliegenden, so stelle ich fest, dass Drewnioks Stil selbst sich kaum verändert hat. Im Gegenteil ist eher eine Festigung dessen zu erkennen, wobei Entwicklung trotzdem sichtbar ist. Die Unterschiede finden sich dagegen eher in der Nachbearbeitung der Bilder, als im reinen Zeichenstil. So habe ich beim letzten Heft schon erwähnt, dass Drewniok die an Rasterfolien erinnernden Effekte inzwischen nicht mehr nutzt. Dafür widmet er sich den Hintergründen etwas intensiver und lässt sie so detailreicher erscheinen. Was mich etwas verwirrt, ist die Tatsache, dass einige Panels dickere Outlines haben als andere. So wirkt es zum Beispiel so, als würden die Panels erst im Nachhinein ihren endgültigen Platz bekommen und alle in der ursprünglich gleichen Größe gezeichnet werden. Zu Beginn dachte ich noch, dass die dickeren Outlines ein Stilmittel wären, um eine gewisse Tiefenwirkung zu erzielen, bei Objekten, die weiter vorne oder hinten positioniert sind, was sich aber im weiteren Verlauf des Heftes leider nicht bestätigt.

Nur vier Ausgaben bisher, leider. Und dennoch bin ich begeistert und neugierig, wie es mit Tank weitergeht. Natürlich werde ich, wenn es Sebastian wieder über Kickstarter finanziert, wieder dabei sein. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange. Übrigens finde ich es eine wirklich schöne Aktion, durch solch eine Kampagne seinen Namen oder Nicknamen auf dem Endprodukt wiederzufinden.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2017-2018 Sebastian Drewniok

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