Tracht Man Nr. 1 [Plem Plem Productions, Juni 2017]

Das heutige Plem Plem-Review widmet sich dem Überraschungserfolg des Jahres 2017. Tracht Man, Bayerns erster Superheld, hat binnen kürzester Zeit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und schnell viele Menschen begeistert. Doch woran liegt dies? Vielleicht schafft es dieses Review das Rätsel zu lösen …

Tracht Man Nr. 1

Autor: Christopher Kloiber
Zeichner: Christopher Kloiber
Format: Heft
Umfang: 28 Seiten
Verlag: Plem Plem Productions
Preis: 4,90 Euro

München wird von einem riesigen Wildschwein, dem Saupreuss, angegriffen und der Einzige, der sich diesem Monster entgegenstellen kann, ist Tracht Man. Gemeinsam mit seinem Freund Kurt, wacht er aus seinem fliegenden Luftschiff, der Oktoberfestung, welche am Himmel über Bayern schwebt, um jederzeit schnell an den Einsatzorten zu sein. Doch warum greift der Saupreuss München an? Er ist auf der Suche nach dem Ei des Lindwurms, welches sich unterhalb des Marienplatzes befindet …

Bayerns erster eigener Superheld „Tracht Man“ ist, wenn man es ganz genau nimmt, keine Besonderheit mehr. Immerhin hat Deutschland bereits eine ganze Menge an Superhelden. Sei es die neu formierte „Liga der deutschen Helden“, welche sich derzeit mit massiver Unterstützung diverser deutscher Comickünstler der Öffentlichkeit stellt, oder der langjährige Berliner Held „Der Engel“ von Thomas „Tomppa“ Leopold, der in diesem Monat den Abschluss seiner ersten Miniserie feiert. Und dennoch schafft es Tracht Man, in vielen Medien präsent zu sein. Internet, Printmedien, Radio und TV sind keine Seltenheit. Was macht Tracht Man aus, was die anderen bisher nicht haben, oder nicht in diesem Umfang. Ist es die Fähigkeit verschiedene Kräfte aus Bier zu generieren? Ist es die Nähe zu Superman, die unumstritten vorhanden ist, selbst ohne Cap und Shorts über der Hose? Oder liegt es an der Mentalität der Bayern, die ihren „Landsmann“ sofort ins Herz schließen? Vielleicht ist es aber auch die Mischung von Superheldenparodie, ernster Erzählung, mythologischer Elemente, realen Szenarien und „Vaterlandsliebe“?

Wie ihr merkt, ist es nicht wirklich einfach herauszufinden, was die Popularität von Tracht Man ausmacht. Vermutlich ist es einfach nur die sehr unterhaltsame Geschichte mit faszinierenden Figuren und einer ansprechenden Portion Humor, nicht zu vergessen die gelungenen Zeichnungen von Christopher Kloiber. Aber auch die Tatsache, dass man als Variantcoverartist die US-Comiclegende Neal Adams gewinnen konnte, hat sicherlich einen Teil dazu beigetragen, wie auch die Variants von Chris Kohler (Portland Underground) und Sedat Oezgen (Grimm Fairy Tales).
Das sich das Heft flüssig lesen lässt, kaum Längen hat (bis auf wenige Momente, die einer Erstausgabe aber gegönnt seien) und auch visuell überzeugt, sind wichtige Argumente, die ebenfalls für Tracht Man sprechen.

Insgesamt lässt sich von meiner Auffassung aus sagen, dass mir Tracht Man viel Spaß gemacht hat. Diverse Comicanspielungen sind dabei ebenso vertreten, wie markante Figuren und eine spannende und witzige Erzählung. Heft Zwei ist passend zur Wies’n jetzt auch erschienen und folgt in den nächsten Wochen ebenfalls innerhalb dieser Reviewreihe.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2017 Plem Plem Productions

Partnerlinks:

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