Review Kurzüberblick (25) [Ghostbusters/Teenage Mutant Ninja Turtles & Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles]

Ja, heute gibt es eine doppelte Dosis Teenage Mutant Ninja Turtles, dazu gibt es vier Teile Ghostbusters und ein Teil Batman. Fertig ist ein Kurzreview, der etwas anderen Art. Zwei Crossover und die einzige gemeinsame Komponente sind die vier Schildkrötenbrüder, die zuerst auf die Geisterjäger Ray, Peter, Egon und Winston treffen und danach Bekanntschaft mit dem dunklen Ritter Gothams machen …

Comic Review Kurzüberblick

Ghostbusters/Teenage Mutant Ninja Turtles [Mai 2017]

Autor: Erik Burnham, Tom Waltz
Zeichner: Dan Shoening, Charles Paul Wilson III, Cory Smith
Format: Softcover/Hardcover
Umfang: 132 Seiten
Inhalt: Teenage Mutant Ninja Turtles/Ghostbusters 1-4
Verlag: Dani Books
Preis: 16,99 Euro (SC) / 29,99 Euro (HC)

Donatello hat mithilfe von ein paar Blaupausen, die er von Fugitoid hat und mit Unterstützung von Harold einen Teleporter gebaut. Der erste Test mit einem Apfel verläuft noch sehr vielversprechend, doch als sich die vier Brüder zusammen mit April und Casey in das Versteck der Turtles teleportieren wollen, gibt es ein kleines Unglück und sie alle landen in New York City, wo sie auch recht schnell die Bekanntschaft mit den Ghostbusters machen. Gerade rechtzeitig, wie sich scheint, denn ein alter japanischer Geist versucht sich in New York zu manifestieren …

Mit dem Autorenteam Erik Burnham und Tom Waltz sitzen genau die beiden Richtigen an diesem Titel. Denn beide haben die nötige Erfahrung, um „ihre“ jeweiligen Helden ins rechte Licht zu rücken. Tom Waltz, der die Turtles seit ihrem Neustart bei IDW begleitet und Erik Burnham, der sich durchaus als geistige Vater der aktuellen Abenteuer der Ghostbusters bezeichnen darf. Aber damit nicht genug. Denn beide hatten auch mit dem jeweils anderen Universum Kontakt. Während Burnham den Splinter-OneShot schrieb, war Waltz auch gleichzeitig der Redakteur der monatlichen Ghostbusters-Comicserie. Das es von der Idee zu diesem Abenteuer, welche auf der San Diego Comic Con im Jahr 2012 entstand. Dass es dann aber noch gute 3 Jahre dauerte, bis das Endergbnis vorliegt, wird sehr schon in den Extras, die Dani Books diesem Band spendierte erklärt. Neben der üblichen Covergalerie, gibt es nämlich noch einen Textanhang in dem Erik Burnham und Tom Waltz einen Blick hinter die Kulissen zu den einzelnen Kapiteln und besonderen Panels gewähren.
Abgerundet wird der Band mit den wirklich schönen Zeichnungen von Dan Shoening, der mit den Ghostbusters schon um das ein oder ander Mal sein Talent bewiesen hat. Und auch, wenn er durchaus seinen ganz eigenen Stil hat, der jedoch unverwechselbar und sehr animationslastig wirkt, trifft er dennoch den geist der alten Animationsserie, ohne deren Stil zu kopieren. Er schafft es außerdem die Turtles geradezu ideal in den Stil der Ghostbusters zu transportieren, bis auf einen Aspekt. Seine Version der Turtles sehen aufgrund des überdimensionalen Panzers irgendwie „fett“ aus, was dem Spaß jedoch keinen wirklichen Abbruch tut.

Burnham, Waltz und Shoening sind ein echtes Dreamteam und sie haben mit diesem Abenteuer einen Wunschtraum vieler Fans wahr werden lassen. Und dies offenbar so erfolgreich, dass IDW bereits eine zweite Miniserie mit den beiden Franchises angekündigt hat. Aber auch Dani Books kann zufrieden mit dieser Veröffentlichung sein. Der Erfolg spricht für sich und so bekommen die Ghostbusters demnächst ihre erste eigene deutsche Veröffentlichung bei dem kleinen Verlag aus Groß-Gerau. Mit der US-Miniserie „Ghostbusters: Get Real“ veröffentlicht Jano Rohleder ein weiteres Crossover, in dem die aktuellen Comicinkarnationen auf ihre alten Versionen aus der Animationsserie treffen. Zwar besitze ich diesen Band bereits als US-Fassung, doch wenn mir die deutsche Version vorliegt, werde ich auch diesen hier vorstellen. Eventuell sogar als Deutsch/US-Vergleich.

Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles [November 2016]

Autor: James Tynion IV
Zeichner: Freddie E. Williams II
Format: Softcover
Umfang: 140 Seiten
Inhalt: Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles 1-6
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Gotham kommt einfach nicht zur Ruhe. Zum bereits vierten Mal wurde innerhalb kürzester Zeit experimentelle Militärtechnik gestohlen und jedes Mal scheinen mysteriöse und unbekannte Ninjas an den Tatorten gesichtet worden zu sein. Zuerst vermutet Bruce Wayne, alias Batman, seinen Widersacher Ra’s al Ghul hinter diesen Taten, doch schnell zeigt sich, dass er es nicht sein kann. Zumindest jetzt noch nicht. So richtig absurd wird die Sache aber, als er am nächsten Tatort auf vier offenbar mutierte Riesenschildkröten und eine ebenfalls durch Mutation veränderte Ratte trifft, die nicht nur sprechen können, sondern auch in der asiatischen Kampfkunst recht bewandert scheinen …

Er kennt Batman ganz genau. Autor James Tynion IV. Immerhin ist er bereist seit geraumer Zeit einer der Stammautoren des Mitternachtsdetektivs. Mit den Turtles hingegen hat er überhaupt noch keine Erfahrung, scheint aber, so wirkt es zumindest nach der Lektüre auf mich, ein großer Fan der Schildkrötenbrüder zu sein. Denn Tynion versteht es nicht nur Batman in gewohnter und bekannter Manier darzustellen, sondern schafft es ebenso, die Turtles mit all ihren Eigenheiten zu charakterisieren. Sogar Michelangelo bringt seinen flapsigen und manchmal doch recht kindischen Humor mit, während sich Donatello für Batmans technische Spielereien beschäftigen kann. Etwas komisch, zumindest zu Beginn, mutet die gute Beziehung von Batman zu Raphael an. Nimmt man es nämlich ganz genau, müsste er eigentlich mit Leonardo den besseren Draht haben, da beide eine Anführerposition innehaben und mit taktischen und organisatorischen Fähigkeiten aufwarten. Wenn man jedoch die Interaktionen zwischen Batman und Raphael näher betrachtet, zeigen sich gewisse charakterliche Übereinstimmungen, die durchaus faszinierend sind.
Und dann wären da noch die Zeichnungen von Freddie E. Williams II, die einen bereits vom Cover entgegenleuchten. Batman ist düster, wie eh und je und auch die Turtles sehen sehr gut aus. Anders als bei dem Turtles/Ghostbusters-Crossover, das eher auf einen Animationsstil setzt, wirkt Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles realistischer. Auch sehen die Turtles gut genug aus, dass man sich durchaus vorstellen kann, sie würden jederzeit neben einem auftauchen. Die insgesamt recht dunklen Bilder fangen auch sehr gut die Stimmung des Abenteuers ein. Doch es gibt auch etwas zu bemängeln. Williams verpasst jeder Figur, die sich etwas weiter im Vordergrund befindet, eine dicke helle Outline, wodurch es wirkt, als wären die Figuren im Nachhinein „aufgepappt“ worden, was mitunter ein wenig der Stimmung schadet.

Eines gleich vorweg. Ich werde hier keinen direkten Vergleich der beiden Ausgaben anstreben, da dies einfach nicht wirklich fair wäre. Auch wenn beide Ausgaben im Grunde große Ähnlichkeiten aufweisen, steht doch jedes sehr gut für sich selbst. Das eine ist bunter und vor allem humorvoller, während das andere düsterer und mehr auf die Kampfaction ausgelegt ist. Fans der Turtles werden auf jeden Fall an beiden Bänden ihre Freude haben und wer sich bei Batman wohlfühlt, wird auch mit diesem, etwas anderen Abenteuer, nichts falsch machen.

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