Gaston (Gratis Comic Tag Review Nr. 29) [Carlsen, Mai 2017]

Eine Info, die ich bisher in meinen Reviews vom Carlsen Verlag, mehr oder weniger, verschwiegen habe, ist die, dass die Jungs und Mädels in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiern. 50 Jahre Carlsen Comics ist schon eine beachtliche Leistung. Und dass der in diesem Heft vorgestellte Redaktionsbote Gaston, von Franquin, ebenfalls ein Jubiläum zu feiern hat, und zwar sein 60. ist auch gleich noch eine Erwähnung wert.

Gaston

Gaston ist schon ein kleiner Schussel. Sicher, er meint es immer nur gut und manchmal ist er einfach nur naiv, aber mit seinem Verhalten geht er vielen seiner Mitmenschen, oft gänzlich unbewusst; auf die Nerven. Am häufigsten hat er es jedoch auf seinen Kollegen Fantasio abgesehen, der regelmäßig unter Gastons Eskapaden leiden muss. Sei es Camping im Büro, seine Vorliebe für Nüsse und Esskastanien, die er gerne über offenem Feuer röstet (im Büro wohlgemerkt) oder seine häufig nicht ganz durchdachten Erfindungen und Ideen, er hat schon mit so ziemlich jedem einen kleinen Disput gehabt. Doch auf ihn verzichten möchte dann auch keiner …

Im Original ist Gaston Angestellter beim Dupuis-Verlag. Das als Druckerei gestartete Unternehmen avancierte recht schnell zum erfolgreichsten Verlag Belgiens. In Deutschland treibt Gaston unterdessen zuerst beim Kauka-Verlag von 1968 bis 1978 und seit den frühen 80er Jahren im Carlsen Verlag sein Unwesen. Sein vollständiger Name lautet Gaston Lagaffe, wobei „la gaffe“ soviel bedeutet wie Patzer, Ungeschick, Schnitzer oder auch Entgleisung, was natürlich perfekt zu seinem Charakter passt. Zuerst war Gaston als Lückenfüller in Spirou gedacht, bekam aber nach einigen Auftritten seine eigene Serie, die Erfinder André Farnquin auch bis zu seinem Tod 1997 zeichnete.
In diesem Heft sind nun ein paar seiner schönsten Erlebnisse in den Redaktionsräumen des Carlsen Verlages abgedruckt und ehrlicherweise muss ich sagen, dass die meist zweizeiligen Strips zu Beginn noch recht unterhaltsam sind, aber auch recht schnell an Witz verlieren, weil es sich ja doch recht schnell wiederholt. Ich denke Gaston ist eine Art Funny, den man stückchenweise genießen sollte, anstatt in geballter Form. Als täglicher Strip, zum Beispiel, stelle ich mir das ganz amüsant vor. In so geballter Form, wie in diesem Heft ist er für mich leider nur bedingt unterhaltsam. Die Zeichnungen möchte ich nur nebenbei erwähnen. Nicht etwa, dass sie schlecht wären, was sie beileibe nicht sind, sondern einfach weil es der typische Franquin’sche Stil ist, den man entweder mag, oder eben nicht. Mir gefällt er durchaus, was schon alleine daran liegt, dass das Artwork für sich gesehen schon recht slapstick-artig ist.

In geballter Form ist Gaston schon recht schwerfällig, aber in kleinen Dosen ist er sehr unterhaltsam. Sogar so gut, dass man ihn sich auch gerne öfters anschaut und durchließt. Mit Pausen natürlich.

Morgen folgt dann mit „Monster Allergy“ auch schon das letzte Gratis Comic Tag-Review für dieses Jahr, und es wird ein wenig anders ausfallen, wie alle anderen GCT-Reviews in diesem Jahr. Lasst euch überraschen. Bis Morgen …

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