Gratis Comic Tag 2017: Gil St. Andre – Eine seltsame Entführung [All Verlag, Mai 2017]

Ich lese derzeit einige Gratis Comic Tag Hefte 2017 und nach der Lektüre von Gil St. Andre – Eine seltsame Entführung aus dem All Verlag, bin ich äußerst positiv überrascht worden. Was mich in diesem Heft erwartet, oder worum es geht, das wusste ich nicht. Jedenfalls ist die Thriller – oder Kriminalgeschichte in diesem Heft äußerst spannend erzählt und macht definitiv Lust auf mehr. Hinzu kommt, dass die klassischen frankobelgischen Zeichnungen keine Wünsche offen lassen. Der All Verlag hat mit diesem Gratis Comic Tag Heft 2017 definitiv einen sehr gelungenen Titel ins Rennen geschickt und ich bin mir sicher, dass die ein oder andern Leser nach dieser spannenden Lektüre, sich den ersten Zyklus der Gesamtausgabe zulegen werden.

Gil St. Andre: Eine seltsame Entführung

Gil St-Andre führt ein ruhiges Leben, bis eines Tages seine Frau Sylvia spurlos verschwindet.
Zunächst bleibt die Suche der Polizei nach der Entführten erfolglos und Gil beginnt, selbst Nachforschungen anzustellen. Dabei wird er von einer jungen Polizeianwärterin unterstützt. Die Nachforschungen führen die beiden nach Belgien, wo sie hilflos zusehen müssen, wie eine weitere Frau entführt wird. Nach ihrer Rückkehr nach Lyon wird auch noch Gils Schwiegermutter ermordet.
Von der Polizei als Täter gesucht, ist er gezwungen zu fliehen… So beginnt ein unglaubliches Abenteuer, dass das Leben von Gil für immer verändern wird …

Die im Original von 1996 bis 2001 erschienene Serie wurde von Jean-Charles Kraehn (Tramp, Futura) und Sylvain Vallee (Es war einmal in Frankreich, XIII Mystery) gestaltet.

Das Gratis Comic Tag Heft präsentiert das komplette erste Album der dreiteiligen Gesamtausgabe von Gil St Andre.

Der Typ ist komisch ...

Der Typ ist komisch …

Der Leser erhält eine komplette Story für umsonst. Mehr Inhalt geht definitiv nicht. Dieses Heft sollte man sich möglichst nicht entgehen lassen.
Das Heft startet in einer Bar. Die Kellnerin ist blond und hübsch anzusehen. An einem Tisch sitzt ein komischer Kerl, der scheinbar mit sich selbst spricht und die Kellnerin anstarrt.
Auf dem Nachhauseweg verschwindet die Kellnerin spurlos.
Darauf folgt ein Szenenwechsel und der Leser lernt den wohlhabenderen Gil St. Andre und seine Familie etwas näher kennen. Sabine die kleine Tochter und seine Frau Sylvia scheinen ein schönes Leben an einem perfekten Ort in Frankreich zu führen. Gleich erscheint Besuch, es geht um geschäftliche Angelegenheiten, doch Sylvia muss noch kurzerhand etwas vom nicht weit entfernten Lebensmittelladen einkaufen. Einige Zeit vergeht, der Besuch ist bereits eingetroffen, doch Sylvia taucht nicht wieder auf …
Am nächsten Tag bei der Polizei erfährt Gil nicht die Hilfe, die er sich bei der Suche nach seiner Frau gewünscht hätte.
So beginnt Gil, Nachforschungen auf eigene Faust anzustellen. Erste mögliche Hinweise aus der Nachbarschaft treffen ein. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit dem Mädchen aus der Bar, welches ebenfalls vor einigen Tagen spurlos verschwunden ist.

Eine fröhliche Familie ...

Eine fröhliche Familie …

So entfaltet sich für den Leser ein sehr rasantes und spannendes Abenteuer auf der Suche nach den verschwundenen Mädchen. Gil erfährt ungeahnte Unterstützung einer jungen Dame vom Polizeirevier, die entgegen ihrer Erlaubnis gemeinsam mit Gil agiert. Der Leser erfährt auch häppchenweise Informationen über den möglichen Täter Glen. Diese Informationen machen die Geschichte in Bezug auf die Jagd nach den verschwundenen Mädchen umso spannender. Die Zeit wir knapp, Gil entgeht nur knapp einem Mordversuch. Scheinbar schnüffelt Gil zu viel herum. Bis zum Ende in diesem Heft ist die Geschichte durchgehend rasant und spannend erzählt, zeichnerisch wie bereits erwähnt typisch frankobelgischer Stoff. Für mich gibt es nichts zu bemängeln, was die Zeichnungen und die Farbgebung anbelangt. Viele Details tummeln sich in den einzelnen Panels und die Farbgebung ist nicht so kräftig bunt, eher etwas zurückhaltend. Zeichnungen und Farbgebungen treffen den Charme der Charaktere und Ortschaften in Frankreich.
Das Ende hingegen ist definitiv nicht so, wie es der Leser erwarten wird. So muss eine Kriminalgeschichte erzählt sein, spannend von Anfang bis zum Schluss. Der Leser ist am Ende äußerst neugierig geworden, wie es wohl in den nächsten Bänden weitergehen wird. Mich hat die Story gepackt, ich bin äußerst neugierig geworden und habe mir den ersten Band auf meine „Will ich mir in absehbarer Zeit kaufen“ Liste gepackt. Dafür ist doch der Gratis Comic Tag da, dass Leser den Reiz an Geschichten entdecken, welche sie zuvor nicht auf dem Schirm gehabt haben. Ich wäre bisher nicht auf die Idee gekommen, mir den ersten Band von Gil St. Andre zu kaufen, doch nach dieser Lektüre sieht das wieder ganz anders aus.

Ein Abend in der Bar ...

Ein Abend in der Bar …

Einzig und allein ein Kritikpunkt könnte sein, dass der Hauptcharakter Gil derzeit noch etwas blass und dünn auf den Leser in Bezug auf eine ausgetüftelte Hintergrundgeschichte wirken mag. Auch die damit einhergehenden Sympathiepunkte könnten sich noch in den folgenden Bänden entsprechend entwickeln.  Über Gil hat der Leser in diesem Heft noch nicht viel erfahren, es gibt auf den ersten Blick durchaus andere Charaktere die mehr Anziehungskraft auf den Leser versprühen als Gil. So zum Beispiel der zu Beginn mit sich selbst sprechende Typ in der Bar, oder auch die junge Polizistin, welche Gil bei der Suche nach den verschwundenen Frauen behilflich ist.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2017 All Verlag

Der erste Zyklus der Gesamtausgabe ist als Hardcover und als limitierte VZA erhältlich.
Bei Amazon zu erwerben.

 Gil St. Andre – 1. Zyklus (Gesamtausgabe)

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