Suicide Squad Nr. 3 [Panini, Juni 2017]

Das dritte Heft der aktuellen Heftserie rund um die Suicide Squad dreht sich in der Hauptstory um den Terror hinter den Gittern der Strafanstalt Belle Reve in Louisiana. Dort ist der Sitz der Suicide Squad unter der Aufsicht von Amanda Waller, Direktorin und ihren Kollegen Rick Flag, Suicide Squad Feldkommandeur und Rick Flags Stellvertreterin Katana. Dazu gibt es noch eine Geschichte über Hack, die sich selbst und andere Menschen in reine Informationen verwandeln kann. Mit dieser Technik ist sie in der Lage, in jedes Internet Netzwerk einzubrechen. Ausgerechnet Hack möchte der Suicide Squad beitreten. Die dritte Geschichte in diesem Heft dreht sich um die Herkunft von Waylon Jones, der aufgrund seines Aussehens auch Killer Croc genannt wird.

Suicide Squad Nr. 3

Schlägt man das Heft auf, so findet sich auf der ersten Seite im Missions-Briefing eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse und den dazugehörigen Charakteren.
Wie immer finde ich als Neuling im DC und auch Marvel Universum diese Art von Einleitung sehr hilfreich.
Für die Hauptstory zeichnet sich Jim Lee verantwortlich, der wie gewohnt astreinen amerikanischen Mainstream auf das Papier bringt. Farbig bunt und kräftig, aber dennoch der Story entsprechend düster im Gefängnis Belle Reve sind die Zeichnungen.

Kein Flirt während der Arbeit ...

Kein Flirt während der Arbeit …

General Zod, der kryptonische Militärdespot konnte innerhalb der schwarzen Sphäre, einer Art Phantom Zone, gefangen genommen werden. Jetzt stehen unter Aufsicht von Amanda Waller weitere gefährliche Untersuchungen an General Zod an. Dabei kommt es zu einem Stromausfall, die Gefängnistüren öffnen sich und beinahe die gesamte Crew mitsamt Insassen in der Strafanstalt Belle Reve beginnen sich selbst umzubringen. Das hat auch fatale Auswirkungen auf die Suicide Squad, doch irgendwas ist anders mit Harley Quinn …
Die Hauptstory macht in dem ganzen Chaos definitiv Lust auf mehr. Während die ersten paar Seiten dem Leser noch Luft zum Atmen lassen und einführende Informationen über General Zod und die aktuelle Lage preisgeben, kommt es in den darauffolgenden Panels bereits zu ersten Auseinandersetzungen. Scheinbar ist Colonel Flag nicht ganz einverstanden damit, wie Amanda Waller mit General Zod umgehen will und schießt auf sie …

Harley Quinn macht etwas Stress ...

Harley Quinn macht etwas Stress …

Damit rechnet der Leser nicht, und wie es weitergeht, ist gekonnt in Szene gesetzt. Hack und Killer Croc sitzen im Gefängnis, was wird es mit diesen beiden Personen noch auf sich haben? Action, Spannung, etwas Dramatik und interessante Figuren lassen diese Story gekonnt wachsen. Meine Neugier ist geweckt und ich bin sehr interessiert daran, wie es im nächsten Heft weitergehen wird. Die folgenden beiden Geschichten über Hack und Killer Croc sind unabhängig von der Hauptstory zu lesen und geben gute Hintergrundinformationen bekannt. Wer hätte gedacht, dass Hack ein riesiger Fan von Harley Quinn ist? Amanda Waller führt quasi mit beiden in ihrer Zelle ein Herkunftsinterview.  Hack ist aufgewachsen in den Slums nahe Nairobi. Wie das Leben in den Slums als Kind sein mag, kann man sich mit Sicherheit gut vorstellen. Kriminalität, Drogen, Gewalt und eine nicht einfache Kindheit hat Hack in den Slums verbracht, bis sie erstmalig ihre Kraft sich in Daten einzuschleusen kennenlernte. Warum will Hack den unbedingt der Suicide Squad beitreten? Das ist eine sehr interessante Frage, auf die mit Sicherheit in den nächsten Heften noch weiter eingegangen wird. Die Geschichte von Killer Croc dagegen sieht schon wieder ganz anders aus. Aufgewachsen in den gefährlichen Sümpfen, ist das Leben auch nicht leicht zu bewältigen. Waylon Jones wurde bereits ähnlich wie ein Reptil geboren, es ist eine Art von Reptilien Atavismus. Aufgewachsen ist er nicht bei seinen Eltern, er wurde von seiner Tante aufgenommen. Eines Tages ist ein Kind im Dorf spurlos verschwunden, Waylon Jones hat eine grobe Ahnung, wo der Junge nach tagelanger Suche der Dorfbewohner sein könnte. Er geht mit seiner Freundin Emma auf die Suche des vermissten Jungen, doch Emma stirbt. War es wirklich Waylon Jones?

Killer Croc hat Hunger ...

Killer Croc hat Hunger …

Die letzten beiden Seiten in diesem Heft geben dem Leser wieder reichlich Hintergrundinformationen zu den Storys. Das macht es wesentlich leichter, den Storys zu folgen und weitreichendere Zusammenhänge können so besser verstanden werden. Ich bin froh, dass es jeweils ein Vorwort am Anfang des Heftes und ein Nachwort am Ende des Heftes gibt. So wird der Leser auch gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht, welche Hefte und Storys er sich in den kommenden Monaten zulegen sollte, damit die jeweilige Story entsprechend vollständig gelesen werden kann.

Eine gelungene Nummer 3, welche definitiv Lust auf mehr macht. Die Hauptstory rockt, und die beiden Nebengeschichten sind ebenfalls richtig platziert.
Wer noch nicht angefangen hat, im aktuellen DC -Rebirth Universum reinzuschnuppern, der sollte es in Erwägung ziehen, sich mit den Suicide Squad anzufreunden.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2017 Panini / DC Comics

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2 Kommentare zu “Suicide Squad Nr. 3 [Panini, Juni 2017]

  1. Bei diesem “Schurken arbeiten für die Regierung Ding“ hab ich ja immer Marvels X-Force favorisiert. Vielleicht sollte ich dich mal in die Suicide Squad reinschauen 🙂

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