Ma-Co-Re-Mix (Vol. 52) (Die neuen X-Men Nr. 21 & 22)

Ich arbeite weiter fleißig meinen Lesestapel ab und bin jetzt nur noch knapp zwei Jahre zurück bei den neuen X-Men. Viel ist es hier bei der Serie aber nicht mehr, da ich die Reihe nur noch so lange im Abo hatte, wie Miles bei den X-Men dabei war. Also ist das Ende schon recht nah. Und nun geht es los, mit seinem Zusammentreffen und den neuen X-Men …

MaCoReMix

Die neuen X-Men Nr. 21 [April 2015]

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Mahmud Asrar
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: All-New X-Men (2013) 31-32
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Zusammen mit Kitty Pryde und ihrer neuen Teamgefährtin X-23, für die der junge Warren Worthington III ein großes Interesse entwickelt hat, haben sich die jungen X-Men der neuen Xavier-Schule von Cyclops angeschlossen. Doch nicht alle. Denn der junge Scott Summers reist fortan mit seinem für tot geglaubten Vater Corsair durch die unendlichen Weiten des Weltalls. Doch nun müssen sich die recht ungleichen Helden erst einmal neu sammeln und organisieren, als auf eine neue Mutantin treffen, die das jungen Team quer durch Raum und Zeit wirft. Schon bald finden sich die einzelnen Teammitglieder an den verschiedensten Orten der Erde wieder, und in gänzlich anderen Universen, wie Jean Grey feststellen muss, als sie plötzlich auf Miles Morales, den ultimativen Spider-Man trifft …

Wie ihr wisst, zumindest diejenigen die meinem Blog schon länger folgen, halte ich von Bendis‘ X-Men nicht allzuviel. Okay, sie sind kurzweilig und haben ein paar Gute Ideen, aber wie so oft bei Teamserien krankt es an den einzelnen Charakterisierungen, wodurch die Figuren eindimensional und farblos wirken. Und nur die Action reicht auf Dauer alleine nun mal nicht aus. Positiv ist allerdings die Verknüpfung zum ultimativen Universum, wo die jungen X-Men ja rein formell gut hineinpassen würde. Außerdem passt es zu dem derzeitigen Raum-Zeit-Chaos, welches durch die diversen Zwischenfälle hervorgerufen wurde.
Auch an die Zeichnungen vom so hoch gelobten Mahmud Asrar gewöhne ich mich langsam, wenngleich ich Stuart Immonen trotzdem vermisse. Vor allem, wenn mich mir Asrars Kopfe so ansehe, die allesamt irgendwie rund und eiförmig wirken. Egal ob Mann oder Frau, Dick oder dünn. Und was Gesichtsausdrücke betrifft, müsste der gute Herr eigentlich auch noch einmal die Schulbank drücken. So nichtssagend und beschränkt auf maximal drei Emotionen, habe ich bisher in kaum einem anderen Heft gesehen.

Die Ansätze sind gut, die Umsetzung fällt schwächer aus und die Zeichnungen könnten besser sein. Zumindest ist die Idee der Verbindung mit dem ultimativen Universum ganz spannend, sodass ich mir vom nächsten Heft einiges erwarte …

Die neuen X-Men Nr. 22 [Mai 2015]

Autor: Brian Michael Bendis, Cullen Bunn
Zeichner: Mahmud Asrar, Gabriel Hernandez Walta
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: All-New X-Men (2013) 33 & Magneto (2014) 9
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Iceman muss sich gegen Moleman und seine Moloiden behaupten, Warren findet nach seiner Rückkehr aus dem Wilden Land X-23 wieder und wird von einem Sohn Wolverines verfolgt, Hank landet in Latveria, wo er auf Victor van Damme, alias Dr. Doom trifft und Jean Grey muss sich mit den pubertierenden Miles und Ganke herumschlagen …
Aber auch Magneto muss sich unterdessen aus Genosha einigen Problemen, Gegnern und vor allem Ängsten, stellen.

Ja, doch. Die Entwicklungen machen schon Spaß. Auch die Liebesbeziehung, sofern man dies so bezeichnen kann, zwischen Warren und X-23 scheint ganz interessant zu sein. Aber irgendwie kommt alles nicht so recht vorwärts, und statt sich den einzelnen Charakteren zu widmen und sie näher zu beleuchten und kennenzulernen, sowie zwischenmenschliche Beziehungen darzustellen, wechselt Bendis genau dann, wenn es zu solchen Momenten kommen könnte, einfach zum nächsten X-Men und macht mit etwas Action weiter. So macht das einfach nicht wirklich Freude und die guten Ansätze verpuffen im Nichts. Zu Mahmud Asrar schweige ich mich diesmal lieber aus.
Die zweite Hälfte des Heftes ist dem ehemaligen Bösewicht Magneto gewidmet. Wobei. Ehemalig? Sicher?
Naja, eigentlich mal so und mal so. Hier in diesem Fall ist es weder Fisch noch Fleisch und ohne wirkliche Vorkenntnisse kann man sich auch nur bedingt eine Meinung bilden. Ja, okay, das Ganze stellt eine Art Prolog zu AXIS dar, dem damals bald startenden Event, aber so richtig heißmacht mich das bis jetzt nicht. Und ehrlich gesagt ist es alles andere als motivierend, wenn schon wieder einmal Magnetos KZ-Vergangenheit als Aufhänger herhalten muss. Vielleicht wäre es alles verständlicher, wenn man die bisherigen Ereignisse kennen würde, aber so ist es nur belanglos. Dafür sehen die Zeichnungen von Gabriel Hernandez Walta ganz ansehnlich aus. Auch wenn sie mir persönlich überwiegend zu dunkel gehalten sind.

Irgendwie so halb und halb. Es macht schon ein bisschen Spaß, aber dann ist da auch dieses Gefühl der Unzufriedenheit. Das Unvollständige. Man hat das Empfinden, das etwas fehlen würde. Die Optik ist auch nur bedingt eine Motivation, dem Ganzen folgen zu wollen. So wurden meine Erwartungen, erwartungsgemäß enttäuscht und Bendis folgt seinen alten Mustern. Der Meister ist über seinen Zenit hinaus…

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