Asterix Review Special (50): Uderzo – Der weite Weg zu Asterix

Ja, ihr lest richtig. Dies hier ist bereits das 50. Asterix Review Special. Und das bedeutet, dass ich euch nun schon seit mehr als 4 Jahren jeden Monat etwas aus der reichhaltigen Welt von Asterix vorstelle. Von den Abenteuer-Alben, mit denen alles begann, über die teils sehr guten Filme, zu den Sonderbänden und die reichhaltig vorhandenen Spiele. Und ja, da kommt noch einiges mehr auf euch zu. Auf mich allerdings auch. Und gerade die Games fressen eine ganze Menge Zeit. Doch nun zur heutigen Jubiläumsausgabe, in der ich euch einen besonderen Band vorstellen möchte …

Ein Blick auf Uderzos Freundewand

Uderzos illustrierte mit 12 die Fabel „Der kleine Hahn, die Katze und das Mäuschen“ von La Fontaine in seinem Schulheft.

Wer den Blog und auch die Asterix Review Specials schon eine Weile eine verfolgt, dem wird das heute vorgestellte Buch bekannt vorkommen. Immerhin habe ich es schon einige Male verwendet, um euch mit Hintergrundinfos zu versorgen. Dieser Band hat mir einige Male gute Dienste geleistet, da es nicht immer so einfach war, zu den Asterix-Alben Hintergrundinfos zusammenzutragen. Auch das allmächtige Internet weiß eben nicht alles. Das Buch zwar auch nicht, aber geholfen hat es trotzdem.

„Uderzo – Der Weite Weg zu Asterix“ erschien erstmals im Jahr 1986 als vollständige Lizenzausgabe beim Ehapa Verlag Stuttgart. Im Original erschien die Ausgabe bei Phillipsen mit dem Originaltitel „Uderzo – de Flamberge à Asterix“. Ein Jahr später wurde diese Ausgabe innerhalb der Sammelbandreihe des Horizont-Verlags, die jeweils 4 Abenteuer in einem Hardcover mit brauner Ledereinbandoptik und Goldprägung vereinte erneut aufgelegt. Während der Band äußerlich die gleiche Aufmachung trägt, sind die Innenbandseiten bräunlich und außerdem hat sie keinen Schuber, wie die Erstauflage vom Ehapa Verlag.

Selbstbildnis von Albert, mit seinem Bruder und seiner Mutter.

Selbst den gleichen Fehler hat man bei der Neuauflage übernommen. Denn obwohl der Band den Titel „Uderzo – Der weite Weg zu Asterix trägt“ prangt in beiden Fällen „Uderzo – Auf dem Weg zu Asterix“ auf dem Buchrücken. Und ja, nur dort. Im Impressum steht wieder der korrekte Titel.

Umpah Pah, der erste Versuch

Die Erstauflage, aus dem Jahr 1986, war zu einem stolzen Preis von 98,- DM käuflich zu erwerben. Auch heute ist der Band, wenn man ihn in einem guten Zustand mit Schuber findet, nicht ganz billig. Anders sieht es mit der Neuauflage aus der Horizont-Sammelbandreihe aus. Schon dieser war mit 78,- DM ein wenig günstiger und hatte auch eine höhere Auflage, weshalb er schneller und günstiger zu finden ist. Ebay und Antiquariate (auch online, wie z.B. Booklooker) sind hierbei die besten Anlaufstellen.

Uderzo – Der weite Weg zu Asterix“ (Ehapa, 1986)

Von der Geburt im Jahre 1927 schildert dieser Band auf über 270 Seiten den Werdegang des Zeichners und Schöpfers Albert Uderzo. Seien es die ersten Gehversuche am Zeichenbrett, die frühen Auftragsarbeiten, das Aufeinandertreffen mit René Goscinny, woraus eine tiefe Freundschaft entstand, bis hin zu den Erfolgen mit Asterix und auch die Zeit nach Goscinnys Tod, in der Uderzo mit sich und dem Schicksal von Asterix rang und sich dafür entschied weiterzumachen. Der Band reicht bis fast zur Mitte der 80er Jahre und enthält neben vielen Textbeiträgen auch Fotos und Zeichnungen/Skizzen, nicht nur von Uderzo, sondern auch Freunden wie Peyo.

Uderzos erste eigene Comicversuche

Das Buch ist nicht nur ein Nachschlagewerk für alle Fans von Albert Uderzo, sondern auch gibt auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Christian Philippsen, ohne den dieses Buch nie entstanden wäre, stellt einen eher unbekannten Uderzo vor. Einen der nicht nur der Spaßvogel, sondern manchmal auch sehr nachdenklich sein kann. Einen Jungen, mit einem Ziel und dem eisernen Willen dieses Ziel zu erreichen. Seine Zeit im Zirkus mit Freunden und Familie. Wie ihn der amerikanische Markt, vor allem Disney, beeinflusst hat und, wie er selbst einen Superhelden erfindet, den es über dem großen Teich bereits gibt, ohne das er davon weiß. Und es gibt noch viel mehr.

Rechte Seite: Uderzo erfährt vom Tod seines Freundes Goscinny Linke Seite: Goscinny bittet Uderzo den unten abgebildeten Text zur Premiere von Asterix erobert Rom vorzutragen, da er sich nicht gut fühlt.

Synopsis und Endergebnis von Seite 44 aus „Die Trabantenstadt“

Originalskripte mitsamt deutscher Übersetzung, Familienfotos, kurze Comicgeschichten (damals sogar noch teilweise unveröffentlicht), Charakterstudien, die Entstehung des Studios Idéfix und des wohl besten Asterix-Films „Asterix erobert Rom“, Merchandising Produkte, die Zeit bei Pilote und vor allem sehr viel Privates. Alberts Eltern, Geschwister, Freunde und wie er seine Liebe kennenlernte und Vater wurde.

Danksagung von Louis de Funes

In sehr emotionalen Texten, begleitet von ebenso persönlichen Bildern, zeigt Christian Philippsen, dass Uderzo mehr ist, als nur der geistige Vater von Asterix. Er ist ein Vater, ein Künstler und für viele Menschen ein sehr guter Freund, was diverse Grüße und Danksagungen, unter anderem von Peyo zum neuen Jahr, Ephraim Kishon, dem er eine Umschlag-Illustration zeichnete, oder Louis de Funès, der sich für ein Wandgemälde bedankt, welches Uderzo für einen Molière-Film anfertigte.

Merchandising aller Art und mittendrin Albert Uderzo

Auch wenn dieser Band weder Comic ist, noch direkt etwas mit Asterix zu tun hat, ehrlicherweise dreht sich nur die zweite Hälfte um die beiden Gallier, welche dann auch noch reichhaltig bebildert ist, ist er dennoch ein unverzichtbares Werk für jeden Asterix-Fan. Schade nur, dass es nicht etwas ähnlich umfangreiches für René Goscinny gibt. Zum Abschluss möchte ich dieses Review mit einem Zitat aus dem Band beenden, das auch hier am Ende dieses Bandes seine Verwendung fand:

„Es war einmal ein kleiner Junge, der sich vorgenommen hatte, später ein Clown zu werden…
Ist Albert Uderzo nicht jener Clown geworden, den er als Knirps vor dem Plakat an der roten Backsteinmauer in Clichy-sous-Bois gespielt hat? Hat er nicht seinen Kindertraum verwirklicht? Er macht seine Späße nun durch die Zeichnungen. Der Clown versteckt sich jetzt hinter dem Plakat.“

Eine erste Skizze für einen Asterix-Freizeitpark

Copyright aller verwendeten Bilder © 1986-2017 Les Editions Albert/Rene Goscinny/Uderzo / Ehapa Buchverlag / Philippsen

Die bisherigen Review-Specials:

  1. Asterix der Gallier
  2. Die goldene Sichel
  3. Asterix und die Goten
  4. Asterix als Gladiator
  5. Tour de France
  6. Asterix und Kleopatra
  7. Der Kampf der Häuptlinge
  8. Asterix bei den Briten
  9. Asterix und die Normannen
  10. Asterix als Legionär
  11. Asterix und der Avernerschild
  12. Asterix bei den Olympischen Spielen
  13. Asterix und der Kupferkessel
  14. Asterix in Spanien
  15. Streit um Asterix
  16. Asterix bei den Schweizern
  17. Die Trabantenstadt
  18. Die Lorbeeren des Cäsar
  19. Der Seher
  20. Asterix auf Korsika
  21. Das Geschenk Cäsars
  22. Die grosse Überfahrt
  23. Obelix GmbH & Co. KG
  24. Asterix bei den Belgiern
  25. Der grosse Graben
  26. Die Odyssee
  27. Der Sohn des Asterix
  28. Asterix im Morgenland
  29. Asterix und Maestria
  30. Obelix auf Kreuzfahrt
  31. Asterix und Latraviata
  32. Asterix plaudert aus der Schule
  33. Gallien in Gefahr
  34. Asterix & Obelix feiern Geburtstag
  35. Asterix & Friends (Browsergame)
  36. Asterix der Gallier (Film)
  37. Asterix (Gameboy/NES)
  38. Asterix in Novaesium
  39. Asterix und Kleopatra (Film)
  40. Asterix (SNES)
  41. Gallische Geschichten mit Asterix und Obelix
  42. Asterix & Obelix (Gameboy)
  43. Asterix erobert Rom (Film)
  44. Asterix erobert Rom – Das Buch zum Film (Album, Neuauflage)
  45. 12 Prüfungen für Asterix
  46. Asterix and The Great Rescue (Sega Mega Drive)
  47. Asterix – Sieg über Cäsar (Film)
  48. Uderzo von seinen Freunden gezeichnet
  49. Asterix – The Great Rescue (Game Gear/Master System)

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