Outcast Nr. 3: Gott gab uns ein Licht [Cross Cult, Oktober 2016]

Kyle Barnes, der sein ganzes Leben von Dämonen heimgesucht wurde, muss nun den wohl schlimmsten und emotionalsten Exorzismus seines Lebens durchführen … und lernt dabei mehr über seine Fähigkeiten und erfährt, was um ihn herum geschieht. Geheimnisse, die alles erklären, werden nun endlich gelüftet.

Outcast ist nicht nur Pflichtprogramm für Fans von modernem, stylischem Horror, sondern auch für all jene Gruselfreunde, die vor allem die großen Klassiker vom Format eines „Exorzisten“ oder der legendären „Omen“-Reihe zu schätzen wissen. Exellenter Horror der alten Schule, der mit Bravour leistet, wo Hollywood seit Jahrzehnten versagt – nämlich nicht weniger als die Modernisierung der altehrwürdigen, psychologischen Horrorperlen<<
Dein Antiheld

Outcast Nr. 3: Gott gab uns ein Licht

Nachdem mich der zweite Band bereits enorm gefesselt hat, habe ich auch diesen dritten Band in einem Rutsch verschlungen!
Gott gab uns ein Licht, startet direkt mit voller Wucht. Auf der ersten Seite bringt Mark seine Tochter Holly bei Kyle Barnes in Bett. Er war bei Kyle Barnes zu Hause und wollte ihn um Hilfe bitten.
Kyle Barnes und Reverend Anderson haben mächtig damit zu tun, einen Dämon aus Megan (Kyle Barnes Schwester) auszutreiben. Megan ihr Mann Mark kommt im ungünstigsten Moment herein geplatzt und muss alles mit ansehen. Die Situation eskaliert und Mark stürzt aus dem Fenster. Krankenwagen und Polizei sind vor Ort. Ob Mark jemals wieder laufen kann? Er wird ins nächste Krankenhaus gebracht und medizinisch versorgt. Währenddessen holen die anderen Megan ihre Tochter Holly bei Kyle Barnes zu Hause ab. Dort treffen sie auf den mysteriösen Mann, der seit geraumer Zeit sein Unwesen in der Gemeinde treibt. Ist er wirklich Satan oder der Teufel? Reverend Anderson dreht durch und verprügelt diesen mysteriösen Mann so sehr, dass er ins Gefängnis kommt. Holly geht es allerdings gut, die nächsten Szenen und Gespräche finden im Krankenhaus bei Mark statt.

Mark bringt seine Tochter ins Bett bei Kyle Barnes zu Hause

Mark bringt seine Tochter ins Bett bei Kyle Barnes zu Hause

Bis dahin ist dieser Band enorm spannend gezeichnet und geschrieben, der Leser hechtet von einer Seite zur nächsten. Die Austreibung des Dämon aus Megan nimmt dramatisch viel Raum ein. Das ist enorm gut gemacht, der Leser fiebert mit, es ist äußerst spannend, dramatisch und emotional in Szene gesetzt. Auf rund 38 Seiten hat der Leser kaum Zeit zu atmen!
Erst im Krankenhaus werden dem Leser einige Informationen an die Hand gegeben und die Frage, ob Kyle Barnes wirklich seine Tochter Amber gewürgt und seine damalige Frau verprügelt hat, beantwortet.
Die emotional geschprächsintensiven Szenen nehmen den Leser mit. Auch wenn an dieser Stelle der Leser etwas aufatmen kann, sind diese Informationen alles andere als beruhigend. Wie wird es mit Reverend Anderson weitergehen, wann kommt er aus dem Gefängnis heraus? Was genau hat es mit dem scheinbar mysteriösen Gegenspieler auf sich, der sein Unwesen in der Gemeinde treibt. Wenn dies wirklich ein fieser Dämon, der Teufel oder Satan sein sollte, so plant er sehr geschickt sein Vorhaben. Der Leser erhält eine immer konkreter werdende Vorahnung, was es mit diesem mysteriösen Gegenspieler auf sich haben könnte. Ich bin mir sehr sicher, dass wir in den kommenden Bänden mehr darüber lesen werden. Dieser Handlungsstrang wird zusehends spannender, die Bedrohung nimmt langsam aber sicher zu. Dem Leser beschleicht ein subtiles Gefühl, dass es in den nächsten Bänden ernsthafte Probleme für Kyle Barnes und Reverend Anderson geben kann.

Kyle Barnes und Reverend Anderson versuchen den Dämon aus Megan zu vertreiben

Kyle Barnes und Reverend Anderson versuchen den Dämon aus Megan zu vertreiben

Der nächste intensive Handlungsstrang in diesem Band ist der Hilferuf einer Familie. Ohne die Unterstützung von Reverend Anderson, der seine Zeit im Gefängnis absitzt, eilt Kyle Barnes der Familie zu Hilfe.
Im Keller hält sich Maurice auf, er ist sehr aggressiv und wirkt gefährlich, denn der Dämon hat Besitz von ihm ergriffen. Kyle Barnes hat alle Hände voll zu tun und auch wenn seine Chancen auf eine Austreibung des Dämon nicht gut aussehen, erfährt er etwas neues über sich …
Wie wird Kyle Barnes in den nächsten Bänden mit diesem Wissen umgehen?
Zu guter Letzt gerät Kyle Barnes auch noch in einen Hinterhalt des mysteriösen Gegenspielers …

 Mark kommt im ungünstigsten Moment herein geplatzt und muss alles mit ansehen.

Mark kommt im ungünstigsten Moment herein geplatzt und muss alles mit ansehen.

Was für ein genialer Band. In diesem Comic geschieht sehr viel, was von enormer Bedeutung für die Handlung erscheint. Für ein besseres Verständnis der Handlung ist es wichtig, die Zusammenhänge zu kennen. Hierbei sollte der Leser sich mit den familiären Beziehungen vertraut machen. Wenn der Leser die Familie rund um Kyle Barnes einordnen kann, so kommt man in diesem Band sehr gut zurecht.
Die Frage, was eigentlich ein Outcast ist, und was Kyle Barnes konkret damit zu tun hat, wird nur minimal in diesem Band angedeutet. Der Leser bekommt aber noch kein größeres Bild darüber, höchstens eine kleine Idee, was genau ein Outcast sein könnte. Es ist interessant, scheinbar haben die Dämonen Angst vor Kyle, doch irgendwie brauchen sie ihn auch unbedingt auf ihrem dunklen Pfad.
Dunkle Farben und raue Zeichnungen dominieren den Band, die Stimmung ist düster, leicht räudig und schmutzig. So entsteht eine intensive, emotionale Atmosphäre, die gruseligen Genuss auf mehr macht!
Ich finde, dass Charakterentwicklung, Spannung, Emotionen, Action, ein leicht erhöhter Gruselfaktor der alten Schule und psychologische Herausforderungen in Outcast den Leser in bester Mischung unterhalten! Ein ausgewogener Mix, der Lust auf mehr macht.

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Outcast#3: Gott gab uns ein Licht

Copyright aller verwendeten Bilder ©  2014-2017 Robert Kirkman, Skybound, Image Comics, Cross Cult

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