Bongo Comics des Monats … März 2015 [Panini, März 2015]

… März

Heute ist der Monat März dran, und diesmal fällt auf, dass es keine Ausgabe von den Hauptserien gibt. Dies liegt vor allem daran, dass Bongo in den USA die Veröffentlichung der Hauptreihe „Simpsons Comics“ von 12 Ausgaben pro Jahr auf 10 Ausgaben herabgesetzt haben. Dies schlägt sich natürlich auch in der deutschen Veröffentlichung nieder. Ähnlich ist es daher auch mit den Bart Simpson-Comics und so kommt es zustande, dass es diesen Monat nur zwei Nebenserien vorzustellen sind …

Die wunderbare Welt von Lisa Simpson Nr. 1 [März 2015]

Autor: Heather Nuhfer, Gail Simone, Sherri L. Smith
Zeichner: Nina Matsumoto, Pia Guerra, Kassandra Heller
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons One-Shot Wonders: Lisa 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 3,20 Euro

Es wäre doch traumhaft, wenn Lisa als Pharaonin im alten Ägypten gelebt hätte. Sie wäre eine gütige und weise Herrscherin gewesen. Zumindest glaubt sie das …
Aber auch als Hundehalterin macht sei ihrer Auffassung nach eine besonders gute Figur. Erst recht wenn es sich um den Familienhund Knecht Ruprecht handelt. Aber deswegen ist es trotzdem nicht so leicht, bei einem Wettbewerb für die Vierbeiner zu gewinnen …
Außerdem muss sie erkennen, dass es nicht so einfach ist, Menschen für Bücher zu begeistern, selbst dann, wenn man eine kostenfreie Leihbücherei anbietet …

Zum inzwischen zweiten Mal bekommt Lisa die Chance auf ein eigenes Comicheft. Nach der Simpsons-Variante von Alice im Wunderland, mit dem Titel „Lisa im Wörterland“ darf sie nun in drei recht unterhaltsamen Kurzgeschichten erneut, mehr oder weniger, solo auftreten. Mit Gail Simone ist sogar eine der Ausnahme-Autorinnen der amerikanischen Comicszene mit an Bord. Doch leider ist genau ihre Geschichte (die Zweite um es genau zu sagen) die schwächste im ganzen Heft. Und das nicht nur inhaltlich. Auch optisch weiß diese Geschichte kaum zu gefallen. Ganz anders ist es, zumindest vom visuellen Standpunkt aus, mit den anderen beiden Geschichten. Die Erste, mit dem Artwork der begnadeten Nina Matsumoto, weißt sowohl einen klassischen Simpsonsstil als auch typische Manga- und Anime-Elemente auf, welche sie in beiden Fällen perfekt beherrscht. Ihre Zeichnungen sind jedes Mal atemberaubend, wenn man sich mit ihrem Stil anfreunden kann, was mir sehr einfach fällt. Fast ebenbürtig sind aber auch die Zeichnungen von Kassandra Heller zur dritten Geschichte. Vollkommen anders und dennoch typisch Simpsons ist das Artwork in diesem Fall. Einfach rundum gelungen für meinen Geschmack.

Ein wirklich schönes Heft mit tollen Geschichten und ein noch besseren Artwork, mit Ausnahme einer Story, die aber immer noch guter Durchschnitt ist. Lisa hat mit diesem Heft erneut eine gute Note eingefahren.

Futurama Comics Nr. 58 [März 2015]

Autor: Ian Boothby, Jesse McCann
Zeichner: Mike Kazaleh, John Delaney
Format: Heft
Umfang: 68 Seiten
Inhalt: Futurama Comics (2000) 56-57
Verlag: Panini Comics
Preis: 5,99 Euro

Fry hat die Erde zerstört und muss nun dafür vor Gericht. Aber Moment. Es war ja doch nur ein Restaurant, welches der Erde nachempfunden war. Dennoch wird ihm der Prozess gemacht und er muss als Strafe in einem anderen Restaurant dieser Kette zusammen mit seinen Freunden die Schadenssumme abarbeiten …
Wir schreibe n das Jahr 1999, Silvester, und Fry befindet sich erneut in dem Cryolabor, wo das Schicksal seinen Lauf genommen hat. Doch diesmal landet er nicht im Jahr 3000, sondern in einer Steampunk-Version dessen und muss ich nun seinen alten Freunden und Feinden in neuen Gewändern stellen …

Erneut liefert Ian Boothby eine durchschnittliche Geschichte ab, die augenscheinlich nur dazu dient, Gesellschaftliches und Popkulturelles zitieren zu können. Es ist ein hangeln zwischen diesen Zitaten, ohne dabei wirklich auf die Geschichte einzugehen. Selbst die zweite Story kann mich nicht so recht überzeugen, was eventuell auch am Steampunk-Setting liegt, was mir grundsätzlich nicht so zusagt. Da muss schon eine wirklich gelungene Geschichte kommen, um bei mir zu punkten.
Ähnlich verhält es sich leider auch mit den Zeichnungen beider Geschichten. Mike Kazalehs sonst üblicher leicht abgewandelter Stil weicht diesmal einem 08/15-Artwork, wie es auch bei John Delaney in der zweiten Geschichte der Fall ist. Beide liefern zwar grundsolide Arbeit, lassen aber wieder einmal die Eigenständigkeit vermissen.

Deshalb gibt es auch für diese Doppelausgabe nicht wirklich viel Gutes zu sagen. Der doppelte Umfang alleine reicht eben nicht aus, um ein Heft, was vorher schon nur Durchschnitt war, besser zu machen.

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