Ma-Co-Re-Mix (Vol. 49) (Scarlet Spider Nr. 4 & Venom Nr. 10)

Das ich mit meinen Reviews massiv im Rückstand bin zeigt sich heute mit den beiden Finalausgaben von Scarlet Spider (vom Juli 2014) und Venom (vom Januar 2015). Doch irgendwann hole ich auf. Vielleicht, vermutlich, oder-auch-nicht. 😀 Aber jetzt gibt es erstmal die beiden angesprochenen Reviews …

MaCoReMix

Scarlet Spider Nr. 4: Der Weg ins Grab [Juli 2014]

Autor: Christopher Yost, Erik Burnham
Zeichner: Carlo Barberi, Alé Garza, Horacio Domingues, Paco Medina, Pat Olliffe, David Baldeon, Timothy Green
Format: Softcover
Umfang: 180 Seiten
Inhalt: Scarlet Spider (2012) 17-19, 20 (II) & 21-25
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Selbst nachdem Kaine einem der Handlanger der Mord-Liga die Hände gebrochen hat, lassen diese nicht locker und wollen ihn dazu bewegen in ihren Diensten zu stehen. Kaine soll jemanden umbringen. Aber nicht irgendjemand, sondern einen Mutanten. Einen besonderen Mutanten. Wolverine! Kaine lässt sich aber nicht wie eine Marionette behandeln und zieht den Auftrag auf seine Art durch…
Kaum, dass der Wolverine-Auftrag zu Kaines Zufriedenheit abgeschlossen ist, tauchen alte Probleme auf. Kaines Mal, welches ihn vor Jahren zeichnete. Doch dies ist nicht das einzige Problem. Denn plötzlich sieht sich Kaine seinem alten Klonbruder Scarlet Spider gegenüber, der eigentlich vor vielen Jahren gestorben ist …

Für das Finale von Kaines Soloserie Scarlet Spider, hat sich Christopher Yost Unterstützung in Form des talentierten Erik Burnham geholt. Burnham, der vor allem durch seine Arbeiten an IDWs Serien wie „Ghostbusters“ und „Teenage Mutant Ninja Turtles“ für Aufsehen sorgte, hilft Yost dabei der Serie einen würdigen und vor allem für langjährige Leser interessanten Abschluss zu verfassen.
Doch leider kommt dieses Finale nicht über mehr, als den reinen Unterhaltungswert hinaus. Es gibt keine charakterlichen Entwicklungen, kaum Zwischenmenschliches, und wenn wird es in wenigen Panels abgehandelt und auch die Auflösung darüber, wer hinter Ben Reillys Scarlet Spider-Maske steckt, kommt viel zu schnell.
Zeichenrisch gibt es weitaus weniger auszusetzen. Ganze 7 Zeichner durften für die 9 Kapitel, (wobei es sich bei einem Kapitel nur um eine kurze Back Up-Geschichte handelt), den Zeichenstift schwingen. Darunter bekannte Namen wie Carlo Barberi, Paco Medina, Pat Olliffe und Timothy Green. Trotzdem so viele Zeichner beteiligt waren und auch sichtbare Unterschiede vorhanden sind, kommt es zu keinerlei Stilbruch oder, wie man auch so schön sagen würde, Totalausfällen, im Gesamtartwork.

Der Weg ins Grab ist ein würdiger Abschluss einer nicht immer idealen Serie, die dennoch viel Unterhaltungspotenzial geboten hat. Die Möglichkeit Kaine etwas besser kennenzulernen blieb dem Leser jedoch verwehrt, da zu sehr auf die Action und die Tätigkeit als Superheld Wert gelegt wurde. So bleibt unter dem Strich eine kurzweilige Superhelden-Nebenserie, die sich bei allen möglichen erfolgreichen Comicserien hier und da mal bedient und es zumindest souverän umsetzt.

Venom Nr. 10: Mania [Januar 2015]

Autor: Cullen Bunn
Zeichner: Kim Jacinto, Mike Henderson, Jorge Coelho
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: Venom (2011) 38-42
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Es ist noch nicht lange her, da erschuf Venom Mania. Mania ist eine ehemalige Schülerin an der Highschool, wo Flash versuchte ein einigermaßen normales Leben zu führen. Doch leider wurde ihr Vater Opfer bei einem Angriff, der eigentlich Venom galt, und um dieses Mädchen zu retten, übertrug er einen Teil des Symbionten auf sie. Nun sind sie, mehr oder weniger, gemeinsam unterwegs und auf der Suche nach ein paar Fragen. Die Wichtigste wäre, weshalb Venom nun nicht mehr das Mal des Teufels trägt und wieso Mania so gut mit ihren neu erworbenen Kräften klarkommt …

Auch bei diesem Band handelt es sich um den Abschluss einer Serie. Autor Cullen Bunn führt lose Enden zusammen, wobei dies für meinen Geschmack recht schnell und übereilt geschieht. Dadurch leidet die Handlung extrem und es bleibt am Ende ein schaler Beigeschmack übrig. Cullen Bunn ist zwar ein guter Autor und weiß es auch spannende Geschichten zu erzählen, doch leider vermisse ich bei ihm noch immer die charakterlichen Finessen. Die Entwicklungen der Figuren. Bei seinen Helden und Schurken bleibt es zumeist eindimensional, und wenn es doch einmal Anzeichen einer kleinen Entwicklung gibt, streut Bunn sofort Action ein und macht wieder alles zunichte.
Ähnlich durchwachsen wie die Handlung sind auch die Zeichnungen. Während die ersten beiden Kapitel noch weitestgehend in Ordnung sind, wird es ab dem dritten Kapitel unansehnlich und es wird zusehend schwerer, sich durch die einzelnen Kapitel zu kämpfen. Dabei sind es nicht einmal die Figuren, denn Mania hat durchaus Potenzial, sondern die einerseits zähe und andererseits überhastet wirkende Handlung und das Artwork, welches durch das gänzliche Fehlen von Leben und Dynamik enttäuscht.

Bei so einem Finale ist man schon recht froh, dass es endlich vorbei ist. Fast ist es wie mit einem schwer verletzten Tier, das man von seinen Qualen erlösen möchte. Nur, dass es hier der Leser ist, der Qualen erleiden muss.

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