I Hate Fairyland Nr. 1: Verrückt bis an ihr seeliges Ende [Tokyopop, Januar 2017]

Oh ja, ihr kleinen nervigen Pisser. Heute ist nichts, so wie es scheint. Denn heute sieht zwar alles niedlich aus, aber ich werde euch heute den verdammten Verstand wegblasen. Ihr denkt ich sei ein lieber und netter Kerl? Vergesst es. Das Äußere kann täuschen und ihr werdet erkennen, dass die Zeit einen Menschen massiv verändern kann. Und wenn ihr Pech habt, kostet euch diese Erkenntnis euer Leben. Also los geht es ihr verschissenen Weicheier …

I Hate Fairyland Nr. 1:
Verrückt bis an ihr seeliges Ende

Autor: Skottie Young
Zeichner: Skottie Young, Jean-Francois Beaulieu
Format: Hardcover
Umfang: 144 Seiten
Inhalt: I Hate Fairyland (2015) 1-5
Verlag: Tokyopop
Preis: 14,00 Euro (HC), 49,95 Euro (Lim. HC), 9,99 (Digital)

Gertrude war ein glückliches kleines Mädchen, das nur einen Wunsch hatte. In einer Welt voller Wunder, Magie, Lachen und Freude zu leben. Dumm nur, dass ihr ausgerechnet dieser Wunsch erfüllt wird, als sich ein Loch im Boden ihres Kinderzimmers öffnet und sie geradewegs in die märchenhafte Welt von Fairyland katapultiert. Eigentlich sollte Gertrude jetzt überglücklich sein, doch nun hat sie Angst und möchte einfach nur wieder nach Hause. Die gütige Königin Cloudia erbarmt sich ihrer und gibt ihr eine Karte, mit der sie innerhalb eines Tages wieder den Ausweg finden würde.
Das war vor 27 Jahren!
Aus dem kleinen liebevollen und verträumten Mädchen ist eine zynische und verbitterte Mittdreissigerin geworden, die noch immer nicht den Weg nach Hause gefunden hat, und seit nunmehr fast 30 Jahren in Fairyland umherirrt. Am beschissensten an dieser Situation ist jedoch, dass sie nach wie vor in diesem kleinen verfickten Mädchenkörper steckt! Also macht sie das, was jeder an ihrer Stelle tun würde. Sie metzelt sich kreuz und quer durch Fairyland, in der Hoffnung doch noch den Weg nach Hause zu finden …

Die Ankunft in Fairyland ist alles andere als herzlich.

Die Ankunft in Fairyland ist alles andere als herzlich.

Ihr denkt jetzt bestimmt: „Was ist denn das für ein kranker Scheiß!“
Glückwunsch ihr Vollpfosten! Genau das ist es auch. Unterhaltsamer, schräger, kranker, perfider und trotzdem irgendwie süßer Scheiß!
Wer mir und dem Blog schon eine Weile folgt, der weiß, dass ich ein sehr großer Fan von Skottie Young und seinen Arbeiten bin. Egal, ob seine echt süßen und immer witzigen Marvel Baby Variantcover oder seine mit dem Eisner Award ausgezeichnete Arbeit an „Das zauberhafte Land Oz“ und den weiteren Bänden dieser wunderschönen Serie. Und so stand für mich felsenfest, dass, wenn die Serie nach Deutschland kommt, sie auf jeden Fall in meiner Sammlung landen wird, und Teufel komm auch, genauso ist es passiert.
Schon beim ersten Druchblättern hatte ich sofort diese „Yeah, ist das ein geiler Scheiß“-Gefühl, welches sich anhand diverser US-Previews beim Start der Serie eingestellt hatte.
Und soll ich euch noch etwas sagen?
Das war erst der Anfang!
Mit jeder Seite wurde es kranker, absurder und trotzdem hirnverzwirbelnd faszinierend. Gertrud entwickelt sich zu einer wahnwitzigen Psychopatin und ganz ehrlich, manchmal konnte ich ihre Entscheidungen nachfühlen. Hey, seien wir doch mal alle ehrlich. Jeder kennt diesen Moment, wo man einfach nur so richtig die Sau rauslassen möchte. Personen die einen schon wieder mal dämlich anscheißen einfach ein rostiges Schwert mal eben so durch den Augapfel drücken, bis die Spitze am Hinterkopf wieder rausschaut. Dann schön herumdrehen und dabei gehässig grinsen.
Ihr denkt jetzt bestimmt, dass ich einen an der Klatsche habe! Wie kann der Typ nur so einen Schwachsinn schreiben? Wisst ihr was? Das ist mir rotzegal! Und wisst ihr auch warum? Weil es nur eine Fantasie ist. Es ist nicht echt und das wird es auch nie werden. Es ist einfach so, wie Gertrud in diesem verfickten Fairyland. Schräg, krank, perfide, abgedreht, unterhaltsam und verdammt noch mal sehr befreiend.

Gertrud kommt weit rum

Gertrud kommt weit rum

Ähnlich wird es auch Skottie Young gegangen sein, als er sich an diese Serie setzte und nach so vielen Jahren süßem Scheiß einfach nur noch die Sau rauslassen wollte. Es sollte krank und gewalttätig sein. Und es sollte irgendwie auch wieder süß sein. Bonbonbunt, mit niedlichen Figuren und viel Blut und herumfliegenden Körperteilen. Und das erreicht Skottie, indem er seinem eigenen Stil einerseits treu bleibt und andererseits die Komponente der überzogenen Gewalt mit einbaute. Schon das Titelbild macht klar, dass diesmal irgendwie nichts so ist, wie man es gewohnt ist und das setzt sich mit jeder weiteren Seite fort. Wer bereits die OZ-Bände von Eric Shanower und Skottie Young kennt, wird sich zumindest optisch sofort zu Hause fühlen. Was unter anderem aber auch daran liegt, dass Young sein Freund und Kollege Jean-Francois Beaulieu zur Seite steht, um dieses wahnwitzige und absurde Chaos zu Papier zu bringen und möglichst blutig und effektvoll auszuleuchten. Oder um es ganz einfach auszudrücken:
„Mann sieht diese kranke Scheiße geil aus!“

Manchmal geht es ganz schön heftig zu

Manchmal geht es ganz schön heftig zu

So, jetzt wisst ihr, was ich von dem Band halte. Nun bleibt nur noch die Frage, wieso verdammt noch mal ihr ihn nicht auch schon längst gekauft habt? Überall nur gute Kritiken. Sogar Comic des Monats bei meinem Blogkollegen Bizzaro. Noch deutlicher kann man doch nicht mehr sagen, dass hier ein genialer und abgefahrener Comic auf euch wartet. Also zieht los und kauft ihn euch ihr „Anislutscher“!

Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen

Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen

Copyright aller verwendeten Bilder © 2016-2017 Image Comics / Popcom/Tokyopop

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