Ghoul Squad Nr. 1 [Plem Plem Productions, August 2016]

Dominik_AVAImportserien im Hause Plem Plem Productions sind bei weitem nichts neues mehr und mit Ghoul Squad liegt ein wahrlich hochkarätiger Anwärter vor der Tür.
Die mittlerweile 5. Importserie von Autor Brandon Rhiness und Zeichner Carlos Trigo, übersetzt von Autor Henning Mehrtens und der Herr Chef Verleger Christopher Kloiber hat es sich nicht nehmen lassen, die Serie in Eigenregie zu lettern.

Ghoul Squad Nr. 1

Worte von der Homepage Whoa Comics

Ein Vampir, eine Hexe, ein Monster und ein Fledermausmensch gehen in eine Bar … Hört sich an wie der Beginn eines lausigen Witzes; ist es auch! Aber der Weg zur Pointe ist gespickt mit allerlei irrsinnigen Verstrickungen.

Wir begleiten 4 Exemplare der Horror-Mythologie auf ihrem Weg zu einem unerreichbaren Ziel: Den Menschen die Angst vor Monstern zu nehmen und selbst zu Superhelden werden. Wenn sie sich dabei nur nicht ständig selbst im Weg stehen würden. So ist die erste Mission, ein transsylvanisches Dorf vor einem Werwolf zu retten, viel komplizierter, als sie eigentlich sein müsste. Zum Leidwesen unserer monströsen Protagonisten, aber zum Amüsement unserer schreckensbegeisterten Lesern.

Ich bin Varney

Ich bin Varney

Ich habe dieses Heft blind gekauft und hatte keine Idee, worauf ich mich da eigentlich einlasse. Sehr positiv überrascht war ich dann doch, als ich bereits auf der dritten Seite gefallen an den Charakteren gefunden habe. Humor wird hier ganz groß geschrieben, gepaart mit Visionen einer glorreichen Zukunft für die sogenannte Ghoul Squad Truppe. Da wären Varney der die Ideen und Pläne schmiedet. Varney möchte nicht als Fußnote der Fantasie in den Annalen des Erdenrunds enden, er ist bereits über siebenhundert und ölf Jahre alt und er steht im Schatten seines damaligen Schülers Vlad Dracula. So kann das nicht weitergehen und er hat sich einen Vertreter jeder Zunft gerufen. Hellbat, ein Ausgestoßener aus der Gesellschaft, verbannt als Missgeburt, Lady Wicca, eine Hexe die Varney auf einer Internetseite, auf die wir hier nicht weiter eingehen wollen, kennengelernt hat und zuguterletzt den etwas unter bemittelten Grinderstein. Man kann Grinderstein ungefähr so beschreiben, wenn bei Ikea manchmal eine Schraube fehlt, dann fehlt bei Grinderstein ein ganzes Regal. Und da wäre noch der Vormieter, äh, ich wollte schreiben Vermieter Ratfink, der leichte Schwierigkeiten mit Varney in seinem Schloss bekommt. All das ist zu einer äußerst amüsanten Geschichte auf nur rund 24 Seiten in Farbe gezeichnet und geschrieben worden. Das Heft liest sich leicht und locker von der Hand, jedoch sollte der Leser sich auf viel Text einstellen. Als wäre eine Charakterbeschreibung im ersten Heft noch nicht genug, gibt es wahrlich noch eine Story. Bevor die eigentliche Geschichte auf Seite 10 ungefähr beginnt, habe ich mich bereits köstlich mit den Charakteren anfreunden und auch identifizieren können. Es gilt sich in einer Bar unter das allgemeine Volk zu mischen und möglichst wenig aufzufallen. Das dieses Unternehmen nicht ganz gut gehen wird, ist absehbar, doch mit einem Mord vor der Kneipe, scheinbar von einem Werwolf, hat niemand gerechnet. Die Dorfbewohner machen die illustre Ghoul Squad Truppe für das Auftauchen dieses Werwolfes verantwortlich und um die Gunst der Dorfgemeinschaft zu gewinnen, machen sie sich auf den Weg, den Werwolf zu besiegen. Leider scheint auch dieses Unterfangen nicht ganz nach Plan zu verlaufen …

Ab in die nächste Kneipe

Ab in die nächste Kneipe

Der Humor geht oftmals von Varney seinen ach so hoch philosophierten Visionen aus und auch Grinderstein, Wicca und Ratfink haben den ein oder anderen lustigen Spruch parat.
Ich möchte dem Leser einige Beispiele des Humors nicht vorenthalten.

Varney –  „Ratfink, dieses Schloss stinkt nach Rattensekreten und ich bin mir sicher, die Hälfte davon kommt aus ihren Körperöffnungen.
Ich beantrage Mietminderung durch olfaktorische Belästigung all meiner Sinne. Undankbares Subjekt niederer Herkunft!“

Gesprächsrunde im Schloss des Herrn

Gesprächsrunde im Schloss des Herrn

Grinderstein schafft es, in den merkwürdigsten Momenten merkwürdige Sätze zu sagen.
„Mein Welpe knüpft einen Teppich für den Weltfrieden“.
„Honig tropft von der Zunge des Teufels“.
Ab und an zählt Grinderstein auch einfach mal rückwärts von 10 herunter auf 1.

Ghoul Squad konnte mich absolut auf ganzer Linie überzeugen und ich warte sehnsüchtig auf mehr.
Humor, Charaktere und Handlung auf nur 24 Seiten so sympathisch dem Leser näher zu bringen, das ist schon schöne Kunst.
Die Zeichnungen können mich ebenfalls uneingeschränkt überzeugen. Das liegt daran, dass es den Anschein hat, ein All Age Abenteuer zu sein und die Zeichnungen wirken auf mich auch so. Ein wenig Cartoon, ein wenig Funny, klar und deutlich in der Farbgebung. Klasse Dialoge treffen auf liebenswerte Charaktere, gepaart mit einer Werwolf Jagd.

Bier oder Wein, was darf es den sein?

Bier oder Wein, was darf es den sein?

Autor – Brandon Rhiness
Zeichner – Carlos Trigo
Kolorist – Nick O’Gorman
Übersetzer/Texter – Henning Mehrtens
Letterer – Christopher Kloiber

Mit PinUp von Andreas Butzbach

24 Seiten in Farbe
Comicheft
4,90 €

Copyright aller verwendeten Bilder © 2016-2017 by Plem Plem Productions

Dieses Heft ist direkt im Whoa Online Shop zu erwerben.

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