Bongo Comics des Monats … Oktober 2014 [Panini, Oktober 2014]

… Oktober

Nachdem ich die letzten Freitage den Produkten aus der Plem plem-Schmiede gewidmet habe, versuche ich nun freitäglich die Bongo-Comics etwas abzuarbeiten. Heute fange ich mal mit dem Oktober 2014 an. Ziemlich lange her, ich weiß, aber irgendwann muss ich ja mal loslegen …

Simpsons Comics Nr. 214 [Oktober 2014]

Autor: Nathan Kane, Dean Rankine, David Degrand, Bill Morrison, Frank Gibson, Carol Lay, Mike Kazaleh, Doug Pledger, Shane Houghton
Zeichner: Mike Rote, Dean Rankine, David Degrand, Bill Morrison, Becky Dreistadt, Carol Lay, Mike Kazaleh, Doug Pledger, Chris Houghton
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons Comics (1993) 211
Verlag: Panini Comics
Preis: 2,99 Euro

„Doppelseiten-Kostbarkeiten“, so der Titel dieser Ausgabe, sind elf doppelseitige Kurzgeschichten. Egal ob Tierdoku, Milhouses Freizeit, Comicliebe, tiefsinnige Gedanken von Rowdys, Fehler der Vergangenheit, Horoskop, Zuckerwahnvorstellungen, Donutbeschaffungsprobleme, heimliche Wissenschaftler oder fantasievolle Piratengeschichten, es ist für fast jeden etwas dabei …

Elf Geschichten, die von elf verschiedenen Künstlern angefertigt wurde. Einige nur als Autoren, ander nur als Zeichner und manche, die beides zusammen schufen. Darunter bekannte Simpsons-Größen wie Bill Morrison, Nathan Kane, Mike Rote, Carol Lay, Dean Rankine oder Mike Kazaleh. Wie bei solchen „Sammlungen“ üblich trifft leider nicht jeder Gag ins Schwarze und manche sind sogar richtig unlustig. Wobei ich hier nicht ausschließen kann, dass einiges der Übersetzung zum Opfer gefallen ist, was durchaus auch mal passieren kann.
Das Gleiche gilt im Übrigen für die Optik. Bekannte und lieb gewonnene Stile wie der von Mastermind Bill Morrison, oder die etwas ungewöhnlicheren Stile von Dean Rankine oder Mike Kazaleh, welche bereits aus diversen Heften bekannt sind. Am überraschendsten und ansprechendsten waren aber für mich die Zeichnungen von Becky Dreistadt, die einen Manga-artigen Stil aufweißt und auch Carol Lay war sehr schön anzusehen.

Insgesamt ist dieses Heft eine zwiespältige Mischung. Zum einen sind manche Geschichten und auch Zeichnungen sehr schön, und zum anderen bin ich eher ein Freund von etwas längeren Storys. Doch so hat man wenigstens viele Geschmäcker bedient, was auch wieder sein Gutes hat, erst recht wenn eine längere Geschichte mal nicht so gut ausfällt.

Bart Simpson Nr. 84 [Oktober 2014]

Autor: Shane Houghton, Lalo Alcaraz
Zeichner: Nina Masumoto, Lalo Alcaraz
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Simpsons Comics Presents Bart Simpson 84
Verlag: Panini Comics
Preis: 2,99 Euro

Alles beginnt mit einem gemütlichen Fernsehnachmittag und McBain. Eigentlich wollten Home rund Bart bei dieser Hitze im Freibad sein, doch leider gab es da ein Kotz-Problem, weshalb das Freibad für den Rest des Sommers geschlossen ist. Doch Bart hat schon eine Idee. Alles was es braucht ist viel Wasser und ein Kipplaster …
Und auch der zweite gemütliche Fernsehnachmittag entwickelt sich gänzlich anders, als geplant. Nachdem Bart zu Hause keine Süßigkeiten mehr bekommt, macht er sich auf den Weg, um in der Nachbarschaft welche zu finden. Da entdeckt er eine Geburtstagsfeier mit Pinata. Doch kaum, dass er danach greifen könnte, bekommt er eines übergezogen und spricht fortan nur noch spanisch …

Beide Geschichten sind im Grunde recht ähnlich. Homer und Bart spielen die Hautrollen, zumeist mit dem Fokus auf Bart, was angesichts dessen, dass dies seine Heftserie ist nicht verwundert, aber genaugenommen sond sie auch nichts Besonderes. Leichte lockere Unterhaltung mit ein paar Anspielungen, die aber auch nicht der Rede wert sind. Mehr als seichte Unterhaltung kommt dieses Mal nicht rum.
Optisch schwank es zwischen Guter Durchschnitt, im Falle von Nina Matsumotos Zeichnungen und absolute Kleinkinderzeichnung beim Artwork von Lalo Alcaraz. Ganz ehrlich. Diese Zeichnungen sind für mich in einer solchen Publikation unerträglich. Sie sind hölzern, ohne Leben und Charme und wirken einfach nur billig. Egal, wie man es nimmt, ich kann diese Zeichnungen einfach nicht schönreden und noch weniger ihnen etwas positives abzugewinnen.

Zwei Geschichten, beide inhaltlich durchschnittlich und eine dann auch noch optisch ein Reinfall. Diese Heft konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Der einzige Lichtblick sind Nina Matsumotos Zeichnungen, auch wenn diese nur die ganz normalen Simpsons widerspiegeln und keinerlei eigenständigen Stil vorweisen können.

Futurama Comics Nr. 57 [Oktober 2014]

Autor: Ian Boothby
Zeichner: Tone Rodriguez
Format: Heft
Umfang: 36 Seiten
Inhalt: Bongo Comics Presents Futurama Comics (2000) 55
Verlag: Panini Comics
Preis: 2,90 Euro

Nur weil sie keinen Treibstoff mehr an Bord haben, stürzen Fry, Leela und Bender über einem ihnen unbekannten Planeten ab. Während Fry sich in einer Art Wilden Westen wiederfindet, landet Bender in einer postapokalyptischen Zukunft und Leela findet sich zwischen blauhäutigen Wesen umgeben von prachtvollen Naturschauplätzen wieder …

Früher war Ian Boothby einer der besten Simpsons-Autoren. Inzwischen jedoch hat er seinen Zenit überschritten und liefert nur noch Geschichten, in denen sich eine Anspielung an die Nächste reiht. Die Handlung ist nur noch Mittel zum Zweck und kaum noch wirklich unterhaltsam. Ja, das ist meine persönliche Meinung. Ich habe, vor noch nicht allzu langer Zeit, Boothbys Geschichten wirklich gerne gelesen, auch weil er es immer wieder schaffte Zitate, Anspielungen und weiteres einzubauen. Dies machte für mich auch einen Großteil der Simpsons aus. Doch nun …
Entweder bin ich übersättigt, oder es ist einfach so, wie ich es bereits geschildert habe. Da hilft es auch nicht, dass Boothby hier drei Filmklassiker „verbraten“ hat. Egal ob „Zwölf Uhr Mittags“, „Mad Max“ oder „Avatar – Aufbruch nach Pandora“, all das reicht einfach nicht aus, um eine gelungene Geschichte zu erzählen.
Visuell habe ich weitaus weniger auszusetzen. Tone Rodriguez Artwork weiß trotz seiner fehlenden Eigenständigkeit zu gefallen. Lediglich die Tatsache, dass hier zu viel Copy& Paste eingesetzt wurde, stößt mir sauer auf. In vielen Panels merkt man, dass kurz zuvor verwendete Bilder einfach nur kopiert wurden.

Eine eher mäßige Geschichte trifft auf durchschnittliches Artwork. Mehr lässt sich beim besten Willen nicht zu diesem Heft sagen.

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