Riot Nr. 3 [Plem Plem Productions, Mai 2016]

Nachdem es letzte Woche mit Herrmann Comix Sammelband sehr witzig und humorvoll war, wird es diese Woche düster und brutal mit der dritten Ausgabe der Metahuman$-Spin Off-Serie Riot. Die Ereignisse aus Heft 2 klingen noch nach und so setzt diese Ausgabe direkt daran an …

Riot Nr. 3

Autor: Marc Blinn
Zeichner: Marc Blinn
Format: Heft
Umfang: 28 Seiten
Verlag: Plem Plem Productions
Preis: 4,90 Euro

Halbinsel Yucatan, Mexiko, 1976.
Sein Ziel ist die junge Vera P. Scott, auch bekannt als Calavera! Er verfolgt sie seit dem Vorfall in dem kleinen Dorf Nueva Esperanza, welches er gnadenlos „gesäubert“ hat. Sie ist die letzte und muss jetzt sterben. Doch plötzlich ist er das Opfer und findet sich mit einem großen Loch im Bauch in der Gewalt von Santa Muerte, der Herrin des Todes, wieder.

Marc Blinn schafft es erneut Riot in ein wahnwitziges Abenteuer zu schicken, dass aber diesmal etwas weniger gewaltvoll daherkommt, dafür aber mit einer etwas wirreren Story. Denn, wenn ich ehrlich bin, hatte ich so meine Probleme dem Verlauf zu folgen. Und das liegt nicht alleine an den zwei scheinbar parallel laufenden Handlungsbögen, zu denen sich gegen Ende ein offenbar dritter gesellt. Oder sind das alles nur verschiedene Zeitebenen? So richtig ersichtlich ist das nicht, da nur zwei mit Jahreszahlen darauf hinweisen. So bleibt es teilweise ein Rätsel, weshalb sich einige der Figuren bekämpfen.
Die Zeichnungen hingegen haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Blinns Stil hat sich weiter gefestigt und abgesehen von ein paar anatomischen Unkorrektheiten sieht das Artwork ganz sehenswert aus. Hierzu trägt auch der Fakt bei, dass Autor und Zeichner Marc Blinn, dem klassischen Panel und Seitenaufbau nicht viel abgewinnen zu scheint, und stattdessen eher den experimentellen Stil zu bevorzugen scheint. Häufige ganzseitige Panels, die von gelegentlichen und willkürlich wirkend angeordneten Panels eingerahmt werden. Leider wirkt mir die Farbgebung stellenweise zu bunt und leuchtend, für das doch durch dunkle Farben dominierende Artwork mit seinen auffälligen Schatten.

Trotz der angesprochenen Kritikpunkte macht auch die dritte Ausgabe von Riot wieder einiges an Spaß, wenngleich dieser auch geringer ausfällt, als noch bei den ersten beiden Ausgaben. Es zeigen sich gewisse Abnutzungserscheinungen des einst so charismatischen Charakters. Hier braucht es jetzt eine besondere Geschichte, damit es weiterhin interessant bleibt. Denn von der Gewalt alleine kann diese Serie auf Dauer nicht leben. Dazu gibt es inzwischen zu viele andere Comicserien, die es zuweilen um einiges besser machen. Selbst auf dem Independentbereich. Ich bin dennoch gespannt, wie weit sich das in Ausgabe Vier fortsetzt und ob es dort ein paar Änderungen geben wird.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2016-2017 Plem Plem Productions

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