Outcast Nr. 2: Unermesslicher und endloser Zerfall [Cross Cult, Dezember 2015]

Dominik_AVAYeah, was für eine intensive Comic Geschichte Outcast doch ist. Ich habe diesen zweiten Band regelrecht am Stück verschlungen.
Es ist schon lange her, dass ich den ersten Band gelesen habe, ich hatte diesen noch als eine recht anspruchsvolle Comic Lektüre in Erinnerung. Ein Comic, welcher sich nicht mal so kurzfristig nebenher lesen lässt.
Anspruchsvoll ist und wird Outcast wahrscheinlich auch bleiben, gerade die intensiven Charakterbeschreibungen machen einen enormen Reiz der Serie aus.
Ich bleibe definitiv am Ball und werde weiterhin mit Kyle und Reverend Anderson die mysteriösen Vorfälle in der kleinen Dorfgemeinschaft untersuchen.

Outcast Nr. 2: Unermesslicher und endloser Zerfall

Klappentext

Kyle Barnes wurde sein Leben lang von dämonischen Heimsuchungen gequält, doch nun will er endlich Antworten. Im Lichte jüngster Enthüllungen glaubt er, die Puzzleteile fügen sich endlich zu einem Gesamtbild zusammen.
Doch während sich dadurch ein neuer Daseinsgrund für ihn ergibt, scheinen die Leben derer, die er liebt, zu zerbrechen.

„Ein beklemmender Kleinstadt – Thriller mit übersinnlicher Thematik und vielschichtigen Personen. Es sollte nicht wundern, wenn Outcast zum nächsten langlebigen Hit von Robert Kirkman wird“.
INTRO MAGAZIN

Kyle und Anderson zu Besuch.

Kyle und Anderson zu Besuch.

Die Geschichte um Kyle Barnes spielt im Grunde genommen im >>Hier und Jetzt<<
Durch geschickt eingefädelte Rückblenden erfährt der Leser jedoch nach und nach häppchenweise mehr über wichtige Personen und deren Zusammenhänge.
Ich habe schon eine Weile gebraucht, bis mich der erste Band richtig fesseln konnte. Die Geschichte wirkt groß und weitläufig angelegt, zu Beginn des ersten Bandes hat es eventuell den Anschein auf den Leser, dass Robert Kirkman eine etwas schwierige bzw. komplizierte Art und Weise gewählt hat, die Geschichte dem Leser näher zu bringen. Stellenweise kam das Gefühl auf, dass man als Leser einen etwas längeren Atem benötigt, um am Ball zu bleiben. Hat man das jedoch erst einmal geschafft, so entfesselt Robert Kirkman einen ähnlich intensiven Sog wie bei The Walking Dead, einen Sog, der einen umgehend festhält und nicht mehr loslassen kann. Kyle Barnes wir bereits sein ganzes Leben lang von dämonischen Heimsuchungen gequält. Nicht nur er und sein allernächstes Umfeld scheinen betroffen zu sein, auch seine Familie ist mit dämonischen Heimsuchungen konfrontiert. Kyle Barnes will endlich klare Antworten. Reverend Anderson hat es sich zur Aufgabe gemacht, besessene Menschen im Umfeld durch Exorzismus von Dämonen zu befreien. Kyle Barnes und Reverend Anderson werden ein Team und begeben sich gemeinsam auf die Suche nach der Wahrheit. So kommt ein Fall zum nächsten, manchmal haben Kyle und Anderson Erfolg mit der „Therapie“, manchmal verschlimmert sich die Lage der Opfer aber auch. Es wird immer deutlicher, dass eine höhere Macht (Satan oder der Teufel??) die Fäden höchstpersönlich zieht …

Irgendetwas stimmt hier nicht ...

Irgendetwas stimmt hier nicht …

Kyle Barnes scheint eine Schlüsselfigur zu sein, von den Besessenen als Outcast bezeichnet.
Hinzu kommen familiäre Schwierigkeiten. Der Leser wird in kleinen intensiven Schritten an die Familiengeschichte von Kyle Barnes herangeführt. Wie wird es mit Kyle seiner Mutter weitergehen? Der Leser erfährt zusehends mehr aus Kyle seiner Vergangenheit.
Hat Kyle Barnes wirklich seine Tochter gewürgt und seine damalige Frau verprügelt?

Kyle und Anderson im Gespräch.

Kyle und Anderson im Gespräch.

Alles zusammen ergibt eine morbide, gruselige und zugleich düstere Comic Geschichte. Die Spannung steigt von Seite zu Seite enorm an, der Lesefluss wird intensiver, der Sog entfaltet sich und zum Schluss kann man als Leser nicht mehr entkommen.
Mir gefällt es dabei sehr gut, dass die Zeichnungen von Paul Azaceta in Farbe sind. Düstere Farbtöne geben dem Comic die richtige Stimmung. Knallbunte Farben sucht man in dieser Geschichte vergebens.
Die Farbgebung ist dabei jedoch nie zu dunkel. Elizabeth Breitweiser schafft es mit ihrer Kolorierung, emotionale Töne zu betonen. Dabei wirken die Farbtöne keineswegs aufdringlich, sie kreieren eine zu der düster morbiden, angenehm gruseligen Story passende Stimmung. Die Zeichnungen und die Farben untermauern die düstere Atmosphäre der Geschichte gekonnt.
Ähnlich wie bei The Walking Dead hat es den Anschein, dass Robert Kirkman auch in Outcast seine Protagonisten in absehbarer Zeit mit außergewöhnlich intensiv belastenden Ereignissen konfrontieren wird. Als Leser werden wir garantiert den Entwicklungsprozess der Protagonisten auf körperlicher, geistiger, psychischer und seelisch emotionaler Ebene miterleben können.

Ist Anderson gebrandmarkt?

Ist Anderson gebrandmarkt?

Die Stärken von The Walking Dead in einer apokalyptischen Welt der Zombies werden wir in Outcast auf eine andere Art und Weise im Sinne des Exorzismus wiederfinden. Charaktere wachsen an ihren Herausforderungen, mögen diese auch noch so grausam sein.

Gepflegt fröhliches Gruseln ist angesagt, lest Outcast. Aber seid gewarnt, die Spannung entfaltet sich auf mysteriöse Weise …

Copyright aller verwendeten Bilder ©  2014-2017 Robert Kirkman, Skybound, Image Comics, Cross Cult

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Outcast #2: Unermesslicher und endloser Zerfall

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