Chew – Bulle mit Biss! Nr. 10: Blutwurst [Cross Cult, November 2016]

Dominik_AVAYeah, auf dem Backcover steht mittig geschrieben >>Beste Serie<<, ausgezeichnet mit dem Eisner Award und dem Harvey Award.
Schlecht kann die Serie ja dann eigentlich gar nicht sein. Wer einmal mit den skurrilen Zeichnungen und der abgedrehten Story konfrontiert wurde, der wird Wissen, dass Essen nicht nur auf den Magen schlägt …
Mit dem 10. Band Blutwurst geht Tony Chu dem mysteriösen Sammler an die Gurgel. Dieser Band beendet eine Storyline, ich bin gespannt, was als nächste kommen wird.

Chew – Bulle mit Biss! Nr. 10: Blutwurst

Klappentext

Tony Chu, der Cibopath-Agent mit der Fähigkeit psychische Eindrücke aufgrund seiner Nahrung zu erhalten, stellt sich seiner größten Herausforderung: dem Showdown mit dem Monster, das seine Schwester umgebracht hat, das Monster, das seine Kollegen entstellt hat. Das Monster, das nun seine Tochter bedroht. Um diesen Kampf zu gewinnen, braucht Tony die Hilfe des größten Geheimagenten aller Zeiten … Poyo. Das einzige Problem hierbei ist, dass Poyo verschwunden ist und für tot gehalten wird.

Ein Traum?

Ein Traum?

Der Schauplatz zu Beginn und zum Schluss dieses Bandes ist in der Hölle.
Der Leser startet leicht irritiert, fragt er sich doch, was die Hölle mit Chew zu tun hat.
Der gesamte Band spielt geschickt mit verschiedenen zeitlichen Sprüngen. Das hat einen enormen Reiz, macht Spaß und den Band um einiges spannender und interessanter.
Diese zeitlichen Ebenen sind homogen und in sich stimmig umgesetzt, es ist vor allem eine gelungene Kunst, Zeichnung und Handlung jeweils versetzt (vorher, später, jetzt und Disclaimer; das passiert so nicht, reine Spekulation, was wäre wenn) darzustellen.

In der Hölle

In der Hölle

Zu den schräg skurrilen Zeichnungen und der bunten Farbgebung muss man eigentlich gar nicht mehr viel zu sagen. Wer die Reihe kennt, der weiß, worauf er sich da einlässt. Mir ist in diesem Band gar nicht richtig aufgefallen, wie schräg und abgedreht die Handlung bzw. die Zeichnungen eigentlich sind. Es hat sich beim ersten Lesen direkt stimmig und flüssig angefühlt.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass in Blutwurst alles darauf ausgelegt ist, den Showdown mit dem Sammler vorzubereiten und entsprechend krawallmäßig darzustellen.
Jedenfalls sind auch die Schergen des Sammlers mit guten Fähigkeiten ausgerüstet. So zum Beispiel der Galbatatayatsar (er kann Golems aus Kartoffelbrei erschaffen und so kontrollieren), oder der Patavestavalescor (die Kraft und Muskelmasse verstärkt sich durch das Tragen von Spaghetti um das Zehnfache).
Autor und Zeichner müssen schon eine Menge Spaß dabei haben, all diesen abgedrehten Unsinn zu einer ausgeklügelten Story zu vermischen.
Die Zeichnungen ergänzen diesen Unsinn einfach nur!
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, was will man den mehr, wenn man ein Comic zur Hand nimmt.
Oftmals scheint es doch so zu sein, dass abgedrehter Unsinn Überhand nimmt und die Story einfach untergeht, doch in Blutwurst ist die Story an erster Stelle. Das merkt der Leser sehr schnell, denn der gesamte Band konzentriert sich auf den Showdown mit dem Sammler.

Der Sammler

Der Sammler

Poyo der Superhahn scheint tot im Kühlschrank von Agent Colby zu liegen.
Im Büro der FDA (Food and Drug Administration) hat sich einiges verändert.
Viele Agenten werden noch im Krankenhaus behandelt und Agent Breadman (Brotgesicht) hat jetzt vorläufig das Sagen in der Abteilung.
Tony Chu hat zum Ausdruck gebracht, dass er nicht weiter mit Agent Colby zusammenarbeiten kann und so erhalten beide jeweils vorerst neue Partner.
Colby soll mit dem verschollenen Poyo zusammenarbeiten.
Tony Chu erhält den coolen D-Bear als Partner.
Neben Krankenhausbesuchen und einigen Aufträgen wird die Gefahr, die von den Schergen des Sammlers ausgeht, immer deutlicher spürbar.
Colby kann den verschollenen Poyo (der ja in seinem Kühlschrank tot zu sein scheint) nicht braten und essen.
Werden Colby und Tony wieder als Partner vereint gegen die Gefahren des Sammlers kämpfen?
Als wäre das alles nicht genug, entführt Mason Savoy auch noch Tony seine Frau und Tochter.
Auf welcher Seite scheint Mason Savoy eigentlich zu stehen?
Erfahrt dies und einiges mehr in Blutwurst.
Poyo hat ja auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Mir hat der Band bestens gefallen.
Jetzt habe ich erst einmal Hunger auf ein Hühnchen

Copyright by Cross Cult 2016/ Rob Guillory, John Layman

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