Shark Farmer Nr. 1 [Plem Plem Productions, Dezember 2016]

Das heutige Plem Plem-Review präsentiert euch einen ganz besonderen Titel. Einen, auf den ich persönlich schon sehr lange gewartet habe und der seit Kurzem auch direkt bei Plem Plem vorbestellt werden kann. Neben Verlagschef und Mastermind Christopher Kloiber ist abermals Thorsten Brochhaus als Zeichner dabei. Wie er sich dabei geschlagen hat, ob der Shark Farmer meine Erwartungen erfüllt hat und ob sich das Heft auch lohnt, erfahrt ihr jetzt hier …

Shark Farmer Nr. 1

Autor: Christopher Kloiber
Zeichner: Thorsten Brochhaus
Format: Heft
Umfang: 24 Seiten
Verlag: Plem Plem Productions
Preis 4,90 Euro

Hank Schmidtmayer ist ein ganz durchschnittlicher Farmer mitten in Kansas. Bis es zu einem verhängnisvollen Zwischenfall kommt, bei dem Hank zu einem Haimenschen mutiert.
Einem Shark Farmer!
Einerseits ist dies durchaus sehr hilfreich, da sich auch seine Kräfte gesteigert haben, andererseits tauchen auch plötzlich Gegner auf, wie die Amish Vampire, die es auf Hanks Kühe abgesehen haben. Und dann wäre ja noch der Verursacher von Hanks Mutation und die Frage nach dem Warum …?

Ein ganz normaler Farmer ...

Ein ganz normaler Farmer …

Seinen ersten Auftritt hatte der Shark Farmer bereits im August 2015 in WHOA! Comics Nr. 4 mit einem ganzseitigen Pin-Up von Thommy Wagner, welches auch als Bonus in diesem Heft enthalten ist, neben einer Reihe weiterer Pin-Ups, unter anderem von Sarah Burrini, Ralf Sing und Christopher Kloiber.
Chris ist, wie bereits erwähnt, auch der Autor des „Shark Farmer“ und ganz ehrlich gesagt, passt dieses Heft sehr gut in die Plem Plem Verlagsprogramm. Denn ich persönlich sehe „Shark Farmer“ einerseits als Parodie auf die ganzen Superheldenserien und andererseits als durchaus ernsthafte Serie. Die Geschichte greift sowohl typische Elemente der US-Superhelden auf, und mischt diese mit dem bekannten Underground-Humor, der auch immer ein gewisses Maß an Kritik übt. Kritik an der Gesellschaft, dem Kommerz, Gier und Hass, der Politik und allem, was man kritisieren kann. Und, es nimmt sich selbst nicht so ernst.

... bekommt plötzlich Superkräfte ...

… bekommt plötzlich Superkräfte …

Neben der Geschichte, möchte ich natürlich auch gerne auf die Zeichnungen und das Bonusmaterial, sofern man das in diesem Fall so nennen kann, eingehen. Zuerst einmal die Zeichnungen. Ich persönlich bin ein großer Fan von Thorstens Stil. Das leicht cartoonige, gepaart mit einem durchaus real wirkenden Stil. Dabei ist es nicht einmal Thorstens erste Arbeit für Plem Plem. Denn er hat bereits eine Kurzgeschichte zu Whoa Comics Nr. 4 (mit Barry Lou Sunshine Jr.) abgeliefert und Sanchez Adventures Nr. 0 bebildert. Wenn man diese Arbeiten miteinander vergleicht, erkennt man dennoch bereits einen stark gefestigten Stil, der sich trotzdem weiterentwickelt hat. Selbst innerhalb dieser Ausgabe sind Entwicklungsschritte zu sehen. Allerdings muss ich anmerken, dass dies nur bei genauem Betrachten auffällt. Besonders sichtbar ist dies bei Hank selbst und seiner Anatomie, als Shark Farmer, sowie der Gestik der Hände bei vielen beteiligten Figuren.
An Extras befinden sich in dem Heft neben den bereits erwähnten Pin-Ups, auch noch Brutus Shark Facts (Brutus ist übrigens Hanks Goldfisch) in Kooperation mit den Shark Savers Germany, ein „Who-is-Who“-Datenblatt über Hank und sogar zwei erste Fan-Art-Einsendungen. Dies geht, in meinen Augen, schon über die Bezeichnung Extras oder Bonus hinaus, und kann getrost als redaktioneller Infoteil bezeichnet werden, der leider bei vielen anderen Veröffentlichungen, auch und gerade von großen Verlagen, inzwischen sträflich vernachlässigt wird.

... und kämpft gegen das Böse.

… und kämpft gegen das Böse.

Ist Shark Farmer die Überraschung, die ich erwartet habe?
Ja, ist es!
Kann mich Shark Farmer Nr. 1 überzeugen?
Ja, auf ganzer Linie!
Ist es so gut, dass ich es bedenkenlos weiterempfehlen kann?
Ganz ohne Zweifel!
Die einzige Sache, die mir etwas Sorgen bereitet ist, dass ich ein relativ ungeduldiger Mensch bin, und mir Sorgen mache, wann es eine zweite Ausgabe geben wird. Und ob überhaupt.
Denn eines muss ich auch sagen. Selbst wenn „Shark Farmer“ Nr. 1 sehr gut in das Verlagsportfolio von Plem Plem passt, ist es dennoch recht speziell und wird die Leserschaft sicher spalten.
Aber ich erkenne auch sehr viel Potenzial in dieser Serie, ähnlich, wie ich es auch bereits bei „The Changer“, „Mr. Kill“ und „Herrmann Comix“ erkannt habe. Und genau deshalb habe ich durchaus genug Hoffnung, dass es eine zweite Ausgabe geben wird. Die Frage ist nur wann?

Zahlreiche Infos und Extras gibt es auch noch.

Zahlreiche Infos und Extras gibt es auch noch.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2016 Plem Plem Productions

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