Batman vs. Justice League (21) (Batman Nr. 22 & Justice League Nr. 22)

Mit dem heutigen Review ist Halbzeit beim Trinity War. Zumindest wenn ich den Prolog aus der Nummer 20 mitzähle, was ich ja auch irgendwie mache. Im nächsten Batman vs. Justice League-Review gibt es dann auf jeden Fall das große Finale, wobei es bei Batman heute schon das Finale zur Kaiser Pinguin-Storyline gibt …

BMVSJL

Batman Nr. 22 [Panini, April 2014]

Autor: John Layman
Zeichner: Henrik Jonsson, Jason Fabok, Andy Clarke
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Detective Comics (2011) 19 (IV) & 20
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Der Kaiser Pinguin weitet seine Macht aus und greift dabei auf die ehemaligen Verbündeten und Untergebenen des Pinguins zurück. Der jedoch ist darüber überhaupt nicht erfreut und auch Batman erkennt, dass er Ignatius Ogilvy zu lange nicht richtig eingeschätzt hat. Jetzt hat er fast ganz Gothams Unterwelt übernommen und Batman muss einsehen, dass der Kaiser Pinguin ihm nicht nur würdig, sondern sogar überlegen zu sein scheint …

John Laymans Geschichte, oder eher Storybogen, um Ignatius Ogilvy, den Kaiser Pinguin, findet mit dieser Ausgabe endlich seinen Abschluss. Ehrlich gesagt bin ich sogar recht froh darüber, da die Handlung eher zäh als unterhaltsam wurde. Die Machtübernahme an sich war ja noch ganz interessant, aber mit jedem Heft zog es sich, meiner Meinung nach unnötig, in die Länge. Dies liegt unter anderem auch daran, dass ich Ogilvys Charakterisierung unheimlich langweilig finde. Weder seine Herkunft, noch seine Handlungen wecken in mir auch nur im geringsten den Wunsch, mehr über diese Person zu erfahren. Ogilvy ist eindimensional, flach und zum Einschlafen öde.
Zeichnerisch gibt es weitaus weniger auszusetzen. Außer Henrik Jonsson ist das gleiche Team am Werk, wie auch schon in der letzten Ausgabe. Jason Fabok bebildert gewohnt souverän die Hauptgeschichte, während der Epilog von Andy Clarke, ebenso sauber, umgesetzt wird. Und Jonsson darf sich des Prologs annehmen, was er sogars ehr gut macht. Sein Oswald Cobblepot, mitsamt seiner Pinguinnase, erinnert mich sofort an den klassischen Pinguin und Danny De Vito in Tim Burtons „Batmans Rückkehr“.

Im Grunde ist das Heft für mich, abgesehen von den Zeichnungen, eine große Enttäuschung. Kaum etwas bleibt von der Handlung im Gedächtnis und nur wegen der schönen Bilder hätte ich es mir eigentlich nicht gekauft. Andererseits mag ich es auch nicht, wenn Handlungen ohne Ende bleiben. Daher war es eher eine Pflicht, um es überhaupt abzuschließen, als ein Vergnügen.

Justice League Nr. 22 [Panini, April 2014]

Autor: Jeff Lemire, Geoff Johns, Scott Lobdell
Zeichner: Mikel Janin, Doug Mahnke, Eddy Barrows, Patrick Zircher
Format: Heft
Umfang: 76 Seiten
Inhalt: Justice League Dark (2011) 22, Justice League of America (2013) 7, Teen Titans (2011) 20
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Nachdem Superman in Kontakt mit der Büchse der Pandora kam und kurz darauf Dr. Light mit seinem Hitzeblick tötete scheint die Situation außer Kontrolle zu geraten. Finstere Mächte scheinen den Mann aus Stahl zu kontrollieren, was sichtlich an seiner Kondition zehrt. Während Wonder Woman ihren eigenen Weg gehen will, um Superman zu retten, hat Batman einen anderen Plan, was zur Teilung der inzwischen drei involvierten Justice League Teams führt. Eines sucht Pandora und ihre verhängnisvolle Büchse, ein Anderes sucht nach Dr. Psycho, da es vermutet, dass er Superman kontrollierte und das Dritte ist hinter Captain Marvel und John Constantine her, die ebenfalls ihre eigenen Ziele verfolgen …
Währenddessen sehen sich die Titans einem anderen Problem gegenüber. Auch wenn Trigon erst einmal besiegt scheint, auch wenn dieser nur in die Unterwelt abgetaucht ist, gibt es da immer noch seine Tochter Raven. Die einen Titans wollen sie als Freundin anerkennen, während die Anderen sie weiterhin als Bedrohung ansehen …

Geoff Johns schafft es immer noch nicht, mich von seiner Geschichte zu überzeugen. Irgendwie fehlt es in meinen Augen an der grundsätzlichen Spannung. Er versucht zwar, dies durch das Rätsel um Supermans Handlung aufrechtzuerhalten und auch die Neuaufteilung der drei Liga-Teams hat durchaus Potenzial, doch wird dieses leider zu leichtfertig verschenkt. Auch Jeff Lemire, von dem ich so viel Besseres gewohnt war, vor allem nach seiner Arbeit an Animal Man, zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite. Es ist wohl ein verlagsübergreifendes Phänomen bei Crossovern, dass diese letztendlich nur eine simple Prügelorgie darstellen und weniger ein tiefenpsychologischer Kampf der verschiedenen Geister. Auch bei den Titans gibt es diesmal ein paar Schwächen, die aber dank der „zwischenmenschlichen“ Probleme, die bei Trigon und seiner Tochter vorliegen, nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Wie auch schon bei Batman diesen Monat gefällt der visuelle Teil wesentlich mehr, als der reine Inhaltliche, sprich die Handlung an sich. Mikel Janin und Doug Mahnke leisten am Trinity War ebenso grundsolide Arbeit, wie es auch Eddy Barrows, und der diesmal zur Unterstützung geeilte Patrick Zircher tun. Zircher ist mir vor allem durch seine Arbeiten aus den neunziger Jahren in Teilen der Spider-Man Klonsaga noch bekannt. Damals hatte er einen typischen 90s-Style und auch jetzt zeigt er sich nicht wirklich außergewöhnlich. Er hat noch immer keinen wirklich eigenständigen Stil und ist daher eher ein Zeichner, der sich dem Stil anderer anpasst, als selbst großartig aufzufallen.

Der Trinity War bleibt weiterhin nur leidlich spannend und kommt scheint irgendwie auf der Stelle zu treten. Bei den Titans passiert diesmal auch nur wenig, was die Handlung voranbringt und so wirkt das Heft mehr wie eine Fill-In-Ausgabe und das trotz ihrer über 70 Seiten kaum Ereignisse vorweisen kann, die über den Lesegenuss hinaus wirken.

Auch wenn das Justice League-Heft inhaltlich so flach ist, wie die vorangegangene Ausgabe, so hat sie dennoch gegen das sehr schwache Batman-Heft einen Vorsprung. Dies führt dazu, dass der Vorsprung von Batman langsam aber sicher schmilzt. Doch ab der nächsten Ausgabe ist auch wieder Scott Snyder bei Batman am Ruder. Mal schauen, wie sich die Liga dann dagegen schlägt …

Batman 14 : 13 Justice League

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