Nerve [StudioCanal Deutschland, September 2016]

Dominik_AVADer Trailer hat mich umgehend fasziniert und meine Aufmerksamkeit erweckt. Ich wollte mir den Film gerne im Kino anschauen, nicht nur wegen der jungen Hauptdarstellerin Emma Roberts, sondern auch wegen der interessanten und durchaus aktuellen Handlung rund um soziale Netzwerke auf einem ganz neuen Niveau.

Bist du ein Player oder Watcher?
Player oder Watcher?
Player oder Watcher?
Player oder Watcher?

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Nerve

Der Film Nerve basiert auf dem gleichnamigen Teenager Buch von Jeanne Ryan (dt. Titel: NERVE – Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen), welches 2012 erstmalig veröffentlicht wurde.
Mit Emma Roberts (Wir sind die Millers, It’s Kind of a Funny Story) und Dave Franco (Die Unfassbaren – Now You See Me) als Hauptdarsteller, macht der Film rein gar nichts falsch.
Henry Joost und Ariel Schulman (Regie) haben vor Nerve bereits Paranormal Acitivity 3 und 4 realisiert.

Nerve ist ein rasanter und actiongeladener Thriller über soziales online Gaming der neusten Generation.
Ob es wirklich illegal ist? Ich weiß es nicht.
Jedenfalls richtet es sich an sogenannte Watcher und Player.
Watcher, die die jeweiligen aktiven Spieler beobachten und entsprechende Aufgaben den Playern zur Verfügung stellen.
Als Player spielst du, als Watcher stellst du die Aufgaben.
Es besteht die Möglichkeit, auf schnelle und riskante Art und Weise, enormes Geld zu verdienen.
Je höher der Einsatz, je attraktiver die Challenge, umso deftiger fällt der Barbetrag aus.

Vee ( Emma Roberts) ist an der Highschool zu Beginn nicht wirklich beliebt.
Sie ist ein Mauerblümchen und steht ihn dem Schatten ihrer Freundin Sydney (Emily Meade).
Sydney spielt seit geraumer Zeit Nerve und hat bereits eine ganze Menge an Followern.
Sydney will es schaffen, sie will unbedingt auf den ersten Platz von Nerve gelangen.
Sie ist diesbezüglich sehr ehrgeizig und fordert ihre Fans auf, ihr weitere halsbrecherische challenges zu stellen.
Zu Beginn ist Vee noch zurückhaltend, sie traut sich nicht so recht, mit dem teils legalen oder nicht legalen Spiel Nerve zu beginnen.
Vee und ihre Mutter (Juliette Lewis) leben in eher bescheidenden Verhältnissen, schnelles Geld scheint von daher eine willkommene Lösung für die Familie zu sein.
In ihrer ersten Challenge lernt Vee ihren neuen Game Partner Ian (Dave Franco) kennen.
Ihr erstes Date hat Vee sich mit Sicherheit anders vorgestellt, aber dank der Community der Watcher, sollen Vee und Ian die folgenden Challenges fortan gemeinsam lösen.
Ein sagenhafter Sog entfaltet sich, der Zuschauer wird nun in die süchtig machende Welt von Nerve regelrecht hineingezogen.
Eine spannende Challenge jagt die nächste spannende Challenge.
Wie wird man zum Internetphänomen über Nacht?
Genau, man spielt Nerve und wird von der anonymen Community als Stars gefeiert.
Folgendes ist jedoch bei Nerve zu beachten.
Natürlich wird jeder Nerve User zu Beginn des Games darauf ausdrücklich hingewiesen (ansonsten finden sich mit Sicherheit alle Risiken und Nebenwirkungen von Nerve in den allgemeinen AGBs).

Kannst du eine Aufgabe nicht lösen – verlierst du das bis dahin erspielte Geld komplett.
Steigst du aus – verlierst du das bis dahin erspielte Geld komplett.
Absolut ernst zu nehmen:
>>>> Erzähle niemanden von Nerve >>> Halte Nerve geheim! >>> Verräter werden bestraft!

Langsam dreht sich das Netz von Nerve um Vee und Ian immer schneller und wird immer enger.
Das geht so weit, bis Vee erfährt, dass ihre Social Media Accounts und ihr ganzes Geld auf den Konten ihrer Mutter gehackt worden sind.
Langsam aber sicher scheint ein Ausstieg nicht mehr möglich zu sein.
Wie weit werden Vee und Ian gehen, um Nerve zu beenden?
Kann Vee sich auf Ian verlassen?
Oder scheinen die beiden längst im Strudel der online Kriminalität von dubiosen Gesellschaften verloren zu sein?
Mit Unterstützung ihrer Freunde (Computer Nerds) hat Vee ein wahres Ass im Ärmel, welches sich zum Schluss deutlich zeigt.
Aber Vorsicht, Nerve ist auf alles vorbereit …

So sieht zum Beispiel eine Challenge von Nerve aus.
Küssen sie einen fremden Mann für fünf Sekunden.

Warum hat mich Nerve so fasziniert?
In unserer aktuellen Social Media Welt in Zeiten von Facebook, Youtube, Twitter und Co. ist zumindest der Anfang von Nerve gar nicht so abwegig dargestellt.
Neben den charismatischen Schauspielern Emma Roberts und Dave Franco ist Nerve vor allem deshalb so mitreißend, weil Nerve gar nicht so sehr Zukunftsvision zu sein scheint. Sehr glaubwürdig dargestellt werden soziale Apps einander verdrahtet und tauschen so alle benötigten Informationen aus. Ein weiterer Schritt in Richtung „Bürger aus Glas“.
Das Zusammenspiel zwischen Player und Watcher ist so glaubwürdig, dass es fast Realität sein könnte (wenn jemand zum Beispiel auf Facebook angibt, er hat Höhenangst, so könnte es sein, dass diese Person von den Watchern hoch hinausgeschickt wird).

Peinliche Szenen in einem Einkaufsladen

Peinliche Szenen in einem Einkaufsladen

Hinzu kommt, dass Nerve dem Zuschauer, nachdem der Sog entfaltet wurde, wenig Luft zum Atmen lässt.
Einige Challenges sind wahrhaft nervenaufreibend in Szene gesetzt.
Es ist richtig cool gemacht, wenn Ian (mit verbundenen Augen) mit Vee, die ihm dabei behilflich ist, auf dem Motorrad bei einer Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h durch Manhattan braust.
Jeweils coole Szenen sind auch, wenn völlig fremde Player dem Zuschauer gezeigt werden, wie sie ihre Challenges lösen.
Da wäre zum Beispiel eine Challenge, wie ein junger Mann sich auf die Gleise legt und über ihm ein Zug entlang donnert.
Die Kamera ist immer dicht dabei, wenn es darum geht, eine Challenge zu bestehen.
Das ist eine enorm geniale Szene.
Aktueller den je, wird thematisch gesehen auch über das Darknet berichtet.

Nerve macht absolut süchtig.
Nervenaufreibend und spannend.
Ein genialer Mix aus pro & contra bezüglich Social Media und online Gaming

Das Buch zum Film

Das Buch zum Film

Meiner Meinung nach verliert Nerve zum Schluss ein wenig an Glaubwürdigkeit.
Am Ende von Nerve kann nur einer das ganze Geld behalten, nur der Beste überlebt.
Zwei sind im Finale, einer muss sterben.
Das ist ein wenig extrem gemacht vom Prinzip her.
Es hat für mich den Anschein, dass Nerve die Grundidee ein wenig zu weit treibt.
Da der Zuschauer aber nach und nach mit Vee und Ian von einer Adrenalintour zur nächsten jagt, macht das für meinen Geschmack etwas seltsam geratene Finale, nicht sonderlich Probleme auf den Gesamteindruck.
Kleine Logiklücken scheint es wohl gerade auf der Zielgeraden zu geben (Darknet und Spambots).
Egal, das macht nichts, Nerve bietet 96 Minuten superspannende Unterhaltung bis zum Schluss.

Da der Film ab 12 Jahren freigegeben ist, dürften gerade auch die jüngeren Fans (das Zielpublikum sind Teenager und junge Erwachsene) ihre Freude an diesem Film finden.

Kinoticket besorgen und los geht’s!

Credits

Directors: Henry Joost, Ariel Schulman
Writers: Jeanne Ryan (novel), Jessica Sharzer (screenplay)
Stars: Emma Roberts, Dave Franco, Emily Meade

Copyright liegt bei den Herstellern des Films/Buch und deren Produkten

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