Ma-Co-Re-Mix (Vol. 47) (Venom Nr. 8 & 9)

Heute etwas später als gewohnt, aber Agent Venom treibt sich ja sowieso mehr in der Dunkelheit herum. Von daher passt das ganz gut …

MaCoReMix

Venom Nr. 8 [April 2014]

Autor: Cullen Bunn
Zeichner: Marco Checchetto, Thony Silas, Roger Robinson, Declan Shalvey
Format: Softcover
Umfang: 132 Seiten
Inhalt: Venom (2011) 27.1 & 28-32
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Eugene „Flash“ Thompson wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, nachdem ein früheres Opfer seiner Eskapaden aus der Highschool, Kontakt mit ihm aufnimmt. Für Flash ist es ein weiterer Grund, sein Leben in New York abzubrechen und in Philadelphia. Dort bekommt er es als neuer Beschützer der Stadt auch gleich mit den U-Foes zu tun, die viele Menschen entführt haben, darunter auch eine alte Freundin und Reporterkollegin von Flash. Aber die Gefahr, welche von den U-Foes ausgeht, ist nicht zu unterschätzen und so holt sich Venom Hilfe von Valkyrie …

Es ist ja nicht so, das Cullen Bunn grundsätzlich schlechte Arbeit leistet, im Gegenteil. Aber bei den hier vorliegenden Geschichten hat sich der Autor nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zwar haben die Storys reichlich Action und nutzen sogar einige bekannte Gegner und bringen mit Flashs Umzug sogar etwas frischen Wind mit, aber die persönliche Komponente wird leider nur angekratzt. Gerade der Zwiespalt von Flash mit seiner eigenen Vergangenheit und seinem oftmals rüpelhaften Verhalten seinen Mitschülern gegenüber wird leider nur angekratzt. Hier wäre wesentlich mehr möglich gewesen.
Optisch gibt es weitaus weniger anzumerken. Marco Checchetto passt nach wie vor sehr gut zum düsteren Venom, aber auch Thony Silas leistet gute und saubere Arbeit. Lediglich sein etwas detailarmer Stil führt zu einem leichten Bruch, gegenüber Checchetto, an den man sich aber recht schnell gewöhnt. Auch Roger Robinsons Stil, der lediglich eine Ausgabe umfasst, ist noch einmal ein auffälliger Wechsel, genau wie Declan Shalvey, der die letzten beiden Kapitel des Bandes bebildert. Bei Shalvey jedoch wird eine eigenartige Faszination ausgestrahlt, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Einerseits ist sein Stil doch arg anders, und irgendwie kantiger, hat aber dennoch etwas an sich, dass er sehr gut zu Venom und dem aktuell begonnenen Storybogen passt.

Die Ausgabe ist sowohl inhaltlich als auch visuell sehr abwechslungsreich und führt ab dem dritten Drittel Agent Venom auch in das Marvel NOW-Universum ein. Der damit einhergehende Wechsel bringt viel frischen Wind mit sich und weckt das Interesse am Folgeband …

Venom Nr. 9 [Oktober 2014]

Autor: Cullen Bunn
Zeichner: Declan Shalvey, Pepe Larraz, Kim Jacinto
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: Venom (2011) 33-37
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Toxin, alias Eddie Brock, ist noch immer hinter „Flash“ Thompson, alias Agent Venom her. Doch dann müssen sich die Beiden verbünden, um ein genetisch erschaffenes Monster zu bekämpfen und Unschuldige zu beschützen. Außerdem taucht Katy Kiernan, Venoms Bekannte und Reporterin des Daily Inquisitor auf, und spioniert an Flashs neuem Arbeitsplatz herum, während Flash in seiner Funktion als Agent Venom den Gangsterboss Lord Ogre jagt …

Als Erstes fällt mir sehr positiv auf, dass Flashs Privatleben oder das was er dafür hält, etwas in den Vordergrund rückt. Seine Arbeit als Turnlehrer nimmt einen etwas wichtigeren Platz ein, wenngleich es nach meinem Empfinden noch immer zu wenig ist. Immerhin haben wir hier einen eigentlich schwer behinderten Mann, der als Sportlehrer an einer Schule arbeitet und ständig einen gefährlichen Symbionten mit sich trägt, der jederzeit alle Menschen in seinem näheren Umfeld töten könnte, wenn man die Kontrolle über ihn verliert, sofern jemals überhaupt irgendeine Kontrolle bestand.
Für die Umsetzung dieses eigentlich sehr interessanten Zwiespaltes, der nur leider nicht genug ausgelotet wird, ist erneut Declan Shalvey verantwortlich. Sein Stil passt ideal zu den beiden Kontrahenten Venom und Toxin und deren wahnwitzigen Kampf gegeneinander. Hier entstehen teilweise sehr surreal wirkende Bilder, wenn sich die beiden „Monster“ gegenüberstehen. Aber auch Pepe Larraz und Kim Jacinto haben jeweils außergewöhnliche Stile, wenngleich jeder nur für ein Kapitel verantwortlich zeichnet. Am auffälligsten ist jedoch Jacintos Artwork der mit einem skizzenhaften rauen Zeichenstil und dominanten Popart-Effekten überrascht. Dennoch sieht es erstaunlich gut aus, vor allem wenn Gegner wie Jack’O’Lantern auftauchen.

Auch Band Nummer 9 hat wieder viel zu bieten, wenngleich das meiste in Richtung kurzweilige Unterhaltung einzuordnen ist. Hin und wieder zeigen sich jedoch Ansätze, mehr als nur Unterhaltung bieten zu wollen, werden aber letztendlich nicht ausreichend genutzt. Cullen Bunn als Autor scheint also weiterhin die Actionschiene zu fahren, wobei dies bei einem Charakter wie Venom nicht weiter verwunderlich ist.

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