Review Kurzüberblick (23) [Spawn Nr. 112 & 113]

Nach dem letzten Teenage Mutant Ninja Turtles Doppelpack gibt es heute die doppelte Action Spawn inklusive der Jubiläumsnummer 250, dem großen Neubeginn und der Rückkehr eines alten Bekannten. Doch bevor ich wieder in der Einleitung zu viel verrate, lege ich lieber gleich los …

Comic Review Kurzüberblick

Spawn Nr. 112 [Juli 2015]

Autor: Todd McFarlane
Zeichner: Szymon Kudranski
Format: Softcover
Umfang: 132 Seiten
Inhalt: Spawn 244-249
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Jim Downing, alias Spawn, ist noch immer auf der Suche nach seiner Freundin Sara, die plötzlich verschwunden ist. Doch er hat sich schon die Person, oder besser gesagt das Wesen geschnappt, das ihm sagen kann, wo sie ist. Der Clown, auch bekannt als Violator, muss sich nun der unbändigen Wut gegenübersehen. Doch Jim bekommt seine Information und schafft es sogar Sara zu befreien. Aber damit beginnt erst seine eigentlicher Höllenritt. Am Tag nach der Rettung fällt Sara plötzlich über Jim her, als würde sie kontrolliert werden und fällt danach in ein unerklärliches Koma …

Todd McFarlane steuert schnurstracks auf das große Finale zu und gibt sich dabei große Mühe. Leider scheint er sich in einigen Handlungselementen zu verzetteln, die dann ein paar unnütze Fragen aufwerfen, obwohl sie diese eigentlich beantworten sollten. Gerade seine Verbindung zum „Schwarz“ ist rätselhafter, als es Spawns Symbiontenkostüm jemals war und irgendwie kommen Ähnlichkeiten zu anderen Helden, welche durch eine solche „Dimension“ reisen, um zu teleportieren, zum Vorschein.
Noch immer zeigt sich Szymon Kudranski von seiner besten Seite, um die Horror-Mystery-Welten von Spawn glaubwürdig und trotzdem fantastisch in Szene zu setzen, ohne dabei die Realität, in der Jim Downing und alle anderen leben, aus den Augen zu verlieren. Was mir aber nach wie vor missfällt, ist seine Copy&Paste Technik, die bei einigen Panels Anwendung findet. Das hat in vielen Punkten einen faden Beigeschmack, den ich schon bei Greg Land nicht leiden kann. Kudranski hat dafür aber in meinen Augen ein wesentlich besseres Talent, was das Zeichnen an sich betrifft.

Somit bleibt unter dem Strich immer noch sehr gute und spannende Unterhaltung, bei der ich in der nächsten Ausgabe auf Besserung hoffe, was die jetzt noch offenen Handlungsstränge betrifft, wobei ich Angst davor habe, dass der Cut von McFarlane so stark ist, dass vieles offenbleiben wird. Dennoch freue ich mich darauf.

Spawn Nr. 113 [Dezember 2015]

Autor: Todd McFarlane, Paul Jenkins
Zeichner: Szymon Kudranski, Jonboy Meyers
Format: Softcover
Umfang: 116 Seiten
Inhalt: Spawn 250-251, Spawn Resurrection 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 14,99 Euro

Das Chaos breitet sich in Form riesiger Insektenansammlungen weiter in der Stadt aus, während sich Jim Downing dem Kampf mit seinem eigenen Kostüm stellt. Selbst Sam und Twitch sind dem aktuellen Spawn weiter auf den Fersen und kommen seinen Geheimnissen immer näher. Doch dann passiert das Unglaubliche. Al Simmons taucht wieder auf und plötzlich scheint sich alles zu wenden. Doch Al hat zuerst seine eigenen Ziele zu verfolgen, insbesondere den sinnlosen Tod seiner ehemaligen Frau Wanda …

Hier ist es, das fulminante Finale zum Storybogen mit Jim Downing und irgendwie bin ich nach der Lektüre dieses Bandes etwas unzufrieden. Nicht etwa, weil schon wieder ein toter „Superheld“ (obwohl Spawn ja noch nie so der typische Held und auch kein Antiheld war) auferstanden und zurückgekehrt ist, sondern weil das eingetroffen ist, was ich erwartet hatte. Kaum taucht Al Simmons wieder auf, scheint es Jim Downing nie gegeben zu haben. Aber vielleicht kommt ja noch etwas im nächsten Band. Immerhin hat auch Paul Jenkins mit dieser Wendung den Staffelstab als Autor übernommen. Jenkins hat bereits sehr viele gute Comics geschrieben, wie „Spider-Man“, „Die Offenbarung“ (zusammen mit Humberto Ramos) oder „Universe“, um nur einige zu nennen. Aber eines haben alle seine Arbeiten gemeinsam. Es dreht sich immer in irgendeiner Form um einen Glauben, Gott, oder ähnliches. Meist ist es das Zusammenspiel, oder auch der ewig währende Kampf zwischen Himmel und Hölle, und so verwundert es mich nicht, dass er nun bei Spawn gelandet ist, wo diese Thema bereits seit langer Zeit den Hintergrund beherrscht..
Auch Szymon verabschiedet sich hiermit von Spawn und er macht dies sehr würdevoll und dennoch mit einem großen Knall. Auch wenn mir der neue Zeichenstil von Jonboy Meyers durchaus zusagt, immerhin hat er auch schon die „Danger Girls“, „Spider-Man“ und Kirkmans „Invincible“ in Szene gesetzt, werde ich Kudranski vermissen. Sein düsterer Stil steht im krassen Gegensatz zu Jonboys eher farbenfrohen Stil, der an einen Animationsfilm (oder auch Serie) erinnert. Ich hoffe, das Spawn dadurch nichts von seinem mystischen Charme mit den Horrorelementen verliert.

Spawn Neubeginn verspricht durchaus Spannung und bringt im ersten Moment viel frischen Wind mit. Dennoch bleibt ein leicht mulmiges Gefühl, dass die letzten Jahre mit Jim Downing einfach ausradiert wurden, was ich persönlich sehr schade fände. Aber mal abwarten, wie es in Band 114 weiter geht. Er liegt ja bereits hier, aber vorher muss ich noch auf anderen Gebieten etwas Boden gutmachen.

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