Review Kurzüberblick (22) [Teenage Mutant Ninja Turtles Nr. 7 & 8]

Der heutige Review Kurzüberblick steht ganz im Zeichen der Teenage Mutant Ninja Turtles. Mit den Bänden 7 und 7 setzt Panini die Reihe chronologisch fort und präsentiert neben den US-Ausgaben 17 bis 20 der regulären Hauptserie auch die ersten vier Ausgaben der Villain Microseries, die sich ähnlich der Microseries aus den Bänden 3 und 6 jeweils einer Figur widmet und deren Hintergrund beleuchtet. Und nun viel Spaß mit den heutigen zwei Reviews …

Comic Review Kurzüberblick

Teenage Mutant Ninja Turtles Nr. 7: Der Krieg gegen Krang [August 2015]

Autor: Kevin Eastman, Tom Waltz
Zeichner: Ben Bates
Format: Softcover
Umfang: 108 Seiten
Inhalt: Teenage Mutant Ninja Turtles (2011) 17-20
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Die Krang führen Krieg auf Neutrino, einem kleinen Planeten, von dem auch Professor Honeycutt stammt, der aktuell im Androidenkörper des Fugitoiden weiterlebt. Doch die Bewohner, die Neutrinos geben sich nicht kampflos den Angreifern geschlagen, die ihren Planeten erobern wollen. Und so schickt König Zenter seine vier besten Kämpfer aus, um Professor Honeycutt aufzuspüren. Nur mit seiner Hilfe können sie es überhaupt noch schaffen, die Krang zurückzudrängen. Doch Honeycutt befindet sich auf der Erde als Chet Allen in einem Gespräch mit April O’Neill, die wiederum von ihren Freunden den Turtles beschützt wird. So werden die vier Brüder erneut in ein interdimensionales Abenteuer gezogen …

Langsam, aber sicher, beginnen Kevin Eastman und Tom Waltz die Ereignisse, um die Krang und die Turtles zusammenzuführen. Zusätzlich verlieren sie dabei aber nicht den Faden zu Shredder und seinem Foot Clan, ohne dabei die Übersicht zu gefährden. Herausgekommen ist eine zwar vorhersehbare, aber dennoch sehr unterhaltsame Geschichte, um den Kampf gegen die Krang für die Neutrinos und um deren Überleben auf Neutrino. Wie immer fehlen auch die kleinen Gags am Rande nicht. Michelangelo ist wieder einmal schnell verliebt und trägt immer einen witzigen Spruch auf der Zunge. Lippen kann man bei Schildkröten ja auch schlecht sagen.
Als Zeichner ist auch erstmals Ben Bates mit an Bord und er macht seine Arbeit ganz gut. Anfangs ist sein Stil etwas gewöhnungsbedürftig. Vor allem wenn man bisher die Arbeiten von Dan Duncan und Andy Kuhn gewohnt war, wobei in den deutschen Paperbacks durch die Veröffentlichung der Microseries, bereits auch andere Künstler zu sehen waren. Doch recht schnell gewöhnt man sich an die teils doch recht skizzenhaften Zeichnungen. Während die humanoiden Figuren, wie die Neutrinos etwas deformiert wirken, sehen die Krang und deren Exoskelette sowie sämtliche technischen Geräte einfach nur gut aus. Des Weiteren sind die Bilder sehr dynmisch und lebhaft gezeichnet, was der rasanten Geschichte wiederum zugutekommt.

Es geht spannend weiter und besonders gefällt mir natürlich, dass Panini auch die Miniserien chronologisch einsortiert. So bekommt man als deutscher Leser gleich alles in der passenden Reihenfolge präsentiert, wo man sich als US-Leser erst schlau machen muss, wenn man keinen Zusammenhang verpassen möchte. Auch mit Extras geizen die Stuttgarter hier nicht. Jedes Kapitel wird mit einem textless Cover getrennt und als Bonus gibt es weitere Covermotive ohne Text, die teils wunderschön anzusehen sind. Nun kann es mit dem nächsten Band und einem kleinen Einschub in Sachen Bösewichter weitergehen.

Teenage Mutant Ninja Turtles Nr. 8: Vier Feinde [Dezember 2015]

Autor: Joshua Williamson, Erik Burnham, Jason Ciaramella, Brian Lynch
Zeichner: Mike Henderson, Andy Kuhn, Dave Wachter, Sophie Campbell
Format: Softcover
Umfang: 108 Seiten
Inhalt: Teenage Mutant Ninja Turtles Villains Microseries (2013) 1-4
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Wie ist aus Krang dieses machtbessene „Monster“ geworden, dass er heute ist? Was hat ihn so sehr geprägt? Weshalb verhält sich Baxter Stockman augenscheinlich so loyal gegenüber den Krang und welchen Plan verfolgt er? Warum ist Old Hob so versessen darauf an Splinter, den Turtles und auch Baxter Stockman und den Krang Rache zu nehmen? Und wie verhält es sich mit Alopex‘ Vergangenheit? Was hat die junge Polarfüchsin geprägt und in die Arme von Shredder getrieben? So viele Fragen und einige davon werden hier beantwortet …

Vier Feinde. Vier Autoren und vier Zeichner. Vier eigentlich recht gleiche Geschichten und dennoch jede ein Unikat. Alle Autoren haben sich gleichermaßen Mühe gegeben, die ihnen anvertraute Figur möglichst gut in Szene zu setzen. Leider, so muss ich zugeben, ist dies nicht bei allen geglückt. Die in meinen Augen schwächste Geschichte ist die um Baxter Stockman. Sie wirkt oberflächlich und hat nur sehr wenig Neues zur Figur beigetragen. Zeichnerisch kann ich dafür nicht meckern, da hier Andy Kuhn gewohnt gute Arbeit macht. Sein rauher Stil, der aber durch „sanftere“ Momente in den Rückblicken mit Baxters Vater durchbrochen wird, passt sehr gut zu Baxter Stockman.
Gleich danach kommt Krangs Vergangenheit. Diese bietet sehr interessante Einblicke und erklärt ein wenig seine Handlunsgweise, bleibt aber schlussendlich doch recht oberflächlich, da sie in meinen Augen zu viele Klischees bedient. Der unbeachtete Sohn, der seinem Vater etwas beweisen will und alleine auf sich gestellt, dann plötzlich zu einem Überlebenskämpfer mutiert. Auch zeichnerisch bleibt alles nur durchschnittlich. Zu wenig Eigenständigkeit im Stil ist bei Mike Henderson zu erkennen. Technisch sind die Bilder in Ordnung, aber dennoch fehlt etwas, das sich nur schwer beschreiben lässt.
Um einiges besser ist da Old Hobs Entstehungsgeschichte. Hier wird nicht nur gezeigt, wieso er so handelt, wie er es tut, sondern das er vorher komplett anders war, als er es aktuell ist. Es ist also eine wirkliche Entwicklung sicht- und spürbar. Dafür sorgen unter anderem die sehr gelungenen Zeichnungen von Dave Wachter, der ähnlich dem Stil von Dan Duncan ist, aber dennoch genug Eigenständigkeit besitzt.
Mein absolutes Highlight, sowohl inhaltlich, wie auch visuell, ist die Geschichte um Alopex. Hier gibt es einfach alles, was eine gute Origin braucht. Leid, Entwicklung, Erfahrungen und eine Figur, mit der man mitfühlt und ihre Entscheidungen nachvollziehen kann. Autor Brian Lynch hat erneut sehr gute Arbeit geleistet. Eigentlich sollte hier an diesem Abenteuer das gleiche Dreamteam arbeiten, wie beim ersten Auftritt von Alopex im dritten Turtles Band „Vier Brüder“. Dieses bestand aus Brian Lynch und Franco Urru. Doch leider verstarb Urru noch während der Planungsphase zu diesem Heft, weshalb Sophie Campbell an seine Stelle trat. Auch zu Sophie Campbell, deren Stil ich nach wie vor sehr bewundere, gibt es etwas zu schreiben. Denn immerhin ist sie kein unbeschriebenes Blatt, auch wenn ihr Name noch recht wenig im Comicbereich auftaucht. Dies liegt daran, dass bis zum März 2015 Sophie Campbell den Namen Ross Campbell trug und ein Mann war. Unter diesem Namen und Geschlecht hatte sie bereits einige Turtles-Geschichten und Cover gezeichnet und ich werde ihre Arbeit auch weiterhin sehr zu schätzen wissen.

Wie auch schon bei den anderen Microseries-Bänden ist die Mischung nicht immer geglückt und es gibt gute und weniger gelungene Geschichten. Doch ich muss sagen, dass dieser Band insgesamt recht gut ausgefallen ist, und so einige positive und interessante Einblicke geboten hat.

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