Ma-Co-Re-Mix (Vol. 43) (Spider-Man Team-Up Nr. 2 & Die neuen X-Men Nr. 15)

Heute geht es mit den nächsten Ausgaben von „Spider-Man Team-Up“ und „Die neuen X-Men“ weiter. In „Spider-Man Team-Up“ Nr. 2 beginnt eine neue Storyline, während sich in „Die neuen X-Men“ Nr. 15 der im vorangegangenen Heft gestartete Storybogen weitergeführt wird …

MaCoReMix

Spider-Man Team-Up Nr. 2 [September 2014]

Autor: Christopher Yost
Zeichner: Marco Checchetto
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Superior Spider-Man Team-Up (2013) 5-6
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Die Wrecking Crew macht di Stadt unsicher und verbreitet wieder einmal Angst und Schrecken. Doch der neue verbesserte Spider-Man hat ebenfalls ein Team zusammengestellt. Mithilfe von Gedankenkontrolle befehligt er sein altes Team die Sinistren Sechs, die er jetzt als „Die überlegenen Sechs“ ins Rennen schickt. Aber es klappt nicht so, wie er es sich vorstellt und auch die zuerst unterlegene Wrecking Crew kommt mit Verstärkung zurück. Selbst die junge Heldin Sun Girl entpuppt sich mehr als eine Gefahr, als als eine wirkliche Hilfe und so passiert es, dass sich „Die überlegenen Sechs“ plötzlich gegen ihren Anführer wenden …

Erneut liefert Christopher Yost eine lockere und actionreiche Geschichte ab, die auch gut für sich alleine stehen kann, ganz im Stile der klassischen „Marvel Team-Up“-Storys. Spider-Man gemeinsam mit einem weiteren Helden, oder wie in diesem Fall einer Heldin, gegen einen, oder mehrere Schurken. Doch Yost geht noch ein kleines Stück weiter und baut Elemente aus der Vergangenheit mit ein, die vor allem ältere Fans begeistert. Dennoch bleibt es auch für Neueinsteiger gut lesbar und spannend.
Neben Yost ist mit Marco Checchetto auch am Zeichenstift ein alter Bekannter vertreten, der bereits in der letzten Ausgabe sein Talent unter Beweis stellen durfte. Anders als die klassischen „Marvel Team-Ups“ fällt der Stil dieses Mal jedoch weitaus düsterer aus, was vor allem an Checchettos Artwork liegt. Wer also die bekannten fröhlichen Geschichten aus den Siebziger bis Achtziger Jahren erwartet, der wird enttäuscht sein. Dennoch passt Checchettos Stil sehr gut zu Yosts Geschichte und die beiden ergänzen sich nahezu perfekt.

Genau so mag ich die Team-Ups eher einfach gestrickt und dennoch mit einem gewissen Tiefgang, wenn es denn nötig ist. Und für die Kenner gibt es zahlreiche Querverweise auf ältere Geschichten und Ereignisse. Trotzdem präsentiert sich „Spider-Man Team-Up“ frisch und modern, gut eingegliedert in die jeweils aktuellen Ereignisse und kann dennoch für sich alleine stehen. Gerade für die kleine unterhaltsame Lektüre zwischendurch ist diese Reihe sehr gut geeignet.

Die neuen X-Men Nr. 15 [Oktober 2014]

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Stuart Immonen, Sara Pichelli
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: All-New X-Men (2013) 23, Guardians of the Galaxy (2013) 12
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Die junge Jean Grey findet sich in der Gewalt der Shi’ar wieder, wo sie für die Verbrechen, die ihr älteres Ich begangen hat, zur Rechenschaft gezogen und verurteilt werden soll. In der Zwischenzeit befinden sie die restlichen jungen X-Men im Raumschiff der Guardians of the Galaxy, um mit ihnen gemeinsam ihre Teamkollegin Jean zu befreien. Doch vorher steht Cyclops noch eine Überraschung bevor, als dieser seinen verstorben geglaubten Vater wiedertrifft …

Überraschung! Bendis verfällt wieder in alte Muster, zumindest die aus den letzten Jahren und seiner Arbeit an den Teamserien. Zwar baut er so einige Überraschungen ein, bleibt aber die Erklärungen dafür schuldig. So ist zum Beispiel Cyclops‘ Vater Corsair vor einiger Zeit verstorben und nun präsentiert ihn Bendis so mir nichts, dir nichts wieder lebendig und niemand weiß wieso. Und das ist nur eines der Dinge, die einem mit Fragen zurücklassen. Wenigstens bleibt die Handlung weitestgehend lückenlos und nachvollziehbar, sodass der Lesespaß durch diese kleinen Ungereimtheiten, die lediglich langjährigen Lesern auffallen, ungetrübt bleibt.
Dafür leisten die beiden Zeichner Stuart Immonen und Sara Pichelli gewohnt gute Arbeit. Beide Kapitel sind wunderschön anzusehen. Die Figuren strahlen Emotionen aus und wirken lebendig, was grundsätzlich für mich sehr wichtig ist, wenn eine Geschichte auch nur annähernd funktionieren soll. Das Einzige, was mich ein wenig stört, ist das das gesamte Setting so dunkel gehalten ist. Zwar gibt es hin und wieder helle Momente, und auch die Dunkelheit wird bewusst als Stilmittel eingesetzt, aber für meinen Teil ist es insgesamt ein wenig zu viel.

Die im letzten Heft begonnen Handlung, der ich eine durchaus interessante Grundidee bescheinigt habe, verliert sich langsam in tristen Belanglosigkeiten. Die Guardians of the Galaxy werden nur verheizt, weil sie als großer Kinoerfolg sowieso in aller Munde sind, und haben eigentlich keinen wirklichen Zweck. Stattdessen wirkt es so, als würde man versuchen zwanghaft eine Geschichte um sie herum zu konstruieren. Ich hoffe inständig, dass Bendis doch noch die Kurve kriegt und wenigstens ein einigermaßen nachvollziehbares Finale abliefert, ohne sich den üblichen Klischees zu bedienen.

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