Gratis Comic Tag 2016 Review (34): Beatcomix Wundertüte [Holzhof Verlag, Mai 2016]

Gratis Comic Tag 2016Mit der „Beatcomix Wundertüte“ beschließe ich die Gratis Comic Tag-Reviews. 34 Tage lang habe ich euch jetzt alle Beiträge des diesjährigen Gratis Comic Tags vorgestellt. Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Stammcomicshop, dem Comic Attack in Erfurt bedanken, ohne die es mir nicht möglich gewesen wäre. Immerhin haben sie mir auch dieses Jahr wieder einen Komplettsatz der Gratis Comics zukommen lassen, damit ich euch wirklich alle Comics vorstellen kann. Und damit wären wir auch schon beim heutigen, letzten Gratis Comic Tag-Beitrag:

Beatcomix Wundertüte

Insgesamt gibt es mehrere Geschichten innerhalb dieser Wundertüte. In der ersten stolpert Mister Rocket zufällig in einen interdimensionalen Elvis Presley Lookalike-Contest, und obwohl er überhaupt nicht daran teilnehmen will, gewinnt er diesen. Aber auch ein paar Einblicke, Skizzen und Weiteres von Mister Rocket gibt Ivo Kircheis zum Besten, genauso wie Auszüge aus seinen anderen Werken, wie „Paralleluniversum“, von dem bereits drei Bände existieren. Wie so oft enthält auch diese Holzhof-Veröffentlichung einen DDR-Comic-Klassiker. Zum „nun aber tatsächlich allerletzten Mal“, wie es in der Einleitung dazu heißt, gibt es mit „Max und Maxi“ einen DDR-Comic-Klassiker und das als Komplettpaket.

Ein Heft, welches komplett dem Künstler Ivo Kircheis und seinen Werken gewidmet ist, wenn man einmal von dem „Heft im Heft“ DDR-Comic-Klassiker absieht. Doch gehen wir es erst einmal vorsichtig und schön der Reihenfolge nach an. Die erste Geschichte aus „Rocket Blues Nr. 2: Nusshusten im Sternbild Kassiopeia“ ist ein abgedrehter Underground-Science-Fiction-Space-Soap-Opera-Klamauk und irgendwie sogar noch viel mehr. Aber wenn ich ehrlich bin, werde ich damit nicht wirklich warm. Die Wimmelbildartigen Schwarz/Weiß-Zeichnungen sind es dabei aber noch nicht einmal wirklich und auch die Geschichte ist zwar nachvollziehbar, aber dennoch ist in der gesamten Komposition eine Art Chaos, dem zu folgen mir sehr schwer fällt.
Anders sieht es hingegen bei den Strips aus „Paralleluniversum“ aus. Diese, meist einseitigen (auf das Format bezogen) Comicstrips kommen mit einem gänzlich anderen Humor daher. Hier gibt es kurze Anekdoten, Lebensweisheiten oder anderen Quatsch aus dem alltäglichen Leben. Selbst der Zeichenstil unterscheidet sich doch massiv vom ersten Beitrag.
Zu guter letzt möchte ich noch auf den Klassiker „Max und Maxi“ zu sprechen kommen. Wie auch schon heute kann einem nicht alles gefallen und so gefielen mir die beiden Max und Maxi auch damals schon nicht wirklich. Wenn man diese insgesamt 111 Kurzgeschichten heute sieht, könnte man wirklich einen falschen Eindruck von der DDR bekommen, da hier stellenweise eine Kleinstadtnaivität dargestellt wird, wie es sie nicht einmal in entlegensten Gebieten des Niemandslandes gegeben hat. Außerdem sind selbst damals schon einige der Gags steinalt gewesen und manche einfach nicht witzig.

Für mich war die Beatcomix Wundertüte nur bedingt unterhaltsam. Ein Drittel kann mich überzeugen, in gewissem Maße, aber eben doch nicht so weit, dass ich mir einen der drei „Paralleluniversum“-Bände zulegen müsste. Dann vielleicht noch am ehesten den „Papa, wann essen wir mal ein Pferd?“-Band. Ganz ohne Interesse bleibt jedoch Rocket Blues, von dem es bereits zwei Bände gibt, weil es überhaupt nicht meinen Geschmack trifft.

Das waren nun 34 Gratis Comic-Tag-Reviews und ich hoffe, dass sie euch gefallen haben. Mir hat es Spaß gemacht, auch wenn es anstrengend war, sicherzustellen, dass ich den täglichen Rhythmus einhalte und an manchen Tagen war es auch schon recht knapp, was man den Reviews hoffentlich nicht anmerkt.
Ich danke hiermit noch einmal dem Comic Attack aus Erfurt und natürlich euch, meinen Lesern.

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