Nancy in Hell Nr. 2: Die Hölle auf Erden! [Panini, September 2014]

Dominik_AVANancy in Hell macht genau dort weiter, wo der erste Band aufgehört hat. Einziger Unterschied ist die Location, es ist nun nicht mehr die Hölle, sondern unsere geliebte Erde!
Hat mich im ersten Band die durchaus etwas tiefgründigere Story (man bedenke, dass es eigentlich ein trashiger sexy metzel Band sein könnte) beeindruckt, so ist dieser Band weit davon entfernt!
Das macht aber überhaupt nichts, denn der Leser hat einen Heidenspaß im Schlachtengetümmel auf der Erde. Dämonen und Monster aus der Hölle, Menschen der Erde und Engel aus dem Himmelreich bekämpfen sich. Nicht viel mehr und vor allem nicht weniger bietet dieser Band.
Nancy empfiehlt, dass Kinder und Teenager unter 16 Jahren besser die Finger von ihrer Kettensäge lassen (Altersempfehlung ab 16 Jahren).

Nancy in Hell Nr. 2: Die Hölle auf Erden!

Klappentext:

Nancy brachte (wenngleich unabsichtlich) die Apokalypse über die Welt. Die Dämonen der Hölle verbreiten Chaos und Zerstörung. Nun öffnet sich der Himmel und die Heerscharen der Engel kommen herab, um gegen die Höllenbrut zu Felde zu ziehen. Zwischen den Fronten: die Menschheit und … Nancy, natürlich mit ihrer Kettensäge!
Das himmlisch-höllische Gemetzel geht weiter.

Was bisher geschah (aus dem Klappentext):

Nancy ist immer noch hübsch, blond und … ja, was eigentlich? Die Cheerleaderin wurde von einem fiesen Dämon getötet und in die Hölle verschleppt. Dort fand sie eine Kettensäge und traf auf Luzifer. Mit dem gefallenen Engel an ihrer Seite und der Kettensäge in der Hand metzelte sich das toughe Girlie durch Horden von Dämonen, überwand die Pforten der Hölle und kam schließlich zurück in die Welt der Lebenden.

Dummerweise vergaß sie, die Tore hinter sich zu schließen, und so brachte sie die Apokalypse auf die Erde. Das höllische Treiben der Dämonen auf der Menschenwelt ruft nun die himmlischen Heerscharen auf den Plan. Die Engel steigen herab, um sich der Höllenbrut im Kampf zu stellen … ohne Rücksicht auf die Menschen. Zeit für Nancy, die Kettensäge wieder auf Touren zu bringen …

Die Engel sind da ...

Die Engel sind da …

Diese einleitenden Worte geben die Handlung und den Inhalt dieses Bandes sehr kurz und bündig wieder.
Der Leser erhält genau dass, was er sich darunter vorstellen wird.
Wurde im ersten Band die Geschichte um Luzifer und Nancy noch näher beleuchtet, so findet der Leser im abschließenden zweiten Band eher weniger Hintergrundinformationen.
Der Band konzentriert sich im wahrsten Sinne des Wortes durchgehend auf das Gemetzel zwischen Menschen, Dämonen und Engeln auf der Erde.
Ebenfalls der Gegenspieler von Nancy, der Dämonenlord, bleibt in diesem Band blass und wird dem Leser nur am Rande für das notwendige der Story, näher gebracht.
Interessant ist der Auftritt der Engel auf der Erde. Die Engel bezeichnen die Menschen als Affen! Scheinbar halten sie nicht sehr viel von Gottes Schöpfung!
So ist dem Leser auch nicht ganz klar, ob die Engel wirklich die Guten sind. Die Menschen greifen ebenfalls mit Atomraketen an. Spätestens dann, wenn sich die Engel die Macht der Atomraketen zunutze machen, wird dem Leser klar, dass die Engel nicht so sind, wie man sie sich vielleicht vorgestellt hat. Was für einen Plan verfolgen die Engel eigentlich? Welchen Plan verfolgt der Dämonenlord eigentlich?
Diese Fragen werden zwar einigermaßen zufriedenstellend beantwortet, jedoch bei Weitem nicht tiefgründig oder gar mit Hintergrundwissen.
Welche Rollen Nancy oder Luzifer dabei spielen? Dazu lässt sich eigentlich nur sagen, die Guten kommen in den Himmel und die Bösen kommen in die Hölle.

Nancy räumt auf ...

Nancy räumt auf …

Der Band macht jedoch gewaltig Spaß. Das liegt einfach daran, dass durchgehend gemetzelt wird. Der Fokus dieses Bandes liegt eindeutig auf dem Gemetzel und das ist wesentlich besser und intensiver umgesetzt worden als noch im ersten Band. So gibt es reichlich Kampfszenen, welche hervorragend in Szene gesetzt worden sind. Nancy und die Engel kämpfen in gewohnt leicht bekleideten Gewändern. Lollipop Chainsaw lässt grüßen! Mit Nancy macht das Metzeln Freude …
Mir gefällt sehr gut, dass einige neue Menschen rudimentär am Geschehen teilnehmen und dem Leser für das Notwendige kurz und bündig vorgestellt werden. So lernt der Leser einen pflichtbewussten Polizisten namens Irving kennen und die Polizistin Jane, welche ebenfalls gegen die Übermacht der Dämonen und Engel kämpfen. Diese beiden Polizisten empfand ich als recht sympathisch und habe selbst auf diesen wenigen Seiten Identifikationsmöglichkeiten finden können.
Sicherheit finden viele Überlebende der Katastrophe im Zentralgefängnis von San Diego. Natürlich sind die Insassen während der Apokalypse freigelassen worden!
Einige merkwürdige Häftlinge treffen auf Nancy und Luzifer, sowie viele weitere Überlebende.
Während Nancy sich mit den Engeln und dem Dämonenlord sowie der Macht der Atomraketen auseinandersetzt, fragt sich Luzifer, ob das alles Gottes Wille sei.
Wie kommt es dazu, dass Gott all dies zugelassen hat?
Luzifer trifft im Gefängnis auf einen wahren Satansanbeter. Doch auch wenn Luzifer versucht, die Häftlinge zu bekehren, so hat der Satansanbeter sich dem Teufel verschrieben und ein wahrer Teufel, wie es eigentlich Luzifer hätte sein sollen, bekehrt keine Menschen zum Glauben …
Die Lage spitzt sich zu, es kommt zum finalen Showdown.
Letztendlich ist der Himmel weit entfernt von der Hölle …

Blam Blam Blam

Blam Blam Blam

Die Zeichnungen sind ähnlich wie im ersten Band.
Vollgepackt mit Action, Monstern, Menschen und Dämonen.
Der Leser hat in den einzelnen Panels viel zu entdecken. Manchmal sind die einzelnen Panels sehr vollgepackt, sodass der Leser erst einen Augenblick braucht, ehe seine Augen alles wahrnehmen.
Dynamisch, bunt trashig und abgefahren, all das zusammen einer nicht linearen Panelstruktur folgend, sowie hin und wieder ganzseitige Zeichnungen fordern des Lesers Aufmerksamkeit.
Leich bekleidete Frauen in Szene gesetzt, auf Provokation und Gemetzel ausgelegt, so lassen sich die Zeichnungen und der Stil dieses Bandes ganz gut beschreiben! Eine Handlung ist nicht spürbar vorhanden. Nur das Notwendige, welches dennoch Freude bereitet, wenn der Leser sich auf Metzelorgien einlassen kann.

Am schönsten ist, dass ich mir auch diesen Band in Erlangen (Comic Salon 2016) von El Torres signieren lassen habe.
Mir haben dieser Band und der erste Band jeweils für sich sehr gut gefallen.
Anspruch ist was anderes, aber Unterhaltung findet der Leser in bester trashiger Manier.
Hübsche Mädels, coole Action, blutiges Gemetzel, welches kein Crossed Ekel Niveau erreicht und zumindest der erste Band bietet eine etwas „tiefgründigere“ Handlung in dem ganzen Chaos der Apokalypse.
Manchmal gibt es Comics, wo man einfach das Gehirn mal eine Runde ausschalten kann. Nancy in Hell kommt dieser Redewendung recht nah.
Anders gesagt, wer gesunde Kost mag, der geht in den Bioladen, aber manchmal hab ich auch einfach Hunger auf einen deftigen Cheeseburger …

Copyright aller verwendeten Bilder © 2014-2016 Panini Verlags GmbH / Image Comics

Review zu Nancy in Hell Band 1

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