Gratis Comic Tag 2016 Review (22): Capricorn: Das Ding [Schreiber & Leser, Mai 2016]

Gratis Comic Tag 2016Mit „…die komplette erste Folge der langlebigsten Comic-Serie eines deutschen Zeichners im Ausland…“ wurden die Erwartungen an den Band meinerseits recht hoch gesteckt. Immerhin muss es eine sehr außergewöhnliche Serie sein, wenn sie solch illustre Superlative auf sich vereint. Ob es sich denn wirklich lohnt …?

Capricorn Nr. 1: Das Ding

Kurz vor New York trifft ein unbekannter Mann auf drei mysteriöse Gestalten, neben 6 seltsamen Karten geben sie ihm noch einen wichtigen Rat. Er soll seinen Namen vergessen und ab sofort nur noch Capricorn heißen. Denn wenn er in New York seinen richtigen Namen nennen würde, dann wäre die Stadt in großer Gefahr. Obwohl er all das nicht glaubt, hält er sich an die Aussagen der drei Gestalten. Aber in New York gehen auch so schon merkwürdige Ereignisse vor sich. Eine gefährliche Krankheit bei der Betroffene binnen weniger Stunden ohne erkennbaren Grund ins Koma fallen und eine geheimnisvolle Schatulle mit einem mächtigen Objekt darin, sind nur zwei weitere der Ungereimtheiten, denen Capricorn auf die Spur kommen muss …

Viele Geheimnisse, unbekannte Mächte und rätselhafte Machenschaften von Personen, die sowohl Freund, als auch Feind sein könnten. Wem kann man überhaupt vertrauen und ist eine Antwort wirklich eine Antwort? Oder wirft sie nur noch mehr neue Fragen auf.
Das alles klingt sehr spannend und ganz ehrlich, das ist es auch. Andreas Martens hat es mit Bravour geschafft, eine Figur aus seiner etwas früheren Serie „Rork“ dermaßen auszugliedern, dass sie den Erfolg der Hauptserie sogar noch überflügelt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und sehr vielschichtig, was auf den ersten Blick nicht so direkt herüberkommt. Aber schon nach wenigen Seiten merkte ich, dass sie sich nicht so einfach in Schubladen stecken lassen, wie ich zuerst dachte. Ich gebe zu, dass ich beim ersten Blick durch das Heft dachte, es mit einer Art Crime-Noir-Thriller im Amerika der dreißiger Jahre zu tun zu haben. Dem ist aber überhaupt nicht so. Stattdessen gibt es einen Mystery-Thriller mit Science Fiction-Elementen.
Auch die Zeichnungen können mich von der ersten Seite an überzeugen. Ein sehr hoher Detailgrad mit realistischen Settings und einem leicht karikaturistischen Figurendesign, angereichert mit Elementen von Maurits Cornelis Escher. Kurz gesagt, ich bin begeistert.

Ein klein wenig kann ich jetzt die im Einleitungstext benutzen Superlative nachvollziehen. Mit bis jetzt 19 erschienenen jeweils 48 Seiten umfassenden Alben, welche derzeit vier Zyklen umfassen, darf man solche Ausdrücke auch durchaus gerechtfertigt verwenden. Und auch wenn Capricorne nach Aussage von Andreas Martens noch dieses Jahr mit dem 20. Album seinen Abschluss finden wird, steht uns in Deutschland noch ein umfassendes Werk bevor, sollte sich der Verlag Schreiber & Leser wirklich dazu entschließen, die komplette Reihe hierzulande zu veröffentlichen.

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