Gratis Comic Tag 2016 Review (21): Das Liberi-Projekt [Carlsen, Mai 2016]

Gratis Comic Tag 2016Nachdem ich mit „Lupus in Fabula“ bereits den ersten deutschen Manga aus dem diesjährigen Carlsen Gratis Comic Tag-Programm vorgestellt habe, folgt heute das zweite ehrgeizige Projekt. Etwas anders und dennoch wieder kein Erstlingswerk, denn Manga-ka Tamasaburo ist bereits durch andere Veröffentlichungen bekannt. Aber dazu später mehr …

Das Liberi-Projekt

Kuruna Rydberg ist eine ganz normale Schülerin. Als sie mit ihrer Klasse und den beiden Lehrkräften Hanpaku Saito und Hibashi Abberline einen Ausflug zur ehemligen großartigen Stadt Hiemistrem machen, die als eine der „Vier großen Städte“ galt, kommt es zu einem Zwischenfall. Ihr werden ihre Habseligkeiten von einem mysteriösen jungen Mann mit grünen Haaren gestohlen, und als sie sich auf die Jagd nach eben jenem Ganoven macht, gerät sie in ein waghalsiges Abenteuer mit viel Action und noch mehr Fragen …

Eigentlich habe ich es mit mystischen Kriegsgeschichten nicht wirklich so. Meistens sind sie mir zu altbacken und haben eine Art Mystik an sich, die mich nicht anspricht. Glücklicherweise merke ich das schon recht schnell nach dem Lesen der ersten Seiten. Daher war ich durchaus etwas skeptisch, als ch das Heft in die Hand nahm und die Einleitung gelesen hatte. Aber die Skepsis wurde nicht bestätigt. Obwohl es durch aus Ähnlichkeiten zu Manga, wie One Piece gibt, die ich ehrlicherweise nicht wirklich mag, gefällt mir das erste Kapitel von „Das Liberi-Projekt“ recht gut. Die Figuren sind interessant und durchaus charmant, wobei einige gleich zu Beginn ein gewisses Gefühl der Ablehnung hervorrufen. Hier zeigt sich eine sehr gute Charakterisierung. Inhaltlich noch ein wenig zaghaft baut sich dennoch zum Ende hin eine spürbare Spannung auf, welche die Erwartungen an das nächste Kapitel schüren.
Auch zeichnerisch braucht sich Tamasaburo, die bereits mit „Odessa Twins“ und „Kentauro“ (beide bei Carlsen) und „Soul Sanctum“ (bei Egmont Manga) auf sich aufmerksam gemacht hat, nicht verstecken. Ihr Stil ist zwar noch nicht unverkennbar und hat auch, gerade was die Gesichtsausdrücke in einigen Situationen betrifft, noch etwas Feinschliff notwendig, ist aber insgesamt sehr hübsch anzusehen. Auch die Action weiß die junge Manga-ka aus Wuppertal gekonnt in Szene zu setzen.

Auch wenn mir „Das Liberi-Projekt“ wirklich gut gefällt, landet es bei den diesjährigen Carlsen Mangas dennoch nur auf Platz 2 hinter „Lupus in Fabula“. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes, jedoch spricht mich das Setting in „Lupus in Fabula“ einfach mehr an. Wer aber dennoch einen guten deutschen Manga sucht, und mit dem Thema zweier alter Kriegsfürsten, welche die Welt unter sich aufgeteilt haben, etwas anfangen kann, wird hier bestens bedient.

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