Ein ganzes halbes Jahr [Warner Bros., Juni 2016]

Dominik_AVAIch bin selbst nicht auf die Idee gekommen in diesen Film zu gehen, hatte auch keinerlei Ahnung, worum es in diesem Film überhaupt geht.
„Natürlich“ hatte ich weibliche Begleitung mit dabei, es waren scheinbar nur Frauen oder Pärchen im Publikum bei uns im Kino.
Da ich mich zuvor gar nicht mit diesem Film beschäftigt habe, dachte ich einfach, es werde ein typischer Liebes oder Schnulzen Film. Anders ausgedrückt, kein Film für mich, kein Film, den ich richtig cool finden würde. Als Game of Thrones Fan schlug mein „Herz“ höher, als ich Schauspielerin Emilia Clarke und Charles Dance auf der Leinwand zum ersten Mal sah 😉
Der Film basiert auf dem Bestseller Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes.
Ob mich der Film überzeugen konnte, lest selbst …


Ein ganzes halbes Jahr

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Originaltitel: Me Before You
Genre: Drama/Liebeskomödie
Land, Jahr: USA, 2016
Länge: 110 Minuten
Regie: Thea Sharrock
Drehbuch: Jojo Moyes
Kamera: Remi Adefarasin
Schnitt: John Wilson
Musik: Craig Armstrong
Produktion: Karen Rosenfelt, Alison Owen, Janet McTeer, Charles Dance, Matthew Lewis, Stephen Peacocke, Jenna Coleman, Brendan Coyle
Darsteller: Emilia Clarke, Sam Claflin, Vanessa Kirby
Verleih: Warner Bros.

Handlung der Geschichte:

Die Geschichte an sich ist einfach und schnell erzählt.
Louisa Clark (Emilia Clarke) ist Kellnerin in einem kleinen Dorf auf dem Land.
Die junge lebensfreudige Louisa verliert ihren Job. Louisa landet im Jobcenter und findet dort eine Anzeige als Assistenzkraft für den querschnittsgelähmten Will Traynor (Sam Claflin).
Will Traynor war vor einigen Jahren glücklich mit seiner Freundin zusammen, auf der Karriereleiter stand er bereits weit oben. Durch einen Motorradunfall wird er querschnittsgelähmt, sein Körper unterhalb des Halses ist unbeweglich, doch sein Kopf ist fit. Mit der Zeit verlor Will Traynor die Lust am Leben.
In naher Umgebung gibt es ein pompöses Anwesen, welches der Familie Traynor gehört.
Dort macht Will nun die Bekanntschaft mit der lebensfrohen Louisa.
Durch ihre zuvorkommende Art ist es Louisa ein leichtes, Will seine Mutter Camilla (Janet McTeer) sowie seinen Vater Steven Traynor (Charles Dance) von sich zu überzeugen.
So bekommt Louisa nun den Job.
Will hat einen eigenen Pfleger, pflegerische Tätigkeiten übernimmt Louisa entsprechend wenig.
Die Aufgabe von Louisa dreht sich im Grunde genommen um die Unterhaltung von Will.
Zu Beginn gestalten sich die Konversationen der beiden noch kühl und distanziert, doch mit der Zeit kann Will sich an ihrer positiven Art und Lebensweise erfreuen. Die beiden lernen sich einander besser kennen.
Will erfährt, dass Louisa einen „sportverrückten“ festen Freund hat.
Mit der Zeit findet Louisa heraus, dass Will ein Abkommen mit seinen Eltern geschlossen hat, wonach er nach nur sechs Monaten (daher der Filmtitel Ein ganzes halbes Jahr) Selbstmord begehen will.
Nach diesen Informationen geht Louisa völlig in ihrer neuen Arbeit auf, vernachlässigt ihren aktuellen Freund und setzt alles daran, Will von diesem Plan abzubringen.
Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Will ist, auch wenn er im Rollstuhl sitzt, ein durchaus attraktiver junger Mann.
Will entpuppt sich als ein intelligenter teils zynisch und charmanter Typ.
Es ist sichtlich nicht immer leicht für Louisa mit der teilweise lebensverneinenden Einstellung, seinen Launen und dem Zynismus umzugehen.
Louisa und Will unternehmen immer mehr gemeinsame Ausflüge und teilen sogar ihre Freizeit miteinander.
Als Louisa Will zu ihrem Geburtstag nach Hause zu ihrer Familie einlädt, lernt er Louisa ihren Freund kennen.
Die Zeit drängt, sechs Monate gehen schnell vorbei, doch Will und Louisa lernen sich immer besser kennen.
Werden die beiden sich verlieben?
Ist es möglich, dass Will von seinem Plan in der Schweiz Selbstmord zu begehen, ablassen kann?
Eine letzte große Reise, Urlaub am Meer, kann diese Reise Will von den Freuden am Leben überzeugen?

Die Geschichte ist durchgehend sehr intensiv erzählt.
Der Zuschauer wartet sehr gespannt auf das Ende.
Nimmt sich Will das Leben oder nicht? Schafft es Louisa ihn zu überzeugen, dass das Leben liebenswert ist oder nicht?

Für mich war dieser Film eine große Überraschung, ich hätte nicht gedacht, dass mir der Film so gut gefallen würde.
Nicht nur, wenn man im sozialen Berufsleben unterwegs ist, nein auch ohne Vorkenntnisse über Pflege, Assistenz und Begleitung von Menschen, die nicht eigenständig am sozialen Leben teilnehmen können, ist dieser Film sehr interessant, und vor allem gut gelungen! Meine ersten Gedanken waren Erinnerungen an den Filmklassiker Ziemlich beste Freunde. Wer diesen Film mochte (mit Sicherheit kennt ein Großteil der Leser hier auf diesem Blog Ziemlich beste Freunde), der macht mit Ein ganzes halbes Jahr absolut nichts falsch. Ich bin mir sicher, dass dieser Film gefallen finden wird, nicht nur bei den Damen dieser Welt 😉

Emilia Clarke spielt ihre Rolle als naive, quirlige junge Frau sehr gut.
Beinahe täglich trägt Louisa andere Kleider, wenn sie zur Arbeit geht. Sie selbst sagt, sie hätte Modedesign studieren sollen.
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang die gestreiften BVB Strümpfe 😉
Naja, es sind durchaus auch Bienenstrümpfe, die sie zu ihrem Geburtstag geschenkt bekommt.

Der Film, die Thematik und die Schauspieler haben mich überzeugen können. Wie gesagt, alleine mit meinen männlichen Kollegen wäre ich wohl nicht in diesen Film gegangen, aber dann hätte ich was verpasst.

Diesen Film bei Amazon bestellen/vorbestellen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s