Asterix Review Special (40): Asterix (SNES)

Ich habe euch bereits vor einiger Zeit das Asterix-Spiel für GameBoy und NES vorgestellt und möchte mich heute der zeitgleich erschienenen Version für das Super Nintendo widmen. Weil ich bereits zu den anderen Versionen ausführliche Infos geliefert habe, fällt das heutige Review etwas kürzer aus und lenkt seinen Blick hauptsächlich auf die Unterschiede zur GameBoy/NES-Version.

Die Story ist im Übrigen die Gleiche, wie auf den anderen beiden Konsolen. Wer es dennoch ganz genau wissen möchte, dem lege ich hiermit noch einmal das Review zur Gameboy/NES-Version ans Herz. Des Weiteren möchte ich hier noch einmal kurz darauf hinweisen, dass sämtliche Screenshots, welche ich in diesem Special verwende, direkt von meinem Fernseher abfotografiert sind, da ich keine andere Möglichkeit des Capturen habe und nicht auf Bilder aus dem Internet zurückgreifen möchte. Aus diesem Grund gibt es hier und da auch ein paar Spiegelungen zu sehen, sowie das 16:9 Bildformat, wobei ich es durchaus auch im klassischem 4:3 hätte spielen können.

Asterix (SNES)

Die Grafik:
Beginnen möchte ich daher nun mit dem offensichtlichen, der Grafik. Diese ist im schönsten 16 Bit-Stil, wobei die Animationen hingegen noch etwas hölzern wirken. Zu wenig Frames lassen die Bewegungen stocken, was besonders bei den Gegnern ein offensichtliches Manko ist. Dennoch sieht das Spiel, schon aufgrund der besseren technischen Möglichkeiten der Super Nintendo-Konsole ein ganzes Stück weit besser aus, als auf dem NES oder dem GameBoy, was neben der Technik, auch dem höheren Speicherplatz auf der Cartridge, und dem Arbeitsspeicher der Konsole geschuldet sind.

Sowohl Asterix, als auch seine Gegner sehen dennoch sehr gut aus und überzeugen mit kräftigen Farben. Wie auch schon in den anderen beiden Versionen wurden neben den bekannten Römern (mit Gladius, Pilum oder auch versteckt im Baum), hauptsächlich Gegner gewählt, die so nicht in den Comics auftauchen, wenn man einmal von den allseits bekannten Wildschweinen absieht. Es bleiben somit noch Fledermäuse, Raben (oder Krähen), Fische und dergleichen mehr. Dafür gibt es aber auch ein paar Gastauftritte. So hilft Troubadix gelegentlich, um Gegner mit seinem Gesang zu betäuben, damit man als Asterix diese unbesorgt angreifen kann.

Auch die Hintergründe wissen mit vielen Details zu überzeugen, ohne dass diese dabei überladen wirken. Was ich persönlich jedoch vermisse, ist ein parallaxes Scrolling, wie es zum Beispiel in der Gameboy-Version vorhanden ist. Hier in der Super Nintendo-Version bestehen die zwar gut aussehenden Level aus maximal 3 Ebenen. Das wäre neben der eigentlichen Handlungsebene, auf der sich auch die Spielfigur bewegt, der Hintergrund und, wenn notwendig, eine vordergründige Ebene für Wettereffekte. Allerdings sehen diese nicht gerade sehenswert aus. Im Gegenteil. Die Schnee-Effekte wirken stellenweise sogar störend beim Spiel. Auch sind die Hintergründe nicht einmal ein klein wenig animiert, was dem Spiel einiges an Charme kostet.

Der Sound und die Musik:
Klangtechnisch gibt es eigentlich nicht allzu viel zu meckern. Der Hintergrundmelodie plätschert angenehm vor sich hin und stört nicht beim Spielen. Allerdings hat sie auch nicht den Charakter eines Super Mario World/Land, bei dem man die Melodie fast schon auswendig mitsummen kann. Die Soundeffekte hingegen fallen recht mager aus. Geräusche, wenn Asterix zuschlägt, die Tiere geben kurze Laute von sich und einige Objekte machen auch kurz akustisch auf sich aufmerksam. Sonst hält sich die gesamte Geräuschkulisse weitgehend zurück.

Das Gameplay:
Hier beschränkt sich das Spiel auf Altbewährtes, wobei die Gameboy-Version um einiges besser spielbar ist. Dies liegt unter anderem, an dem, zwar in drei Stufen einstellbaren, aber dennoch leicht höheren Schwierigkeitsgrad, der vor allem durch eine schwammige Kollisionsabfrage und ein teilweise unausgegorenes Leveldesign hervorgerufen wird. So ist es zum Beispiel immer ein wenig Glück, ob man nun auf eine Plattform oder Schräge springen kann, oder nicht. Schlimmer wird es nur in einigen Leveln, mit beweglichen Plattformen, da man hier des Öfteren blindlings springen muss, um überhaupt weiter zu kommen, da sie sich außerhalb des im Bildschirm sichtbaren Bereiches befinden. Gerade diese Momente besitzen einen sehr hohen Frustfaktor, der sich auch durch Auswendig lernen nur schwer beseitigen lässt.

Während die Gameboy-Version vor allem spielerisch überzeugt, ist es bei der SNES-Version vorrangig die Grafik, die punkten kann. Spieltechnisch gesehen bleibt schlussendlich nur ein solides Jump’n’Run, welches vor allem für Fans von Asterix interessant sein dürfte. Sehr viel falsch machen, kann man auch mit dieser Version nicht und nach etwa eineinhalb, bis zwei Stunden sieht man auch schon den Abspann.
Auf Ebay und den diversen Gebrauchtspielportalen kann man das Spiel in gutem Zustand für 1 bis 15 Euro finden, wenn einem die Cartridge alleine genügt. Will man allerdings auch noch eine gut erhaltene Verpackung und Anleitung, dann solltet ihr eher mit um die 30 bis 50 Euro rechnen. Dennoch handelt es sich bei diesen Preisangaben um keine festen Preise und können sowohl nach unten, wie auch nach oben variieren.
Wie immer würde es mich freuen, wenn ihr eure Meinung zu diesem Special kundtun würdet. Sei es per Mail, auf Facebook oder hier in den Kommentaren.

Copyright aller verwendeten Fotos/Bilder/Scans © 1993-2016 Les Editions Albert Rene / Goscinny Uderzo & Infogrames & Thomas „Mueli77“ Mülbradt

Die bisherigen Review-Specials:

  1. Asterix der Gallier
  2. Die goldene Sichel
  3. Asterix und die Goten
  4. Asterix als Gladiator
  5. Tour de France
  6. Asterix und Kleopatra
  7. Der Kampf der Häuptlinge
  8. Asterix bei den Briten
  9. Asterix und die Normannen
  10. Asterix als Legionär
  11. Asterix und der Avernerschild
  12. Asterix bei den Olympischen Spielen
  13. Asterix und der Kupferkessel
  14. Asterix in Spanien
  15. Streit um Asterix
  16. Asterix bei den Schweizern
  17. Die Trabantenstadt
  18. Die Lorbeeren des Cäsar
  19. Der Seher
  20. Asterix auf Korsika
  21. Das Geschenk Cäsars
  22. Die grosse Überfahrt
  23. Obelix GmbH & Co. KG
  24. Asterix bei den Belgiern
  25. Der grosse Graben
  26. Die Odyssee
  27. Der Sohn des Asterix
  28. Asterix im Morgenland
  29. Asterix und Maestria
  30. Obelix auf Kreuzfahrt
  31. Asterix und Latraviata
  32. Asterix plaudert aus der Schule
  33. Gallien in Gefahr
  34. Asterix & Obelix feiern Geburtstag
  35. Asterix & Friends (Browsergame)
  36. Asterix der Gallier (Film)
  37. Asterix (Gameboy/NES)
  38. Asterix in Novaesium
  39. Asterix und Kleopatra (Film)
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