Gratis Comic Tag 2016 Review (13): Jiro Taniguchi [Schreiber & Leser/Carlsen, Mai 2016]

Gratis Comic Tag 2016Manchmal gibt es auch beim Gratis Comic Tag Co-Produktionen. Und manchmal auch nicht nur einmal. Auch in diesem Jahr haben sich zwei Verlage zusammengetan für ein gemeinsames Heft. Doch anders, als bei den bisherigen Co-Produktionen, gibt es hier auch ein Thema, welches die beiden Verlage miteinander verbindet. Und dieses Thema ist ein herausragender Autor und Zeichner aus Japan. Jiro Taniguchi …

Jiro Taniguchi

Die Götter haben nach dem Glauben vieler Menschen unterschiedliche Möglichkeiten der Kommunikation mit den Menschen. Manchen verleihen sie sogar besondere Kräfte und Fähigkeiten, wenn man nur daran glaubt. Dies muss auch der junge Student Ryusei erkennen, als er nach langer Zeit wieder in seine alte Heimatstadt zurückkehrt …
Die Welt ist schön. Jeder Tag ist etwas Besonderes. Und manchmal sind es ganz besonders die kleinen Dinge im Leben, die unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verdienen. Selbst auf einem einfachen Spaziergang können augenscheinliche Nichtigkeiten wie ein paar Singvögel, spielende Kinder oder eine versehentlich zerbrochene Brille unsere gesamte Weltanschauung verändern. Sei es nur für einen Augenblick oder für immer …

Der 1947 geborene Jiro Taniguchi ist ein Meister seiner Kunst. Er beherrscht sowohl die actionreichen Erzählungen, mit viel Tempo, Gewalt und Nacktheit, genauso wie die ruhigen und nachdenklichen Momente. Und trotzdem sind seine Zeichnungen nicht so dynamisch, wie man es von anderen Manga-Zeichnern kennt. Genaugenommen ist Jiro Taniguchi kein normaler Manga-Ka. Vielmehr ist sein Stil eine Mischung aus japanischen Manga und europäischen sowie amerikanischen Comicstilen. Seine Bilder sind trotz Tempo eher statisch, ähnlich wie es bei Alex Ross der Fall ist. Beide Zeichner haben trotz unterschiedlicher Stile viel gemeinsam. Ihre Zeichnungen sehen wundervoll aus, haben aber immer den Stil eines eingefrorenen Momentes.
Gerade die beiden hier enthaltenen Geschichten, welche aus unterschiedlichen Epochen seines Schaffens stammen, zeigen seine Wandlung, gerade aus den letzten Jahren, sehr deutlich. Aber egal wie Taniguchi seine Geschichten erzählt. Ob jetzt rasant und voller Gewalt, oder eher ruhig und nachdenklich, es bleibt ein echter Taniguchi.

Für mich ist Jiro Taniguchi ein ganz besondere Künstler, da er sowohl wandelbar und immer für eine Überraschung gut ist, und dennoch eine konstant gute Qualität abliefert. Egal welches Werk man sich von ihm kauft, es ist selten eine Enttäuschung, auch wenn es schwächere Werke von ihm gibt.

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