Ma-Co-Re-Mix (Vol. 41) (Die neuen X-Men Nr. 12 & 13)

Hiermit starte ich einen weiteren Versuch, regelmäßige Reviews auf meinem Blog zu veröffentlichen. Der Lesestapel wächst und wächst und in manchen Fällen, wie dem heutigen mit den „Die neuen X-Men“-Ausgaben sind es schon 2 Jahre Rückstand. Eigentlich müsste ich so „alte Hefte“ nicht mehr reviewen, da sie nicht mehr aktuell sind. Aber der Vollständigkeit halber mache ich es trotzdem.

MaCoReMix

Die neuen X-Men Nr. 12 [Juli 2014]

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Stuart Immonen, Brandon Peterson
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: All-New X-Men (2013) 18-19
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Die ursprünglichen X-Men aus der Vergangenheit haben sich gerade erst Cyclops und der neuen Xavier-Schule angeschlossen, mitten in Kanada im alten Waffe X-Komplex, als bereits die nächsten Probleme auftauchen. Nicht nur, dass es immer noch emotionale Verwicklungen zwischen Jean, Scott und Hank gibt, auch Kitty hat es aktuell nicht einfach akzeptiert zu werden. Und dann wäre da noch das plötzliche Auftauchen von X-23, die sich ziemlich merkwürdig verhält …

Nach dem etwas durchwachsenen Battle of the Atom-Mehrteiler schlägt Bendis weiter in die Kerbe der Problemchen zwischen den X-Men-Teenies und ihrer Situation in der aktuellen Zeit. Wer liebt wen und warum bleiben die noch jungen und unerfahrenen X-Men hier? Wie gehen sie mit dem neu erworbenen Wissen um ihre bis dato mögliche Vergangenheit um und wie schaffen sie es wieder, als Team zu agieren? Fragen über Fragen, die Bendis nur zum Teil beantwortet und einige davon sogar bewusst unbeantwortet lässt. All das verpackt Bendis wie gewohnt in sehr viel Action, die von Stuart Immonen und Brandon Peterson in großformatigen Bildern dargestellt werden. Das sieht zwar toll aus, gerade Immonen begeistert mich immer wieder, aber es hinterlässt dennoch ein gewisses Gefühl der Unzufriedenheit. Es ist, als ob irgendetwas fehlen würde. Auch Peterson liefert technisch gute Arbeit ab, hat aber im Vergleich zu Immonen eine „härteren“ Stil. Auch wirken viele Panels unnatürlich, da die Protagonisten in einer Art künstlicher Posen dargestellt werden. Als große einseitige Pin-Ups würde das durchaus funktionieren, eingebettet in eine Handlung leider nur bedingt.

Auch das aktuelle Heft bringt kurzweilige Unterhaltung ist aber von der Komplexität früherer X-Men-Abenteuer meilenweit entfernt. Bendis versucht zwar spürbar an die alten Erfolge anzuknüpfen, aber so richtig erfolgreich wird es nicht umgesetzt. Und alleine die optische Komponente reicht nicht wirklich, um auf längere Sicht zu überzeugen. Mal schauen, wie sich die Story in den nächsten Ausgaben entwickelt …?

Die neuen X-Men Nr. 13 [Aug 2014]

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Mahmud Asrar, Brandon Peterson, Brent Anderson
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: All-New X-Men (2013) 20-21
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Laura Kinney, alias X-23 wurde von den ursprünglichen X-Men, ihrer Mentorin Kitty Pryde und Emma Frost aus den Fängen einer wilden Mutantenjägergruppe befreit und in das Versteck der neuen Xavier-Schule gebracht. Anfangs noch verwirrt schafft es Laura recht schnell, zum jungen Scott Summers Vertrauen aufzubauen. Doch dann tauchen die Purifiers wieder auf, eine Gruppe, die gegen Mutanten aktiv und vor allem aggressiv vorgeht, und erneut kommt es zu einem heftigen Kampf, bei dem die jungen X-Men gefangen genommen werden …

Hass gegen die Mutanten. Beziehungsprobleme innerhalb der Gruppe. Kompetenzgerangel und viel Action. Das sind im Grunde die gleichen Zutaten, die die X-Men in den 90er Jahren so erfolgreich machten. Auch wenn es damals eine durchaus gelungene Animationsserie gab, welche den Comics den Rücken stärkte, muss ich sagen, dass dies alleine nicht für den Erfolg verantwortlich war. Vielmehr war es in meinen Augen so, dass die Komposition und richtige Dosierung der verwendeten „Zutaten“ eben jenen Erfolg ausmachten. Bendis hingegen nutzt zwar die gleichen Dinge um seine Serie zu kredenzen, schafft es aber nicht wirklich Spannung aufzubauen. Alles wirkt unbeholfen und abgekupfert. Bendis springt zwischen den Handlungselementen hin und her, liefert keine homogene Geschichte und stellt einige Charaktere sehr stark Out-Of-Character dar, sprich sie handeln für ihre bisherige Charakterisierung sehr unüblich. Wenn es sich hierbei wenigstens um eine charakterliche Entwicklung handeln würde, dann hätte ich persönlich nichts dagegen, doch davon ist Bendis aktuell weit entfernt. Stattdessen nutzt er die Figuren soweit, wie sie für seine doch recht verworrene Handlung notwendig zu sein scheinen.
Hinzu kommt, dass Petersons Zeichnungen nach wie vor für mich nicht so recht zu dem aktuellen X-Team passen, was durch die Zusammenarbeit mit Mahmud Asrar, dessen Stil wiederum sehr gut aussieht, und Brent Anderson noch einmal verdeutlicht wird. Während Anderson Stil, technisch gesehen an die 90er Jahre erinnert, was durchaus passend ist, da er in Rückblicken zum Einsatz kommt, sind Petersons Bilder einfach zu dunkel für meinen Geschmack. Als eingesetztes Stilmittel mag dies in Ordnung zu sein, aber in dem hier verwendeten Umfang, ist es mir persönlich einfach zu viel des Guten.

Es ist nach wie vor das Gleiche mit den aktuellen X-Men. Es ist nicht grundsätzlich schlecht, aber mehr als über dein reinen, einfachen Unterhaltungsfaktor kommt Bendis nicht hinaus. Kaum spannende Elemente, haufenweise Action und wenn es endlich tiefer gehen könnte, wird es verwirrend. Bendis ist für Teamserien in meinen Augen einfach nicht geschaffen. Solange er sich auf Einzelfiguren konzentriert, vollbringt er wirklich Großartiges, aber an Teams beißt er sich irgendwie immer die Zähne aus, wenn er versucht mehr als nur Mittelmaß abzuliefern.

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