Ma-Co-Re-Mix (Vol. 40) (Das Marvel-Universum gegen die Avengers & Spider-Man: In den Fängen des Oktopus)

Ein paar ältere Ausgaben sind heute im Ma-Co-Re-Mix an der Reihe. Sogar fast zweieinhalb Jahre alt, ist die erste vorgestellte Ausgabe. Die zweite hat nur noch knapp eineinhalb Jahre auf dem Buckel. Aber daran sieht man wieder einmal, wie groß mein Lesestapel ist, und dass ich langsam doch mal etwas dagegen machen müsste. Naja, ist ein Anfang, oder?

MaCoReMix

Das Marvel-Universum gegen die Avengers [Januar 2014]

Autor: Jonathan Maberry
Zeichner: Leandro Fernandez
Format: Softcover
Umfang: 100 Seiten
Inhalt:
Marvel Universe vs. The Avengers 1-4, Astonishing Tales (Vol. 2) 2
Verlag:
Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Nachdem Clint Barton, alias Hawkeye, von einem Einsatz zurückkehrt, findet er die Stadt im Chaos vor. Überrannt von zombieähnlichen Kannibalen und jeden Tag werden es mehr Opfer. Schuld scheint etwas in der Luft zu sein, und selbst die Avengers und alle Helden sind nicht immun dagegen, oder überhaupt in der Lage sich gegen diese Übermacht zu wehren. Doch dann bietet jemand seine Hilfe an, von dem es die verbliebenen Helden nicht nur, nicht erwartet hätten, sondern der auch eher ein Fluch, als ein Segen ist. Dennoch haben sie keine Wahl und so nimmt das Schicksal seinen Lauf …

Mit dieser Ausgabe komplettiert Jonathan Maberry seine Trilogie um das Marvel Universum. Nach „Das Marvel-Universum gegen den Punisher“ und „Das Marvel-Universum gegen Wolverine“ ist es nun Hawkeye und die Avengers, die im Zentrum seiner Endzeit-Pandemie-Story stehen und sich gegen die ganze Welt behaupten müssen. Doch trotzdem die drei Bände eine zusammenhänge Geschichte bilden, sind sie auch allesamt sehr gut für sich alleine lesbar. Maberry bleibt dabei seinem simplen, aber faszinierendem Storytelling treu und erzählt eine rasante Geschichte, die aber ohne jegliche Neuerungen oder Überraschungen daherkommt. Dafür aber eine ordentliche Menge an Action und Horror bietet.
Optisch orientiert sich dieser Band ebenfalls stark an seinen Vorgängern, auch wenn dieses Mal Leandro Fernandez für das Artwork verantwortlich ist. Sein Stil erinnert mich in seinen Grundzügen an die frühen Arbeiten von Stuart Immonen, mit klaren Linien und Strukturen. An der Anatomie und den Bewegungen muss Fernandez jedoch noch arbeiten, da es nicht wenige Stellungen gibt, die mir persönlich körperliche Schmerzen bereiten würden und einfach nur unnatürlich aussehen. Für eine Endzeitgeschichte kommt die Geschichte stellenweise arg bunt daher, was aber im Grunde nicht wirklich stört und in einigen Momenten sogar ganz gut aussieht. Für die Farbgebung zeichnet Lee Loughridge verantwortlich und beweist dabei ein recht glückliches Händchen.

Trotz aller Kritik und Lobhudelei, wobei ich mich da schon bewusst zurückgehalten habe, ist der Band nichts weiter als leichte Kost für Zwischendurch. Kein Reinfall, aber auch nichts Besonderes. Vielleicht würde es sich anders anfühlen, wenn man die Trilogie am Stück liest, weil sich dadurch eventuell eine gewisse Spannung aufbaut, aber für sich gesehen sind sie alle Drei einfach nur unterhaltsam, ohne groß zu enttäuschen. Zwar gibt es hier, wie auch schon beim Vorgängerband, eine Kurzgeschichte, die aber auch diesmal durchaus verzichtbar ist und zur Gesamtgeschichte rein gar nichts beiträgt. Dafür ist auch sie sehr unterhaltsam, witzig und gut anzusehen.

Spider-Man: In den Fängen des Oktopus [Januar 2015]

Autor: Mike Costa
Zeichner: Kris Anka, Jake Wyatt, Michael Dialynas
Format: Softcover
Umfang: 96 Seiten
Inhalt: All-New X-Men Special 1, Indestructible Hulk Special 1 & Superior Spider-Man Team-Up Special 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,99 Euro

Eigentlich wollten sich die gerade aus der Vergangenheit in die Gegenwart gereisten Ur-X-Men einen freien Tag gönnen, als sie plötzlich von Doctor Octopus angegriffen werden. An sich wäre das nichts Ungewöhnliches, wenn dessen Geist sich nicht aktuell im Körper von Peter Parker, alias Spider-Man, befinden würde. Das denkt sich auch der hinzugekommene neue bessere Spider-Man. Irgendetwas stimmt also mit diesem Doc Ock nicht und der Einzige, der dabei helfen kann ist Robert „Bruce“ Banner, der unverwüstliche Hulk, der aktuell im Dienst von S.H.I.E.L.D. Steht. Aber es wird noch ungewöhnlicher, als der ebenfalls seit langer Zeit verstorbene Emil Blonsky, auch bekannt als Abomination, auftaucht. Welches Geheimnis steckt hinter den beiden Angreifern und was sind die Beweggründe hinter diesen Angriffen …?

Was macht man, wenn man drei Comicserien neu gestartet hat, bei denen es, im Gegensatz zu den vorangegangenen Serien, gravierende Veränderungen gibt? Ganz einfach. Man kreiert eine Geschichte, in der alle drei Serien irgendwie zusammenkommen und gemeinsam ein Abenteuer erleben müssen. Die Gründe sind egal, Hauptsache es passt und macht Spaß. So oder so ähnlich könnten wohl die Beweggründe hinter dieser Geschichte gewesen sein. Zumindest wirkt es nach dem Lesen so. Die Geschichte an sich macht zwar Spaß, hat aber keinen tieferen Wert für die jeweiligen eigenen Serien. Vielmehr wirkt es zu Teilen so, als wolle man mit dieser Geschichte eher neue Leser für die jeweils anderen Serien zu gewinnen. Sprich eine Art Werbung, verpackt in einer unterhaltsamen Geschichte. Noch schnell drei eher unbekannte Zeichner drangesetzt, weil die nicht viel kosten und sowieso Zeit haben und fertig ist drei Specials, die die Käufer einer der Serien animieren sollen, nicht nur die anderen beiden Specials zu kaufen, sondern vielleicht auch gleich noch in die anderen Serien hineinzulesen.
Nicht, dass Autor Mike Costa oder die drei Zeichner Kris Anka, Jake Wyatt und Michael Dialynas schlechte Arbeit abliefern würden, aber wie bereits erwähnt, ist es nicht wirklich mehr als eine kurze Gute-Laune-Geschichte. Da kann man als Deutschleser schon froh sein, dass man sie von Panini so schön kompakt und vor allem komplett geliefert bekommt. Allerdings finde ich das Cover und auch die im Band verwendeten US-Cover, alles andere als schick. Mir persönlich hätten da eher die Variants von Scott Campbell zugesagt, zumal bei Versionen nicht dem enthaltenen Artwork entsprechen.

Macht Spaß, aber bleibt nicht hängen. Es mag komisch klingen, aber leider trifft das im Moment auf viele Veröffentlichungen zu. Entweder liegt es an der Qualität im Allgemeinen, oder nach wie vor an meinem Zustand. Hier jedoch kann ich ohne Zweifel sagen, dass es auf mich wie ein Werbekonzept wirkt und ich denke, dass ich damit auch nicht ganz so falsch liege. Wer dennoch seine Freude an seichten und unterhaltsamen Geschichten hat, den Hulk, Spider-Man und die klassischen X-Men gerne einmal Seite an Seite agieren sehen möchte, liegt mit diesem Sonderband nicht falsch.

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