Bella Star: Bella Star trifft Kala [Weissblech Comics Verlag, Juni 2014]

Dominik_AVAHolla die Waldfee, endlich treffen Bella und Kala, die zwei berüchtigten jungen Bräute eigener Heftserien aufeinander. Ein aufregendes Abenteuer erwartet den Leser im schicken handlichen Hardcover Format. Auf bestgedrucktem alt-nostalgischen holzigem Papier entwickeln 112 gut gefüllte Seiten, Spaß, Spannung und attraktive Bräute eine Geschichte, die durchaus mehr Hand und Fuß aufzuweisen hat, als der Leser vielleicht auf den ersten Blick vermuten mag.
Für runde 20 Euro also eine klare Kaufempfehlung meinerseits!

Bella Star: Bella Star trifft Kala

Klappentext:

Darauf haben Weissblech-Freunde schon lange gewartet:
Endlich treffen die beiden größten Heldinnen aus den Weissblech-Heften aufeinander! Die kosmische Chaotin Bella Star kollidiert mit der Urzeitamazone Kala – da zucken die Laserblitze, da scheppern die Blechbikinis! Aber leider ist die wilde Kriegerin nicht das einzige Ungemach, das auf diesem mächtig primitiven Planeten auf Bella und ihre Crew lauert …

Dieses wuchtige Bella Star-Science-Fiction-Spektakel vereint alle großen Themen des Daseins und des Weltraums: Leben, Tod, Liebe, Hass, Verrat, schwarze Löcher, Dinosaurier und noch mehr!

Mein erster Gedanke schien mir, dass die Lektüre dieses trashigen Abenteuers durchaus kurzweilig, nicht wirklich tiefgründig sein könnte! Weit gefehlt, denn die Geschichte, die Charaktere, der Plot, entwickeln sich zu einem galaktischen Abenteuer. Das ist schon richtig cool in Szene gesetzt, die Handlung, das Konzept und die Auflösung am Schluss überzeugen auf ganzer Linie.

Schlägt man die erste Seite auf, so sieht der Leser Grok auf den „Startknopf“ drücken: Bella Star trifft Kala.
Nachdem Editorial des Verlegers, welches wie immer sehr sympathisch geschrieben ist, geht die Geschichte auch schon direkt los.

Die Story:

Bella Star und ihre Crew rasen durch das Weltall. Hochaktuell derzeit nutzt Grok eine virtuelle Reality Brille. Mit dieser Brille lassen sich ganze Abenteuer neu schreiben …
Bella und Grok werden auf ihre Weise noch Erfahrungen mit dieser neuartigen Technik machen.
Kurz darauf geraten sie in ein schwarzes Loch und müssen auf einem fremden Planeten notlanden.

2 Frauen im Schlamm ...

2 Frauen im Schlamm …

Bella Star und ihre Crew sind keine Götter, die erzürnt vom Himmel gefallen sind, ernsthafte Probleme entwickeln sich rasch.
Die primitive Bevölkerung ist sehr gläubig, doch gibt es derweil religiöse Schwierigkeiten.
Welche Religion, welche Götter sind die wahren Götter? Sind es die alten Ahnen, oder ist es der neue große Gott Barkba?
Wie kommt es, dass scheinbar aus einer friedlichen Kommunikationsdrohne ein neuer Gott entsteht? Eigentlich wollte man sich doch nur mit der primitiven Bevölkerung friedlich verständigen …

So kommt es, wie es kommen muss, Bella Star und ihre Crew sind auf der Flucht und begegnen Kala auf ihrer Suche nach ihrem Dinosaurier Bruder Tyr.
Eine „gezwungene“ freundschaftliche Kooperation entsteht zusehends, als Bella und Kala auf geheimnisvolle Himmelsbewohner treffen, die ihre Basis auf diesem Planeten aufgeschlagen haben.
Die Zusammenhänge verdichten sich, was haben diese Himmelsbewohner mit dem verschwinden von Tyr und dem neuen Gott Barkba zu schaffen?

Lest die und mehr, sowie ein interessantes Ende was alles logisch und nachvollziehbar erscheinen lässt, in diesem kruden Hardcover Band.
Meine Erwartungen an diesen Band wurden bei Weitem übertroffen. Das liegt einfach daran, dass ich nicht gedacht habe, dass Trash auch komplexer sein kann. Trash mit Tiefgang und einem nicht Sinn freiem Ende, wenn man so will. Trash mit Handlung, Trash der Spaß macht, so wie man es gewohnt ist.
Anspielungen auf beide Heftserien findet der Weissblech-Kenner immer wieder vereinzelt eingestreut in die Geschichte. Das ist etwas, was mit Sicherheit das Herz eines Weissblech Kala und Bella Star Fans höher schlagen lässt. Mitunter gibt es in diesem Sinne auch leichte Querverweise auf die berüchtigten XXX-Comics ;).

Wir sind keine Feinde

Wir sind keine Feinde

Knallig bunte Farben treffen auf holziges Papier.
Die Zeichnungen passen sich dem Charme des Papiers an, sie vermitteln ein ebenfalls angenehmes trashiges Gefühl beim Lesen.
Zeichnerisch ist alles in bester trashiger Ordnung, der Leser erkennt direkt, was Sache ist in den einzelnen Panels, nur halt nicht so schön akkurat gezeichnet wie zum Beispiel bei frankobelgischen Comics.

Am Ende der Geschichte gibt es noch eine Seite mit einem Bild, wie die Idee entstanden ist, Bella und Kala aufeinandertreffen zu lassen.
Ehe Grok auf den „Ende“ Button drückt, erfährt der Leser noch bildlich dargestellt, die Reiseroute von Bella Star und ihre wichtigsten Stationen im Weissblech Universum.

Für mich ein überraschender Hit.
Bitte mehr davon!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2014-2016 Weissblech Comics Verlag

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