Batman: Bruce Wayne – Auf der Flucht Nr. 4 [Panini, Juni 2004]

Schon die vierte Woche ist es jetzt, in der ich euch die „Bruce Wayne – Auf der Flucht“-Reihe hier vorstelle. Nachdem im letzten Band der Mörder bereits gefunden und dem GCPD übergeben, und somit Bruce Waynes Name reingewaschen wurde, gibt es heute die abschließenden Kapitel…

Batman: Bruce Wayne – Auf der Flucht Nr. 4

Autor: Greg Rucka, Ed Brubaker, Geoff Johns
Zeichner: Steve Lieber, Rich Burchett, Scott McDaniel
Format: Softcover
Umfang: 124 Seiten
Inhalt: Detective Comics 773-775, Batman 606-607
Verlag: Panini Comics
Preis: 12,00 Euro

Bruce Wayne ist entlastet und der Täter gefasst. Doch wie geht es jetzt weiter? Noch immer sitzt Sasha Bordeaux im Gefängnis fest und lehnt aber jede Hilfe von Bruce Wayne ab, wieder freizukommen. Aber sie verrät auch sein Geheimnis, das er Batman ist, nicht. Nur wenig später kommt es zu einem Zwischenfall im Gefängnis mit einer Mitinsassin, an dessen Folgen Sasha stirbt. Doch Bruce glaubt nicht, das Sasha tot ist und begibt sich auf die Suche. Viele Hinweise bestätigen seinen Verdacht, doch er kann seine ehemalige Leibwächterin nicht ausfindig machen. Wie Batman richtig vermutet ist Sasha nicht tot. Sie befindet sich in der Gewalt von Checkmate, die ihr ein neues Leben, mit neuem Namen und neuem Gesicht anbieten…
Unterdessen versucht der eigentliche Drahtzieher hinter dem Mord an Vesper Fairchild, den wahren Täter aus dem Weg zu räumen und derjenige, der es umsetzen soll ist kein anderer als Deadshot …

Ich war schon sehr angenehm überrascht, was aus dieser Storyline nach dem eigentlichen Finale noch herauszuholen war. Zwei Handlungsbögen, die ich ehrlich gesagt so nicht auf dem Schirm hatte, ganz einfach weil ich dachte, das Sasha durch Bruces Hilfe einfach wieder freikommt und der wahre Mörder David Cain seine gerechte Strafe erhält. In beiden Fällen haben aber die Autoren Greg Rucka, Ed Brubaker und Geoff Johns eine zwischenmenschliche Komponente eingebaut. IM Falle von Sasha war es die Liebe zwischen Bruce und Sasha, die sich beide nicht wirklich eingestehen wollten. Und bei David Cain ist es dessen Tochter, die in Batmans „Familie“ als Batgirl unterwegs ist. Hier gibt es daher sehr gelungene Wendungen und Ergänzungen in der Handlung.

Über die Zeichnungen, zumindest die ersten zwei Kapitel von Steve Lieber, brauche ich nicht mehr allzu viel zu sagen. Ihm habe ich mich in den letzten Reviews ausgiebig gewidmet und finde sein Artwork nach wie vor sehr gelungen. Weitaus weniger gefallen mir jedoch die Zeichnungen von Rick Burchett. Sieht Batman noch ganz gut aus, versagt er in meinen Augen bei der Darstellung der Menschen mitsamt ihrer Gesichter. Der Versuch über die Mimik Gefühle zu transportieren endet in einem hilflosen und oftmals unfreiwillig komischen Abbild eines „Nichtmenschen“. Hier passt in meinen Augen fast nichts zusammen. Zum Glück endet der Band mit Zeichnungen von Scott McDaniel, der den Gesamteindruck wieder etwas anhebt.

Der Vierteiler ist vorbei und ich bin angenehm überrascht, wie viel Menschliches doch in diesem Story-Arc steckte. Ganz abgesehen von der detektivischen Kleinstarbeit, die aber im Großen und Ganzen für meinen Geschmack etwas zu kurz kam. Wer also die Chance hat, an diese vier Bände und den vorangegangenen Zweiteiler „Bruce Wayne – Mörder“ heranzukommen, der sollte unbedingt zuschlagen. Mir hat die gesamte Geschichte sehr gut gefallen.

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