Salvagers Nr. 1 [Plem Plem Productions, November 2015]

Dominik_AVAText vom Verlag:

Im Weltall hört dich niemand … fluchen! Im ersten US-importierten Space-Adventure aus dem Hause Plem Plem plündert eine intergalaktische Schar kodderschnäuziger Schrotthändler leergeglaubte Raumschiffe. Doch eines birgt überraschendes Leben … oder einen schnellen Tod.

Begleitet Bill, Tegan, Tyr und Brigby auf ihrer gefährlichen Mission im Ersten von vier Heften in Bob Salleys SciFi-Indie Hit SALVAGERS.
24 Seiten Space-Action plus zwei Deutschland-Exklusive PinUps der Künstler Alexander Artin und Mauro Argenti.

Salvagers Nr. 1

Das Cover erinnert mich als erstes an Video Spiele Hits wie Dead Space!
Irgendwie auch an Aliens, oder Doom.

So ähnlich fühlt es sich an, wenn man in die Welt von Salvagers eintaucht.
Dieses beklemmende Gefühl, allein im Weltall in einem verlassenen Raumschiff zu plündern.

Auf der ersten Seite erhält der Leser einleitende Sätze in Bezug zur Umgebung, der Wirtschaftssituation im All, der allgemeinen Sicherheit und was die Salvagers für Arbeit erledigen.

In dem Raumschiff, welches Bill, Tegan, Tyr und Brigby plündern, fühlt es sich kalt und leer an.
Doch der Schein trügt, die Verbindung untereinander ist tot, die ersten seltsamen Roboter tauchen auf.
Es wird gefährlich für die Crew Mitglieder. Nur knapp können sie dem Tot entrinnen, doch es werden immer mehr.
Plötzlich taucht ein Arbeitsandroid auf.
Er wirkt nicht feindlich, doch scheint er mehr zu Wissen als die Crew.
Auf welcher Seite steht dieser Arbeitsandroid eigentlich?
Kann sich die Crew vor der angreifenden Roboter Schar noch retten?

Ein kurzweiliges erstes Lesevergnügen auf 24 Seiten bietet dieses Heft.
Dabei schaffen es die Autoren, die einleitende Handlung spannend auf den Punkt, auf das Wesentliche konzentriert, dem Leser näher zu bringen.
Action bieten die Kämpfe mit den Robotern im angeblich verlassenem Raumschiff.
Die Waffen der Roboter, allgemein das Setting im Raumschiff lassen erneut dieses beklemmende Videospiel Gefühl ala Doom, Dead Space oder Alien aufkommen.
Dieses Gefühl begleitet den Leser durch das gesamte Heft.
Spannend und Lust auf mehr macht die Handlung gerade deswegen, weil man den Arbeitsandroid noch nicht richtig einschätzen kann und der Cliffhanger nichts zu wünschen übrig lässt.

Dynamische Zeichnungen im Weltraum und eine kräftige Farbgebung, welche jedoch für den Weltraum und die verlassenen Raumschiffe eher dunkel gehalten worden ist.
Das erzeugt ein leicht beklemmendes und auch bedrückendes Gefühl, passend zum Setting.
Die Zeichnungen sind nicht detailverliebt, sie wirken eher etwas räudig, teils leicht kantig und lassen eine gewisse Wasteland Stimmung (nur eben nicht in der Wüste, sondern im Weltall) aufkommen.
Ich habe ein wenig den Eindruck, dass die Zeichnungen dreckig wirken und das einen gewissen Reiz mit sich bringt. Der Leser erkennt im Grunde alles auf den ersten Blick, cool sind die Szenen, in denen die Roboter ähnlich wie Hunde aus dem Schatten heraus auftauchen. Das ist sehr gut in Szene gesetzt.

Was sind das für Monster und woher kommen sie?

Zwei nett anzusehende Pin-Up Seiten runden dieses Heft ab.

Ich bleib am Ball und bin gespannt, wie es weitergeht.
Wer die oben genannten Videospiele mag, der macht mit diesem Heft keinen Fehlkauf.
Wer interessiert ist, an Heftserien im Weltraum, der sollte definitiv einen Blick investieren!

Folgendes Youtube Video ist eher für Erwachsene, da das dazugehörige Spiel ebenfalls ab 18 ist.

Ps: Um annähernd dieses Gefühl zu vermitteln, welches das Lesen dieses Heftes mit sich bringt in Bezug auf die genannten Videospiele, sei hier als Beispiel der Trailer zu Dead Space.
So, oder so ähnlich könnte es sich anfühlen, allein im Weltraum ein angeblich verlassenes Raumschiff zu plündern …

Thomas AvaZweitmeinung von Mueli77:

Eigentlich lässt sich die gesamte Handlung dieses immerhin 24 Seiten starken Heftes mit einer Handvoll Sätzen erzählen. Aber manchmal braucht es keine komplexe Story, um einen zu fesseln. Trotzdem ich eigentlich kein Freund von Science-Fiction-Geschichten bin, war ich dennoch überrascht, wie schnell ich am Ende des Heftes angelangt war. Ich gebe zu, der Anfang war etwas holprig und ich musste mich auch erst einmal an die Wortwahl und Ausdrucksweise gewöhnen, aber nachdem diese erfolgt war, lief es sehr flüssig.

Gemeinsam mit dem faszinierenden Artwork von George Acevedo, welches sich nicht hinter den Arbeiten für Marvel, DC oder Image zu verstecken braucht, entsteht sehr schnell eine beklemmende Atmosphäre, die bis zum Schluss anhält. An einigen Stellen erinnert mich das Artwork an die zeichnungen von Tommy Wagner, der für Plem Plem Productions „The Changer“ illustriert und dies auf sehr hohem qualitativen Niveau. Das kann jedoch auch nur zufällig bedingt sein. Auch gibt es gewisse optische Parallelen mit Figuren anderer Verlage bzw. Universen. Sei es die Figur des Tyr, der mich persönlich an das Chamäleon der frühen 90er Jahre aus den Spider-Man-Comics erinnert. Aber auch die anderen Figuren und deren Gegner finden sich in ähnlicher Form in anderen Werken wieder. Lediglich die Zusammenhänge, das wie und warum, die Hintergründe, das Verhältnis der Figuren untereinander bleibe in diesem ersten Heft noch auf der Strecke. Doch als Einstig in eine bis jetzt durchaus faszinierende Weltraumsaga macht diese Ausgabe seine Arbeit sehr gut.

Welches Geheimnis verbirgt sich auf dem verlassenen Schiff?

Gerade durch die Mischung macht Salvagers viel Spaß und ich bin gespannt, wie es mit Captain Bill Roenick, Tyr, Brigby und Tea weiter geht. Wenn denn Plem Plem die Serie hoffentlich weiterführt und nicht mangels Käuferinteresse wieder einstellen muss. Das wiederum fände ich nämlich sehr schade, da ich denke, dass sehr viel Potenzial in der Reihe steckt.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2015 Plem Plem Productions

Dieses Heft lässt sich direkt beim Verlag oder in jedem gut sortiertem Comicgeschäft erwerben.

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