Crossed Nr.13: Badlands Nr. 6 [Panini, Januar 2016]

Dominik_AVAWie immer sind
Crossed-Bände ab 18
und nicht für Kinder
zugänglich!

 

Crossed Nr.13: Badlands Nr. 6 [Panini, Januar 2016]

Crossed Nr.13: Badlands Nr. 6

Klappentext:

Meer des Wahnsinns, Wüste des Blutes

Als die menschliche Zivilisation zum Teufel geht und die infizierten, ewig geilen und gewalttätigen Gefirmten über die letzten Menschen herfallen, flüchtet eine Gruppe Marinesoldaten auf den Ozean. Nach und nach kommen weitere Überlebende auf das Schiff und wieder einmal bewahrheitet sich, dass in dieser postapokalyptischen Welt jede Hoffnung schnell über Bord geht und es keine sichere Insel in diesem wogenden Meer des Wahnsinns gibt.

In Australien sorgt die neue Ordnung derweil dafür, dass ein fetter Niemand zum König des Outback wird, wo der rote Sand gierig das Blut der Verdammten aufsaugt …

Dieser Sammelband präsentiert als deutsche Erstveröffentlichung das Crossed-Debüt von Autor Daniel Way (Deapool) und ein neues Horrorhighlight von Crossed Veteran Simon Spurrier (X-Men), mit Artwoork von Emiliano Urdinola (God is Dead) und Gabriel Andrade (Crossed + Einhundert).

180 Seiten Nervenkitzel!

Crossed geht in die nächste Runde.
Wie immer bin ich sehr gespannt, was mich erwarten wird, lutscht sich das Thema um die Gefirmten langsam „selbst“ bzw. aus?
Hauen die Geschichten mich um, sind sie spannend, können sie mich fesseln?
Nun, einige Geschichten des gesamten Crossed Universum haben dies absolut geschafft.
Mit der Geschichte The golden Road aus Crossed Nr. 6: Badlands 2 und
der zweiten Geschichte Gore Angels aus Crossed Nr. 12: Badlands Nr. 5 haben es die Autoren tatsächlich geschafft, meiner Meinung nach einige der besten Geschichten des gesamten Crossed Universums zu schreiben.

Crossed 13 ist okay, haut mich aber nicht richtig um. Es gab schon schlechtere Crossed Geschichten!

Auf 180 Seiten erhält der Leser zwei Geschichten.
Die erste Geschichte ist sehr lang, sie zieht sich (136 Seiten).
Die zweite Geschichte ist kurz und knackig auf den Punkt gebracht erzählt (38 Seiten).

Böse neue Welt
Autor: Daniel Way
Zeichnungen: Emiliano Urdinola

Es ist die erste Crossed Geschichte von Daniel Way (Deadpool Autor).
Der übliche bekannte Crossed Ekel wird nur stellenweise härter als gewohnt, zum Beispiel direkt zu Beginn der Geschichte, wenn sich Marine Soldaten durch den After mit einer Waffe töten …
Ansonsten ist dieser Band ähnlich wie viele andere Bände auch, was den Härtegrad der Gewaltdarstellungen anbelangt.
Die Geschichte an sich ist zu Beginn noch recht vielversprechend. Der Leser kann dem Verlauf der Geschichte gut folgen.
Frank Nesbitt und Amanda werden angeblich vom alten Kutter gerettet und dürfen mit der neuen Crew auf dem voll funktionstüchtigen Schiff unterwegs sein.
Die gesamte Mannschaft stellt sich dem Leser vor. Das gefällt mir sehr gut, so bekommt der Leser einen ersten Eindruck, wer die anwesenden Charaktere auf dem Schiff sind, und was deren Funktion ist.
Es kommt mitunter zu kleineren Zwischenfällen, Kinder sind auch mit an Bord.

Darauf wechseln die Ortschaften, weitere Charaktere und 2 neue Orte werden kurz näher beleuchtet.
Der Leser beginnt ein Zusammenhang herzustellen. Die Crew auf dem Schiff ist auf der Suche nach dem Paradies. Es nennt sich Garden Key, 70 Meilen vor Key West in Florida.
Es ist die Heimat von Fort Jefferson.
Fort Jefferson ist jedoch bewohnt.

Dennoch könnte man als Leser meinen, mit dem Ziel und der Ankunft auf Fort Jefferson sei die Geschichte beendet, weit gefehlt.
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich bereits, dass die Geschichte sich etwas zieht und auch Verwirrung beim Leser stiftet, da die Charaktere nicht umfassender beleuchtet werden.
Es gibt quasi zuvor noch eine kleine Mission zu erledigen (die Bergung eines Schleppers nahe einer Stadt voller Gefirmten).
Gut gefällt mir, dass diese Mission dem Leser sehr deutlich erläutert wird.
Allgemeine Unstimmigkeiten zwischen der Crew nehmen zu, es kommt zu schwerwiegenden Ereignissen zwischen der gesamten Crew. Natürlich dürfen Explosionen und Gefirmte nicht fehlen.
All das ist meiner Meinung nach etwas zu verwirrend für den Leser erzählt. Es ist nicht wirklich gradlinig, die Geschichte springt oftmals zwischen den Charakteren hin und her.
Das macht es für den Leser nicht ganz so einfach zu folgen.

Nach der Ankunft im sogenannten Paradies wird in der Gegenwart und in Rückblenden die Geschichte zu Ende geführt.
Ähnlich wie zuvor ist dies für den Leser erneut verwirrend. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kam ich nicht mehr so richtig mit. Irgendwie habe ich die ganzen Beweggründe der einzelnen Charaktere nur so ansatzweise nachvollziehen können. Es sind einfach zu viele Charaktere, die eher unbeleuchtet dem Leser näher gebracht werden.
Was mir aber wieder sehr gut gefallen hat, sind die letzten Sätze am Schluss dieser Geschichte. Sie geben dem Ganzen einen interessanten Sinn!
Das Ende ist passend, geht auf und führt letztendlich die gesamte Geschichte zu einem runden befriedigenden Abschluss!
So gesehen hat die Geschichte mir gefallen, wäre sie stellenweise nicht so verwirrend. Es sind zu viele Charaktere, deren Beweggründe nur ansatzweise erläutert werden.
Die zeitlichen Sprünge in der Geschichte, sowie die verschiedenen Erzählperspektiven einzelner Charaktere, die jeweils die Handlung vorantreiben und zu einem großen Ganzen zusammenführen, verwirren, und fordern den Leser entsprechend. Belohnt wird der Leser jedoch mit einem runden und vor allem passendem Ende, welches die Geschichte hervorragend abschließt.

Zeichnerisch ist hier alles in gewohnter Crossed Manier.
Hier gibt es von meiner Seite aus nichts zu bemängeln.
Klare Zeichnungen, strukturierte Panel Aufteilung, Zeichnungen und Text harmonieren und ergänzen sich. Hin und wieder eine Splashpage oder auch doppelseitige Splashpage.
Kräftige Farben, so wie sie mir gefallen. Ich würde beinahe sagen, typisch amerikanische Mainstream Zeichnungen.

Folgendes Youtube Video gibt dem Leser einen ersten Eindruck über diesen Band (Sprache ist spanisch).

Nicht denken, fühlen
Autor: Simon Spurrier
Zeichnungen: Gabriel Andrade

Simon Spurrier ist kein unbeschriebenes Blatt im Crossed Universum. Viele seiner Geschichten sind gut, viele seiner Geschichten machen Spaß.
So ist es auch in diesem Band. Es ist eine gute Geschichte, nicht mehr und nicht weniger.
Zeichnerisch ist auch hier alles in bester Crossed Manier. Die Gewaltdarstellungen sind in anderen Geschichten krasser. Sex ist vorhanden (ebenfalls in der ersten Geschichte), jedoch nicht übertrieben explizit.
Auch hier dominieren kräftige typische amerikanische Mainstream Zeichnungen (wenn ich das so schreiben darf).

Sehr gut gefällt mir, dass die Gedankengänge der wichtigen Charaktere farblich (grün/blau) und mit einem Symbol für weiblich oder männlich versehen worden sind.
Das vereinfacht dem Leser bei mehreren Charakteren um einiges den Zugang zur Geschichte. Ebenfalls erhält der Leser durch diesen Kniff einen besseren Eindruck mit eventuellem Tiefgang der einzelnen Charaktere (der Tiefgang zur Persönlichkeit der Charaktere ist wenn überhaupt nur mittelmäßig vorhanden).

Todd hat einen Transportzug im Outback in Australien umgebaut. Er fährt durch die Gegend, eliminiert Gefirmte und sammelt Vorräte von anderen Überlebenden Gruppen.
Sein Transportzug gleicht einer uneinnehmbaren rollenden Festung.
Auf dieser Festung ist Todd der Fahrer und seine Crew besteht rein aus weiblichen Geschöpfen.
Er ist der einzige Mann. Früher oder später hat er mit jeder einmal Sex.
Todd duldet keine anderen Männer an Bord.
So ist es auch für ihn eine absolute Ausnahme, als er Daphne und ihren Freund mit an Bord nimmt.
Ihr Freund David hat sich sogar als schwul ausgeben wollen, doch Todd fällt auf solche Tricks nicht herein.
Es kommt, wie es kommt, je öfter die Frauen an Bord mit Todd schlafen, desto besser ist für diese der Lebensumstand an Bord des Transportzuges.
Auch Daphne kommt nicht umher, mit Todd eine Nacht zu verbringen.
Es entstehen allgemeine Schwierigkeiten an Bord des Transportzuges.
David wird den Gefirmten zum Fraß vorgeworfen.
Daphne ist allein unter all den anderen Frauen und Todd.
Kann Todd die Herrschafft über seinen Frauenzug halten, oder gewinnen die weiblichen Geschöpfe den Zug für sich?

Erfahrt dies und einiges mehr in dieser recht spannend (es geht definitiv noch spannender!!) auf den Punkt gebrachten kurzen Geschichte von Simon Spurrier.
In diesem Sinne, wie gesagt, die Geschichte ist gut.

Crossed ist Crossed.
Jedes Mal aufs Neue lässt der Leser sich überraschen, auf was er sich den einlässt.
Eine Geschichte ist besser, eine Geschichte ist schlechter, andere Geschichten sind gleichbleibend gut, einige sind wirklich schlecht und einige sind der absolute Burner.
Alles in allem würde ich sagen, ist die Qualität der harten Storys nie so schlecht, dass sich ein Band nicht zu kaufen lohnt.
In diesem Sinne macht der geneigte Crossed Fan mit diesem Band keinen Fehlkauf.
Wenn es jemanden gibt, der noch keine oder nur einige Crossed Ausgaben sein eigen nennt, dem empfehle ich wie oben beschrieben die beiden anderen Ausgaben (Crossed Nr. 6: Badlands 2 / Crossed Nr. 12: Badlands Nr. 5)

Copyright aller verwendeten Bilder © 2016 Avatar Press / Panini

Bei Amazon erwerben:

Softcover Ausgabe

Die Hardcover bzw. limitierte Hardcover Ausgabe gibt es in gut sortierten Comicfachgeschäften.

Advertisements

Ein Kommentar zu “Crossed Nr.13: Badlands Nr. 6 [Panini, Januar 2016]

  1. Pingback: Nancy in Hell Nr. 2: Die Hölle auf Erden! [Panini, September 2014] | Mueli77's Feine Welt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s