Portland Underground Nr. 2 [Plem Plem Productions, April 2015]

Dominik_AVAAuf rund 32 Seiten hat der Leser für 4.90€ ein rundum gelungenen schwarz-weiß Comic vor sich liegen.
Das Heft baut bis zum ersten richtigen Zombie eine subtile Spannung auf, die sich darauf bis zum Ende des Heftes hält. Die subtile Spannung explodiert nicht, jedoch will der Leser umgehend erfahren, wie es wohl weiter gehen wird in den nächsten Heften. Mit Portland Underground hat Plem Plem Productions einen wahrlich gelungenen Import Titel im Programm, der sich sowohl auf zeichnerischer wie auch auf inhaltlicher Ebene nicht zu verstecken hat.

Portland Underground#2

Portland Underground Nr. 2

Die Story:

Es gibt ein Hauptquartier für Notfälle.
In diesem Hauptquartier schaukeln sich Kiwi und Verno die Eier, ehe Michael und der Kneipenbesitzer Bud dort eintreffen.
In ganz Portland kommt es nach und nach zu Ausbrüchen der Zombieinfektion. Der Leser erfährt dies deutlich an einigen gut in Szene gesetzten Beispielen. Ein betrunkener Zombie liegt im Bett und wird unsanft geweckt zum Mittagessen. Das ist eine recht amüsante Szene, schafft der Zombie es doch nicht auf Anhieb zuzubeißen.
Andernorts ist ein Zombie in der Einkaufsmeile unterwegs.
In Nord Portland stört Cassidy an der Tür. Cassidy sammelt Unterschriften für das „Salmon Society“ Projekt, ehe er den Zombies begegnet.
Alles das geschieht, während Bud und Michael mit ihren speziellen Holland Fahrrädern auf dem Weg ins Hauptquartier unterwegs sind.
Was wird im Hauptquartier geschehen? Was für einen Plan gibt es, damit die Zombieinfektion sich nicht weiter ausbreiten wird?
Diese Fragen werden mit Sicherheit nach und nach in den kommenden Heften eine Antwort finden.

Bud und Michael unterwegs zum Hauptquartier

Bud und Michael unterwegs zum Hauptquartier

Wie gesagt, die Story ist cool.
Es gefällt mir sehr, wenn es ein Comic auf nur 32 Seiten schafft, eine gewisse Spannung aufzubauen und auch zu halten bis zum Ende.
Bud und Michael sind zwei coole Charaktere, mit denen der Leser was anfangen kann.
Ironie und witzige Einlagen kommen ebenfalls nicht zu kurz. Zum Beispiel wie die einzelnen Zombies erwachen (betrunken, mit dem Kopf auf der Pizza, im Einkaufsladen usw.).
Aber auch interessante Sprüche: „Ich habe einen erwischt.“
„Fast, das war ein Hipster“. War wohl doch kein Zombie 😉
Richtig gut hat mir die Szene in der Garage gefallen, wo Michael sich vorstellt, was für spezial Fahrzeuge Bud dort wohl versteckt hält.

Ein betrunkener Zombie greift an

Ein betrunkener Zombie greift an

Zeichnerisch ist hier ebenfalls alles in bester Ordnung. Knackige schwarz-weiß Zeichnungen, welche dem Leser alles offenbaren, was er auf den ersten Blick auch sehen sollte.
Mimik und Gestik der Charaktere sind richtig gut in Szene gesetzt. Die Tuschezeichnungen sind äußerst kräftig und wirken genau richtig für dieses Heft. Ich mag gerne Details, und genau das sieht der Leser in diesem Heft. Schraffierte detaillierte Hintergründe und Charaktere. Es gibt in diesem Heft nur wenige Panels mit einem leeren weißen Hintergrund.
Die Zeichnungen erinnern am ehesten an den Underground Zeichenstil von Robert Crumb.
Mir gefällt es sehr gut, ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Dieses Heft lässt sich am besten direkt über den Verlag bestellen.

Ein Review zum ersten Heft findet ihr HIER

Copyright aller verwendeten Bilder © 2015-2016 Plem Plem Productions

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