Ma-Co-Re-Mix (Vol. 29) (Das zauberhafte Land Oz & Der ultimative Spider-Man Paperback Nr. 9: Die ultimativen Sechs)

Heute gibt es wieder eine kleine Mischung aus Superhelden und Märchen. Beginnend mit dem vierten Oz-Band, der eigentlich der Zweite ist, und dem ultimativen Spider-Man Paperback Nr. 9, in dem die komplette Ultimate Six Miniserie enthalten ist, welche mir damals durch die Lappen ging, weil sie außerhalb vom ultimativen Spider-Man veröffentlicht wurde.

MaCoReMix

Das zauberhafte Land Oz [Februar 2014]

Tip ist ein kleiner Waisenjunge, der vor vielen Jahren bei der alten Mombi untergekommen ist. Mombi ist zwar keine Zauberin, kann aber trotzdem ein paar magische Kunststücke. Als Mombi eines Tages wieder einmal von einem Ausflug ins Dorf zurückkam, wollte Tip sie mit seiner selbst gebastelten Kürbiskopfmann erschrecken. Doch es funktioniert nicht. Mombi hat keine Angst und erweckt mit einem Zauberpulver, welches sie vom Zauberer in den Bergen erhalten hat, den Kürbiskopfmann zum Leben. Nun da Mombi einen neuen Diener hatte, brauchte sie Tip nicht mehr und wollte ihn verzaubern, aber Tip flieht vor der alten Mombi und nimmt den Kürbiskopfmann mit. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in die Smaragdstadt. Unterwegs treffen sie noch ein Holzpferd, dem Tip mit Mombis Zauberpulver, welches er ihr gestohlen hat, ebenfalls Leben einhaucht. Kaum in der Smaragdstadt angekommen wird diese von Generalin Jinjur und ihrer weiblichen Armee erobert. Jetzt da die Vogelscheuche ohne Königreich ist und Jinjur die Männer unterdrückt, machen sie sich alle auf den Weg zu den Winkies und dessen Kaiser, dem Blechmann, einem alten Freund der Vogelscheuche. Mit seiner Hilfe wollen sie die Smaragdstadt zurückerobern …

Oz wächst weiter und nie waren die Welten so wunderschön und ausdrucksstark, wie in dieser Comicadaption von Eric Shanower und Skottie Young. Ich bin ehrlich. Wie viele ander auch kannte ich zwar den „Zauberer von Oz“ und wusste sogar, dass es weitere Romane gab, bin aber niemals über den Ersten hinausgekommen. Zu groß war die Angst sich darin zu verlieren. Selbst als Panini diese schöne Hardcoverreihe startete, war ich zuerst skeptisch und wollte mir eigentlich nur den ersten Band geben. Und soll ich euch was sagen?
Ich bereue es keine Sekunde. Denn dieser erste Band hat mich von der ersten Seite an gefesselt und bei jedem Band freue ich mich erneut darauf in die wundervolle Welt Oz hinabzutauchen. So kann und will ich auch über diesen Band nicht wirklich etwas Negatives schreiben, da ich die Reihe über alles liebe. Für mich ist die Oz-Reihe eine der Top-Serien der letzten Jahre. Sowohl von den Geschichten her als auch vom grandiosen Artwork. Skottie Young liefert mit jedem Band bessere Leistungen ab. Egal wie irrwitzig die Figuren und Welten auch sind, bei Young sind sie liebevoll und glaubwürdig und versprühen so viel Charme und Leben, wie ich es schon lange nicht mehr bei einem Comic empfunden habe.

Wer bis jetzt noch nicht in mindestens einen der Bände hineingeblättert hat und der nahezu perfekten Inszenierung erlegen ist, dem kann ich persönlich auch nicht helfen. Ihr verpasst das Beste, was der Fantasy-Comicmarkt derzeit zu bieten hat in einer atemberaubenden visuellen Pracht mit liebevollen Figuren und unglaublich weitreichenden Welten mit vielen faszinierenden Lebewesen. Ich für meinen Teil freue mich auf jeden neuen Band und hoffe, dass sowohl Marvel als auch Panini noch möglichst viele Adaptionen veröffentlichen werden. Und doch etwas Negatives muss ich loswerden. Mir fehlt Bonusmaterial aus Skotties Skizzenbuch oder ähnliches. Da gibt es doch einiges, dass man anbieten könnte.

Der ultimative Spider-Man Paperback Nr. 9: Die ultimativen Sechs [März 2008]

Eigentlich hatte ich mir diesen Paperback nur der Vollständigkeit halber besorgt, um die damals beginnende Storyline aus der ersten Der ultimative Spider-Man Heftserie zu Ende lesen zu können. Denn in der eigentlichen Heftserie wurde diese Miniserie damals, trotz Beteiligung des ultimativen Spider-Man nicht veröffentlicht, sondern wegen des Schwerpunkts auf die Ultimativen, in deren Heftserie. Die habe ich aber nicht gelesen (was ich auch heute aus anderen Gründen noch bedauere), weshalb nun dieses Paperback hermusste. Mehr oder weniger.

Inhaltlich gibt es aber kaum etwas Erwähnenswertes. Osborn bricht mit Sandman, Doc Ock, Kraven und Electro aus S.H.I.EL.D.s Sicherheitsverwahrung aus und hinterlässt dabei zahlreiche Opfer sowie Schutt und Asche. Sein Ziel sind 100 Millionen Dollar, Amnestie für sich und seine „Freunde“, Rache an Fury und das Peter Parker, alias Spider-Man, seinem Team beitritt. Soviel zur Handlung. Logisch, dass die Ultimativen das nicht einfach so hinnehmen und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, da Osborn gleichzeitig gedroht hat May Parker und Mary Jane Watson zu töten und den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu erpressen. Immerhin wurden er und seine nicht ganz ehrlichen Mitstreiter von S.H.I.EL.D. vollkommen grundlos inhaftiert und das auch noch ohne Prozess.

Man sieht und hört, ein typischer Bendis. Während er im ultimativen Spider-Man noch wirklich gute Storys abliefert, verkommt dies hier zu einem Trauerspiel. Belanglos, flach und ehrlich gesagt könnte man die gesamte Geschichte auf nur 24 Seiten unterbringen, statt auf den 212 die dieser Sammelband umfasst. Nicht einmal die Zeichnungen können mich hier überzeugen. Zu Beginn zeigt zwar noch mein Lieblingszeichner Mark Bagley sein Talent (kein Kunststück, da es ja auch eine Ultimate Spider-Man-Ausgabe ist) aber mit Einsetzen der Miniserie sehen sämtliche Gesichter aus wie ausgespuckte Kaugummies. Einfach nur grausam. Wenigstens sind die Hintergründe keine Enttäuschung. Da hilft es auch nicht, dass Marvel-Chef Joe Quesada hier und da aushilft. Als kurzweilige und unterhaltsame Lektüre in Ordnung, wenn man nicht zu viel erwartet, insgesamt aber doch ziemlich enttäuschend. Mit meinem jetzigen Wissen würde ich es mir nicht kaufen, und das sage ich als eingefleischter Spider-Man-Fan.

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