Asterix der Gallier – Der Vergleich zwischen Original und Neuauflage (inklusive Gewinnspiel)

Für meinen heutigen Artikel habe ich extra ein Vergleichsexemplar der neuen Version von Egmont erhalten und diesen im direkten Vergleich auf Herz und Nieren geprüft …

Am 14. März diesen Jahres erschienen eine Reihe von Asterix-Bänden erneut. Das ist an sich nichts Besonderes. Die Asterix-Bände werden immer wieder neu aufgelegt und haben stellenweise schon über 30 Auflagen erreicht. Und dennoch ist diese Neuauflage etwas besonderes. Denn diesmal handelt es sich nicht einfach nur um einen Neudruck des alten Materials, sondern es gab teilweise massive Veränderungen.

Die neue 2013er Version kommt mit neuem Lettering im Stil von Albert Uderzos Handschrift daher und hat ebenfalls eine komplette Neukoloration erfahren. Außerdem wurde bei einigen Bänden das Coverdesign überarbeitet und wieder andere Ausgaben haben ein von Uderzo vollständig neu gestaltetes Cover erhalten. Anhand des ersten Bandes wollen wir nun die möglichen Vor- und Nachteile sowie Änderungen aufzeigen. Das Vergleichsmaterial beruht auf der Gesamtausgabe des Egmont Ehapa Verlages.

Das Coverdesign:

Das Original Covermotiv aus den 60er Jahren.

Das Original Covermotiv aus den 60er Jahren.

Das Covermotiv der Neuauflage.

Das Covermotiv der Neuauflage.

Asterix der Gallier gehört zu eben jenen Ausgaben, welchen ein komplett neues Cover spendiert wurde. Im direkten Vergleich sieht man sehr gut, dass in dem neuen Cover wesentlich mehr Dynamik steckt. Durch das verbogene Schild, die aus den Sandalen gehoben Legionäre, sowie deren nach hinten gezogene Köpfe, wirkt Asterix‘ Schlag wesentlich kräftiger als auf dem Originalmotiv. Auch Obelix‘ Gang ist wesentlich leichtfüßiger und nicht so behäbig, wie auf dem früheren Motiv.
Die dazu passende Koloration erzeugt auch gleich ein stimmigeres Aussehen, als es beim Original noch der Fall ist. Hier fehlen, im Gegensatz zur Neuauflage, viele Details, was vor allem an den Rüstungen der Legionäre, sowie Obelix‘ Hinkelstein zu sehen ist.
Auch der neue Schriftzug fügt sich nun wesentlich besser in das Gesamtbild ein und wirkt auch durch die Verwendung des inzwischen fast schon klassischen Asterix-Schriftzuges harmonischer.

Die Karte:

Die klassische Karte.

Die klassische Karte …

... und die aufgefrischte Version.

… und die aufgefrischte Version.

Bereits die altbekannte Karte kommt durch die Verwendung der neuen Schriftart und einer in sich stimmigeren Koloration viel übersichtlicher daher. Dies wird vor allem durch einen besseren Kontrast erzielt. Die Farben wirken untereinander besser auf sich abgestimmt und erzeugen so weniger Disharmonie.

Das Lettering:

Das alte Lettering mit den handschriftlichen Worten bei Ausrufen.

Das alte Lettering mit den handschriftlichen Worten bei Ausrufen.

Die neue Version mit vollständigem Computerfont in Anlehnung an die Handschrift von Uderzo.

Die neue Version mit vollständigem Computerfont in Anlehnung an die Handschrift von Uderzo.

Das neue Lettering überzeugt von der ersten Texttafel an. Sie fügt sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Durch den Schriftstil von Albert Uderzo wird so ein insgesamt harmonischeres Leseerlebnis erzeugt. Ausnahme! Die „lauteren“ Worte in den Sprechblasen. Hier gefällt mir das „alte“ Lettering wesentlich besser, weil es emotionaler wirkt.

Die Koloration (Kritik):

In diesem Fall kann die alte Koloration ihre Vorteile ausspielen.

In diesem Fall kann die alte Koloration ihre Vorteile ausspielen.

Die Neue kann dagegen nicht wirklich überzeugen.

Die Neue kann dagegen nicht wirklich überzeugen.

Die Koloration hingegen hinterlässt ein zwiegespaltenen Eindruck. Technisch absolut in Ordnung und in sich durchaus stimmig, kann sie mich persönlich nicht vollends überzeugen. Dies liegt vor allem darin, das in der neuen Farbgebung viele Details und „Emotionen“ verloren gehen. Oftmals hat man den Eindruck, das einfach nur großflächig „ausgemalt“ wurde.

Die Koloration (Lob):

Hier ist die die alte Farbgebung sehr unübersichtlich.

Hier ist die die alte Farbgebung sehr unübersichtlich.

Dagegen ist der Kontrast und die Farbwahl in der neuen Koloration besser.

Dagegen ist der Kontrast und die Farbwahl in der neuen Koloration besser.

Aber es gibt auch Beispiel, in denen es genau andersherum ist. Stellen eben, an denen die neue Koloration besser und überzeugender, weil übersichtlicher und stimmiger ist. Dies zeigt das oben dargestellte Bild besonders gut. Nicht nur, dass Caligula Minus neues Outfit einfach besser aussieht, auch hebt es sich durch die neue Farbgebung wesentlich besser vom Hintergrund ab, und dies gilt auch für andere Details auf dem Bild.

Ist es wirklich Nacht? Die alte Version ist nicht gerade stimmungsvoll.

Ist es wirklich Nacht? Die alte Version ist nicht gerade stimmungsvoll.

Das ist echte Nacht. Stimmungsvoll und passend.

Das ist echte Nacht. Stimmungsvoll und passend.

Auch die Umsetzung der Nachtszene kommt in der neuen Koloration besser zur Geltung. Zwar kränkeln auch hier die Details, aber die Stimmung wird überzeugender transportiert. Selbst die Sprechblasen scheinen minimal dunkler gehalten sein, auch wenn dies wohl hauptsächlich auf einer optischen Täuschung beruht.

FAZIT:

Die Neuauflage kommt mit vielen Veränderungen daher. Die meisten sind Verbesserungen, und die Koloration ist eben Geschmackssache. Detailverliebten Nostalgikern wird die neue Koloration selten zusagen und Lesern, die Asterix erst jetzt entdecken, wird wohl die neue Farbgebung besser gefallen.
So oder so hat Ehapa einen Schritt in die richtige Richtung getan, indem sie das Gesamtbild der Bände mit dieser Neuauflage aneinander angeglichen hat. Ein echtes Plus sind aber die neuen Covermotive sowie das Lettering. Hier hat Ehapa endlich auch einmal auf die Wünsche der Fans reagiert und Asterix das Schriftbild verliehen, mit dem es in Frankreich schon lange erfolgreich ist.

Und jetzt habt ihr die Chance den ersten Band der Neuauflage zu gewinnen. Ich verlose einmal den Band „Asterix der Gallier“ aus der 2013er Neuauflage. Dazu müsst ihr lediglich die folgende Gewinnfrage korrekt beantworten und mit eurer Anschrift bis 30. April an Blogmail mailen:

„Wie hießen Asterix und Obelix bei ihrem ersten Auftritt in Lupo Modern Nr. 27 von 1965?“

Copyright aller verwendeten Bilder © 1961-2013 Goscinny – Uderzo / Egmont Ehapa Verlag

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3 Kommentare zu “Asterix der Gallier – Der Vergleich zwischen Original und Neuauflage (inklusive Gewinnspiel)

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